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Aphorismen
zum Thema:
Wissenschaft

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„Jedes Wissen ist immer nur Stückwerk. Man darf dabei nur nicht vergessen, daß diese Stücke verschieden groß sind.“
Immanuel Kant

„Die Mathematiker sind eine Art Franzosen: Redet man zu ihnen, so übersetzen sie es in ihre Sprache, und dann ist es alsbald etwas anderes.“
Johann Wolfgang von Goethe

Das exakt Wissenschaftliche ist das absolut Poetische.“
Novalis (Friedrich von Hardenberg)

In unsrer Wissenschaft, wo der Begriff Ursache und Wirkung reduziert ist auf das Gleichungs-Verhältnis, mit dem Ehrgeiz, zu beweisen, daß auf jeder Seite dasselbe Quantum von Kraft ist, fehlt die treibende Kraft: wir betrachten nur Resultate, wir setzen sie als gleich in Hinsicht auf Inhalt an Kraft ....
Friedrich W. Nietzsche, Der Wille zur Macht, S. 465

„Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, daß man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.“
Gerge Bernard Shaw

„Jene, die von der Unverträglichkeit von Wissenschaft und Religion sprechen, lassen entweder die Wissenschaft etwas sagen, was sie nie gesagt hat, oder sie lassen die Religion etwas sagen, was sie nie gelehrt hat.“
Papst Pius XI.

„Wirklich ist nur das, was meßbar ist.“
Max Planck

„Wenn eine neue Erkenntnis sich nicht durchsetzt, und das ist fast immer der Fall, dann muß man 40 Jahre warten, bis die Gegner der Neuerung alle gestorben sind, und dann ist auf einmal alles richtig.“
Max Planck

„Die Findung der Wahrheit ist nur noch durch den Sprung in das Reich der Metaphysik gesichert.“
Max Planck

„Die Evolution ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar.“
Arthur Leith

„Zu den elementaren Gesetzen führt kein logischer Weg, sondern nur die auf Einfühlung in die Erfahrung sich stützende Intuition.“
Albert Einstein

„Es scheint mir, daß der Versuch der Natur, auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen, gescheitert ist.“
Max Born

„Die Wissenschaft denkt nicht.“
Martin Heidegger

„Die Wissenschaft bewegt sich nicht in der Dimension der Philosophie, sie ist aber, ohne daß sie es weiß, auf diese Dimension angewiesen. Zum Beispiel: Die Physik bewegt sich im Bereich von Raum, Zeit und Bewegung; was Bewegung, was Raum, was Zeit ist, kann die Wissenschaft als Wissenschaft nicht entscheiden. Man kann nicht mit physikalischen Methoden sagen, was die Physik ist. Das kann man nur philosophierend sagen.“
Martin Heidegger

„Es ist auf der Welt nichts unmöglich, man muss nur die Mittel entdecken, mit denen es sich durchführen läßt.“
Hermann Oberth

„Spezialisten sind Leute, die immer mehr über immer weniger wissen, bis sie zuletzt alles über nichts und nichts über alles wissen.“
Danny Kaye

„Die Wissenschaft ist weniger ein Mittel zur neutralen Aufhellung der Wirklichkeit geworden, sondern stellt vielmehr ein Wettrüsten in Interpretationen dar.“
Peter Sloterdijk

„Wir haben soviel Ungeklärtes auf dieser Welt, und damit dieses so bleibt, haben wir die Wissenschaft.“
Otto Waalkes

Wissenschaft ist größtenteils Sprache, wenn auch in sehr elaborierter Form. Der Kampf in der Wissenschaft ist folglich größtenteils ein Sprachkampf, Sprachkrieg. Es geht in der Wissenschaft - wie auch in der Philosophie und auch in allen Glaubenssystemen - also fast nur um Sprache (einschließlich Denken u.s.w.) und die Macht über und durch sie und ihre Semantik als Mittel zum Zweck: der Macht allgemein. Zum System der Sprache gehört auch ein (Sub-)System des Glaubens (Für-wahr-Haltens). Die wissenschaftlichen als die sprachlichen Herrscher können wegen ihres Sieges über ihre Vorgänger des alten Glaubenssystems ein neues Glaubenssystem erzeugen, denn sie »wissen«, daß Glaubenssysteme das wohl effizienteste Mittel gegen den stets drohenden Machtverlust sind. Und: Je größer die Population wird, desto effizienter müssen solche Mittel werden.“
Hubert Brune

Das Hauptproblem der Wissenschaft: ihr fehlen mindestens 6 Bindeglieder.“
Hubert Brune

„Der Wissenschaftstheorie fehlen zur Fruchtbarkeit nicht Fragen, sondern adäquate Antworten.“
Hubert Brune

„Eine Wissenschaft, wie sie das Abendland kennt, spielte in der Antike noch kaum eine Rolle. Eine Philosophie, wie sie die Antike kannte, spielt im Abendland kaum noch eine Rolle.“
Hubert Brune

„Mit der Ausdehnung der neuen Wissenschaften wurde eine immer weitergehende Gliederung in Spezial-Wissenschaften nötig, wodurch vielfach der Blick für das Ganze der Wirklichkeit und den eigentlichen Zweck der Wissenschaft als „Weltwissenschaft“ verloren ging. Der Rationalismus wurde damals zur allein herrschenden Form auch für Bildung und Erziehung. Die dadurch erzeugte Übersteigerung der intellektualistischen Bildung wirkte wieder auf die Wissenschaft zurück und bewirkte, daß der Wissenschaftler mehr und mehr zum Spezialisten und die wissenschaftlichen Hochschulen mehr und mehr zu Ausbildungsstätten für Spezialisten wurden.“
Hubert Brune

„Die Suche nach der „Weltformel“ ist typisch faustisch (abendländisch) ....
Hubert Brune

Nur abendländische Menschen konnten mit ihrem »faustischen« Wissens- und Forschungswillen auf die Idee kommen zu behaupten, daß der »Unendliche Raum« das biete, mit dem ein »Faust« alles erklären können müsse: Der Unendlichkeitsraum begann unendlich klein und wird unendlich groß und unendlich alt werden. Das »anthropische Prinzip« bestätigt diesen Glauben und verleiht ihm noch mehr Subjektivität: Es muß mindestens einen Beobachter (Menschen) geben, um mit den Mitteln der Wissenschaft zu beweisen, daß es einen Beobachter (Menschen) überhaupt geben kann.“
Hubert Brune

„Gott ist während der abendländischen Geschichte mehr und mehr dem Subjekt namens Faust gewichen. Für Menschen der magischen Kultur mit ihrem strengen Monotheismus ist so etwas Gotteslästerung. Für sie zählt nur der eine Gott, und es ist ihnen egal, ob der wissenschaftlich erforschbar und erklärbar ist oder nicht. Für Morgenländer ist nämlich das, was die Abendländer den „Unendlichen Raum“ nennen, Gottes Gesetz und nicht ein Naturgesetz, hinter dem ja doch nur wieder das Gesetz eines Menschen steht oder eine wie auch immer von ihm naturwissenschaftlich konstruierte Selbstorganisation. Aber alle Menschen scheinen einverstanden zu sein mit der These, daß es so etwas wie ein Baumeister (ob Natur, Gott, Selbst oder einfach nur ein Prinzip u.s.w.) gewesen sein muß, der als Haupt-Techniker nicht nur alle Schrauben, sondern die Technik überhaupt und alle anderen Techniken so eingestellt hat, daß es das Universum, das Leben und uns Menschen überhaupt geben kann.
Hubert Brune

„Wenn es richtig ist, daß in der unbelebten Welt die natürliche Tendenz herrscht, sich hin auf einen Zustand immer größerer Unordnung (z.B. gleichmäßige Durchmischung zweier Gase) zu bewegen, dann bedeutet doch aber Gleichgewicht Unordnung (Chaos) und Ungleichgewicht Ordnung, oder?“
Hubert Brune

„Wissenschaftler haben nach wie vor die größten Probleme mit der seelischen Funktion! Interessant ist, daß gerade auch die Psychologen diese Probleme noch größer gemacht haben. Sie wissen immer noch nicht (sogar noch weniger als früher!), was die Seele - die »Psyche« - überhaupt ist, wer oder was sie wie bewegt, ja ob es sie überhaupt gibt, d.h. ob sie überhaupt »existiert«. Die Wissenschaft hat bezüglich der Psyche weniger Fort- als Rückschritte gemacht, ist also nicht weiter gekommen, nicht klüger, sondern dümmer geworden, und bezüglich der Semiotik als der seelischen Funktion - also: der Funktion der Seele (Psyche) - gilt dies eben sogar noch mehr. Umgekehrt hat die Wissenschaft bezüglich der Physik bei weitem mehr Fort- als Rückschritte gemacht, ist also sehr viel weiter gekommen, nicht dümmer, sondern sehr viel klüger geworden.“
Hubert Brune

„Vergessen wir nicht, daß auch die Wissenschaft im Grunde lediglich ein »Für-wahr-Halten«, also ein Glaube ist.“
Hubert Brune

 

 

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