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Thomas
Hoof (*1948) zu einem aktuellen Thema |
| Peak-Öl ist hier nicht das Thema. Darum nur kurz: Die internationale Energieagentur (eine Einrichtung der OECD und als solche eine amtliche Optimismus-Trompete) hat in ihrem soebven erscheinen Energie-Ausblick 2008 die Rate des jährlichen Fördermengenrückgangs (»depletion rate«) auf 5,6 bis 8,5 erhöht. Dabei kommt es gar nicht sehr darauf an, wann diese Sinkflug-Kurve den Nullpunkt schneidet, sondern darauf, ab welchem Punkt Rationierung und Zuteilung beginnen. Das grüne »weg vom Öl« münzt eine Zwangsläufigkeit in eine politische Parole um, und tut so, als stünden für das schwindende Erdöl urlaubsbunte Substitute (Sonne, Wasser, Geothermie, Wind) bereit, verschweigt aber, daß dieser Ersatz mit einer dramatischen Energieveramung einhergehen wird. Denn alle technischen Alternativen sind von einem deutlich positiven Saldo zwischen energetischem Ertrag und Aufwand (EROEI) weit entfernt. |
| Dies waren über fast 150 Jahre die Konstanten der Kritik: | |
| 1. | Die deutsche Nationalökonomie dachte von ihren Ressourcen her, von dem, was da war, an Landschaft, an Gewerben, an Institutionen und politischen Formen, an Gewohnheiten und Mentalitäten. |
| 2. | Und sie dachte auf ihre Ressourcen hin, denn wirtschaftlicher Zuwachs füllte in diesem Denken nicht Speicher oder Konten, sondern vergrößerte das »produktive Vermögen« (Hegel): »... überhaupt gar nicht mit Summen hat es die Nationalökonomie zu thun, sondern mit Quellen«. (Friedrich B. W. von Hermann: Staatswirtschaftliche Untersuchungen, 1832). Und es ist von Belang, daß das deutsche Wort »Vermögen« ans Können und Leisten angeknüpft bleibt und nicht ans Eigentum. |
| 3. | Und sie dachte in Zeiten und Räumen, denn wirtschaftliche Kräfte betätigen sich nicht im Irgendwo nach universalen Gesetzen, sondern irn Hier und Jetzt, aus einem geschichtlichen Umfeld und aus geprägten kulturellen Mentalitäten heraus. |
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