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–   „ P O L I T I S C H E   G E O M E T R I E “   –
 - Schichten (1960 und 1974), Schrumpfung der Mittelschicht (2010)
- Herrschaftsformen (Staatsformen, Staatsverfassungen u.s.w.) -
- Individualform, Kollektivformen, Unternehmensformen -
- Ideologien des Totalitarismus -
- Drei Wirtschaftsektoren und Herrschaftsformen -
- Demokratie (These), Plutokratie (Antithese), Zeusiokratie (Synthese) -
- Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit -
- Freiheit (These), Gleichheit (Antithese), Brüderlichkeit (Synthese) -
- Freiheit = MITTE (?), Gleichheit = LINKS (?), Brüderlichkeit = RECHTS (?) -
- Links, Mitte, Rechts -
- Extremismen (Beispiele) -
- „Linksverrückt“-
- PUP-Linke -
- Links-Sozialismus, Liberalismus, Rechts-Sozialismus -
- Links verordnet, Mitte verordnet, Rechts verboten -
- Wunsch bzw. Ideal: NICHTS VERORDNET NICHTS VERBOTEN -
- Wahlen gegen die Demokratie -
- Vergleich von monarchialer, präsidialer, parlamentarischer Demokratie -
- Restauration demokratischer Grundformen -

Schichten (Stand: 1960 und 1974), Schrumpfung der Mittelschicht (Stand: 2010)

1) Oberschicht (rd. 1%): Großunternehmer, Finanziers, Manager, Spitzenpolitiker u.ä..
2) Mittelschicht (rd. 50%):
     2a) Obere Mittelschicht (rd. 5%): Leitende Angestellte / Beamte, Professoren, Freiberufler u.ä.
     2b) Mittlere Mittelschicht (rd. 15%): Mittlere Angestellte / Beamte, Ingenieure, Lehrer, Kaufleute u.ä..
     2c) Untere Mittelschicht (rd. 30%): Untere Angestellte / Beamte, mittlere Gewerbetreibende, Werkmeister u.ä..
3)
Unterschicht (rd. 49%):
     3a) Obere Unterschicht (rd. 28%): Industriearbeiter, Kleinhändler, Handwerksgesellen u.ä..
     3b) Mittlere Unterschicht (rd. 17%): Ungelernte Arbeiter u.ä..
     3c) Untere Unterschicht (rd. 4%): Handlanger, Gelegenheitsarbeiter, Verachtete u.ä..
Stand:
1960
 
1) Oberschicht: rd. 2%
2) Mittelschicht: rd. 48%
     2a) Obere Mittelschicht: rd. 5%
     2b) Mittlere Mittelschicht: rd. 14%
     2c) Untere Mittelschicht: rd. 29%
3)
Unterschicht: rd. 50%
     3a) Obere Unterschicht: rd. 29%
     3b) Mittlere Unterschicht: rd. 17%
     3c) Untere Unterschicht: rd. 4%
Schichten der deutschen Gesellschaft (1974)

GELB: Oberschicht.
BLAU
: Sogenannte „neue“ Mittelschicht.
Rot
: Sogenannte „alte“ Mittelschicht.
GRÜN
: Sogenannte „Arbeiterschaft“.
SCHWARZ
: Verachtete.
Kreuz im Kreis: Mittlere Mitte nach den
Vorstellungen der Bevölkerung.
Pfeil: Mitte nach der Verteilung der
Bevölkerung (50% liegen oberhalb,
50% liegen unterhalb dieser Mitte)

Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
Nach „Selbsteinschätzung“:
0,5%
59,0%
7,4%
11,3%
40,3%
40,5%
27,6%
10,7%
2,2%
(1)
(2)
(2a)

(2b)
(2c)
(3)
(3a)
(3b)
(3c)
Stand:
1974
Das Schrumpfen der Mittelschicht / des Mittelstandes bedeutet auch, daß die Kluft zwischen Reichen und Armen größer wird. So ist z.B. in der Zeit von 2000 bis 2010 die Unterschicht um 4% gewachsen, die Mittelschicht um 4% geschrumpft und die Oberschicht relativ unverändert geblieben.
- Die Reichsten werden reicher, die Mittleren werden ärmer und weniger, die Ärmsten werden ärmer und mehr -
Exponentieller Anstieg
der Milliardäre.
Zum Beispiel:
1998 waren es 230,
2004 waren es 587,
2007 waren es 946.
Allein in diesen neun Jahren
stieg die Zahl um 311,3 %!
MilliardäreSchichten der GesellschaftVeränderungen im EinkommenProzentuale Veränderungen
(gegenüber 1992)
des durchschnittlichen
Nettoeinkommens pro Kopf.
Deutschlands Mittelschicht wird ausgebeutet - national und international. Der umverteilende Staat, die umverteilende Euro-Zone und die umverteilende EU beuten Deutschlands Mittelschicht rigoros und auf zynischste Weise aus. Die Weltbank, der IWF, die UNO, die G7 und die G20 tun dies auf ihre Weise und im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf globaler Ebene ebenfalls. Deutschlands Mittelschicht ist die Melkkuh der Nation, und, weil Deutschland insgesamt die Melkkuh Europas und der Welt ist, auch die Melkkuh der EU und der Welt. Deutschland ist der größte Zahlmeister der Welt aller Zeiten.

 


Herrschaftsformen (Staatsformen, Staatsverfassungen u.s.w.) als Modell

Aristoteles unterschied als Hauptformen des Staates Monarchie, Aristokratie und Demokratie sowie deren Entartungs- bzw. Verfallsformen: die unbeschränkte Monarchie wird zur Autokratie (Tyrannis), die unbeschränkte Aristokratie zur Oligarchie, die unbeschränkte Demokratie zur Ochlokratie (Pöbelherrschaft) oder zur Anarchie. Immanuel Kant unterschied: „A) Gesetz und Freiheit ohne Gewalt (Anarchie), B) Gesetz und Gewalt ohne Freiheit (Despotismus), C) Gewalt ohne Freiheit und Gesetz (Barbarei), D) Gewalt mit Freiheit und Gesetz (Republik).“ (Immanuel Kant, Metaphysik der Sitten, Rechtslehre, 1785, IV, S. 287).

‹- Staatsformen nach Aristoteles -›
GUT:MonarchieAristokratieDemokratie
ENTARTET:Autokratie (Tyrannis) OligarchieOchlokratie (Pöbelherrschaft) / Anarchie
‹- Staatsverfassungen nach Kant -›
 A) AnarchieB) DespotismusC) Barbarei D) Republik
Gesetz:XXX
Gewalt:XXX
Freiheit:XX
Staatsformen
Grau = Entartete Formen
Herrschaftsformen Meine Theorie über die Zyklen der Herschaftsformen im Rahmen meiner Kulturtheorie **
KulturmodellDer Zyklus der Herrschaftsformen läßt entweder bei durchschnittlich gleicher Dauer jeder Kulturphase nach jeweils zwei Kulturphasen oder aber bei unterschiedlicher Dauer jeder Kulturphase ebenfalls nach jeweils zwei Kulturphasen aus einer Monarchie (M) eine Tyrannis (T), aus einer Tyrannis (T) eine Aristokratie (A), aus der Aristokratie (A) eine Oligarchie (O), aus der Oligarchie (O) eine Demokratie (D), aus der Demokratie (D) eine Ochlokratie/Anarchie (O/A), aus der Ochlokratie/Anarchie (O/A) wieder eine Monarchie (M) werden. Weil die zeitlichen Grenzen nicht ganz genau bestimm- oder vorhersagbar sind, differieren die Daten zwischen dem Modell durchschnittlich gleicher Dauer jeder Kulturphase und dem Modell unterschiedlicher Dauer jeder Kulturphase. BILDBILDKulturmodell
 0) M o n a r c h i e   b z w.   T y r a n n i s   u n d   /   o d e r   A r i s t o k r a t i e   b z w.   O l i g a r c h i e
Monarchie / TyrannisAristokratie / Oligarchie
 1)„Winter“„Frühling“„Sommer“„Herbst“
 2)ghi^_`abcdef
 3)Monarchie / TyrannisAristokratie / OligarchieDemokratie / Ochlokratie (Anarchie)
 4)>MM=>TT=>AA=>OO=>DD=>O/AO/A=
 5)>MM=>TT=>AA=>OO=>DD=>O/AO/A=
 6)Monarchie / TyrannisAristokratie / OligarchieDemokratie / Ochlokratie (Anarchie)
 7)>MM=>TT=>AA=>OO=>DD=>O/AO/A=
 8)Monarchie / TyrannisAristokratie / OligarchieDemokratie / Ochlokratie (A.)
 9)ghi^_`abcdef
10)„Winter“„Frühling“„Sommer“„Herbst“
11)ghi^_`abcdef
12)„Winter“„Frühling“„Sommer“„Herbst“
gM(O/A)M-TM-T / A-O (siehe 0)
hM(T)M-T (A-O)M-T / A-O (siehe 0)
iT(M)M-T (A-O)M-T / A-O (siehe 0)
^T(A)M-T (A-O)M-T / A-O (siehe 0)
_A(T)A-O (M-T & D-A/O) M-T / A-O (siehe 0)
`A(O)A-O (M-T & D-A/O)M-T / A-O (siehe 0)
aO(A)A-O (M-T & D-A/O)  A-O / M-T (siehe 0)
bO(D)A-O (M-T & D-A/O)A-O / M-T (siehe 0)
cD(O)D-O/A (A-O)A-O / M-T (siehe 0)
dD(O/A)D-O/A (A-O)A-O / M-T (siehe 0)
eO/A(D)D-O/AA-O / M-T (siehe 0)
fO/A(M) D-O/AA-O / M-T (siehe 0)
Phasen, Varianten (mit Vektoren) der Herrschaftsformen, übergeordnete Herrschaftsformen M-T, / A-O (siehe 0).
Abgesehen davon, daß für Lebewesen relevante Herrschaftsformen (M-T und A-O; siehe 0) prinzipiell stets möglich sind und folglich Konstanten bedeuten, sind in obiger Tabelle die eben angesprochenen Unterschiede ebenfalls zu erkennen. Besonders bedeutsam sind diese Unterschiede für die kulturhistorisch/historienkulturell bedingten Herrschaftsformen, zumal jede von ihnen durch zwei Varianten und zwei Vektoren gekennzeichnet ist. Und weil die Unterschiede in der Phasendauer sogar auch enorme zeitliche Verschiebungen bedeuten können, kann es sich ergeben, daß mehr als nur eine Herrschaftsform mit ihren zwei Varianten in einer Phase auftreten. Das gilt aber nur dann, wenn man beide Modelle berücksichtigt (**). In zwei „Winterphasen“ - der mittleren (h) und der letzten (i) -, in allen „Frühlingsphasen“ (^, _, `), in allen „Sommerphasen“ (a, b, c) und in einer „Herbstphase“ - der ersten (d) - können mehr als nur eine Herrschaftsform mit ihren zwei Varianten in einer Phase auftreten (**). In den anderen drei Phasen ist es - mehr oder weniger - so, wie es das quasi „klassische“ meiner beiden Modelle vorsieht. Abgesehen davon, daß übergeordnete Herrschaftsformen (siehe 0) prinzipiell stets möglich sind.

Herrschaftsformen und Kulturphasen
Die weitaus meiste Zeit gab es nur 2 Herrschaftsformen (Monarchie / Tyrannis und Aristokratie / Oligarchie; siehe Zyklus 0), wie gesagt (**) und in der Abbildung (rechts) im Außenkreis dargestellt. Waren also früher nur 2 Herrschafsformen mit ihren 2 Varianten und 4 Vektoren vom Wechsel betroffen, so sind es seit Beginn der 3. Herrschaftsform (**) 3 Herrschaftsformen mit ihren 2 Varianten und 4 Vektoren. Alle 12 Phasen haben sich dadurch verändert: 6 (_, `, c, d, e, f) haben eine andere, davon 4 (c, d, e, f) eine völlig neue Herrschaftsform Demokratie / Ochlokratie (D-O/A); 6 (g, h, i, ^, a, b) haben weiterhin die alte Herrschaftsform, davon 3 (i, a, b) eine neue Variante; 10 (g, h, i, ^, _, `, a, b, d, e) haben neuerdings oder andere Vektoren, davon 4 (h, _, b, e) neuerdings, 4 (g, ^, a, d) andere und 2 (i, `) solche, die sich zwar auf dieselbe Herrschaftsform, aber auf eine andere Variante derselben Herrschaftsform beziehen; 2 (c, f) haben den alten Vektor, der jedoch wegen der veränderten Herrschaftformen einen anderen Bezug hat; hatten vorher nur 4 (i, `, c, f) einen vorwärtsbezogenen (v) Vektor, so jetzt 6 (h, ^, `, b, d, f), und hatten vorher nur 4 (g, ^, a, d) einen rückwärtsbezogenen (r) Vektor, so jetzt 6 (g, i, _, a, c, e); also haben jetzt 2 (i, c) statt des früheren vorwärtsbezogenen einen rückwärtzsbezogenen, 2 (`, f) statt des früheren rückwärtsbezogenen einen vorwärtsbezogenen Vektor, 4 (h, _, b, e) neuerdings einen Vektor, wobei dieser bei 2 (h, b) vorwärtsbezogen und bei 2 (_, e) rückwärtsbezogen ist. - Seit „Einführung“ der 3. Herrschaftsform Demokratie / Ochlokratie (D-O/A) wechseln die Herrschaftsformen schneller (formell gesprochen: 3-mal schneller) als vorher, was sich u.a. auch daran gut erkennen läßt, daß die 4 vorher vektorfreien Phasen (h, _, b, e) nun auch Vektoren haben - nämlich 2 vowärtsgewandte (h, b) und 2 rückwärtsgewandte (_, e) -, oder auch einfach daran, daß 4 Phasen (c, d, e, f) nun eine neue Herrschaftsform haben. - Die Veränderungen auf eine Formel gebracht:

MO(r)=>MO/A(r); M=>MT(v); MT(v)=>TM(r); TM(r)=>TA(v); T=>AT(r); TA(v)=>AO(v);
AT(r)=>OA(r); A=>OD(v); AO(v)=>DO(r); OA(r)=>DO/A(v); O=>O/AD(r); OM(v)=>O/AM(v)
.

 Anzahl der Herrscher GemeinnutzenEigennutzen
EINERMonarchie (M) Tyrannis (T)
EINIGEAristokratie (A)Oligarchie (O)
VIELE / ALLE Demokratie (D Ochlokratie/Anarchie (O/A

Gemäß der oberen Tabelle sind die Zyklen 1 bis 12 (speziell: 3 bis 8) von dem Zyklus 0 leicht abweichende und ihr untergeordnete Zyklen (**). Der Zyklus 0 besteht aus den Herrschaftsformen Monarchie / Tyrannis und Aristokratie / Oligarchie insofern, als daß sie sich abwechseln können, aber nicht müssen, und auf einer primitiveren Ebene auch stets möglich sind (für die Demokratie / Ochlokratie gilt das nur potentiell und real bislang nur für menschliche Historienkulturen), wenn die Zyklen 3 bis 8 (**) sich vollziehen. Umgekehrt gilt das nicht, weil der Zyklus 0 sehr viel älter ist als die Zyklen 3 bis 8. Da, wo man auf Lebewesen trifft, deren Gemeinschaft („Gesellschaft“) explizit durch Herrschaftsformen strukturiert ist, da erkennt man auch gleich, daß die am meisten praktizierte Herrschaftsform die Monarchie / Tyrannis (M-T), die am zweitmeisten praktizierte Herrschaftsform die Aristokratie / Oligarchie (A, O) und die fast gar nicht - und bei den Menschen auch nur in ganz bestimmten Kulturphasen - praktizierte Herrschaftsform die Demokratie / Ochlokratie (D-O/A) ist. Der Zyklus 0 bezieht sich auf die Herrschaftsformen von Lebewesen, die Zyklen 3 bis 8 beziehen sich jedoch nur auf die Herrschaftsformen von Menschen, und zwar von jenen Menschen, für die neben dem Zyklus 0 auch die anderen Zyklen von Bedeutung sind (**). Folgend beziehen wir uns darum fast ausschließlich auf die Zyklen 1 bis 12 (**).

Herrschaftsform VarianteVektor
gMonarchie / TyrannisMonarchie (M) Ochlokratie (O/A)
hMonarchie / TyrannisMonarchie (M) Tyrannis (T)
iMonarchie / TyrannisTyrannis (T)Monarchie (M)
^Monarchie / TyrannisTyrannis (T)Aristokratie (A)
_Aristokratie / OligarchieAristokratie (A)Tyrannis (T)
`Aristokratie / OligarchieAristokratie (A)Oligarchie (O)
aAristokratie / OligarchieOligarchie (O)Aristokratie (A)
bAristokratie / OligarchieOligarchie (O)Demokratie (D)
cDemokratie / Ochlokratie  Demokratie (D  Oligarchie (O)
dDemokratie / Ochlokratie  Demokratie (D Ochlokratie (O/A)  
eDemokratie / Ochlokratie  Ochlokratie (O/A) Demokratie (D
f Demokratie / Ochlokratie  Ochlokratie (O/A)Monarchie (M)

Die Herrschaftsformen und deren Varianten und Vektoren müssen ihrem Zyklus nicht immer zu 100% folgen, denn sie können auch - z.B. sogar während „nur“ einer Phase - einander mehrfach abwechseln. Die Herrschaftsform Monarchie / Tyrannis (M-T) ist auch für Menschen die typisch(st)e, weil unter den Lebewesen die am häufigsten praktizierte. Je mehr man sich von der Monarchie / Tyrannis (M-T) entfernt, desto mehr nähert man sich der Reife einer Kultur, aber je mehr man dann tatsächlich dieser Reife folgt, desto näher kommt man wiederum der Monarchie / Tyrannis (M-T). Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsgrade der Übergänge: (1.) die Übergänge zwischen den Herrschaftsformen in ihrer Gänze sind die mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu bewältigenden Übergänge und zeigen sich erstmalig, wenn ihre entartete Variante den Wechsel einleitet (T=>A [vgl. ^=>_ als Kulturphasenübergang], O=>D [vgl. b=>c als Kulturphasenübergang], O/A=>M [vgl. f=>g als Kulturphasenübergang]); (2.) die Übergänge zwischen den Varianten der Herrschaftsformen sind die mit dem mittleren Schwierigkeitsgrad zu bewältigenden Übergänge (M=>T [vgl. h=>i als Kulturphasenübergang], A=>O [vgl. `=>a als Kulturphasenübergang], D=>O/A [vgl. d=>e als Kulturphasenübergang]); (3.) die Übergänge zwischen den Vektoren innerhalb der Varianten der Herrschaftsformen sind die mit dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad zu bewältigenden Übergänge (M(O/A)=>M(T) [vgl. g=>h als Kulturphasenübergang], T(M)=>T(A) [vgl. i=>^ als Kulturphasenübergang], A(T)=>A(O) [vgl. _=>` als Kulturphasenübergang] O(A)=>O(D) [vgl. a=>b als Kulturphasenübergang], D(O)=>D(O/A) [vgl. c=>d als Kulturphasenübergang], O/A(D)=>O/A(M) [vgl. e=>f als Kulturphasenübergang]). Mit den Herrschaftsformen ist es wie mit den Erziehungsformen: die größten Streitereien darum gibt es zwischen Vätern und Müttern (siehe 1.); weniger Streit darum gibt es zwischen deren Söhnen und Töchtern (siehe 2.); am wenigsten Streit darum gibt es zwischen Töchtern und Vätern sowie Müttern und Söhnen (siehe 3.).

Kulturmodell

Heute haben wir den Übergang von der zweiten zur dritten „Herbstphase“ - also von e zu f - höchstwahrscheinlich längst hinter uns. Unter dem Aspekt der Aufeinanderfolge auch der Varianten der Herrschaftsformen betrachtet bedeuten beide Phasen Ochlokratie - erstere (e) mit mehr Bezug noch zur Demokratie als letztere, letztere (f) mit mehr Bezug schon zur Monarchie als erstere. Wir können also davon ausgehen, daß unsere Herrschaftsform im Abendland heute viel mehr der Ochlokratie (Anarchie) als der Demokratie ähnelt und die Tendenz auf den, wenn auch erst später erfolgenden Wechsel zur Monarchie bereits erkennen läßt. Erstere Ochlokratie kann sich mit Hilfe einer Plutokratie als Antithese zur These Demokratie (**) und letztere Ochlokratie mit Hilfe einer Zeusiokratie als Synthese aus beiden (**) durchsetzen und behaupten, weshalb beide jeweils eine ganze Kulturphase umfassen. Erstere Ochlokratie ist als O/A(D) eine Ochlokratie mit Rückbindung zur Demokratie (**), letztere Ochlokratie ist als O/A(M)  eine Ochlokratie mit Tendenz zur Monarchie (**). Für alle Herrschaftsformen und ihre Varianten gilt, daß sie nie stillstehen und nie vollendet werden, sondern immer nur in Bewegung sind und entweder auf- oder abgebaut werden. **

Ein-Viertel-Ausschnitt :  Drei Zyklen aus einem Metazyklus

Daß die Herrschaftsformen in den verschiedenen Kulturen durch diese beeinflußt sind und sich auch so wie diese von anderen unterscheiden, versteht sich von selbst. So ist z.B. die Ochlokratie mit Vorbwärtsvektor zur Monarchie (O/A(M), vgl. f) der Antike anders als die des Abendlandes oder z.B. die Demokratie mit Vorbwärtsvektor zur Ochlokratie (D(O/A), vgl. d) des Abendlandes anders als die der Antike, und dennoch sind sie ähnlich, eben einerseits homolog und andererseits analog (**). Es muß berücksichtigt werden, daß die verschiedenen Kulturen auch verschiedenen „Metakultuphasen“ (**) angehören, wie das z.B. bei der apollinischen Antike und dem faustischen Abendland der Fall ist: die apollinische Antike gehört metakulturell zur Phase der Ochlokratie mit Rückwärtsvektor zur Demokratie (O/A(D), vgl. e), das faustische Abendland gehört metakulturell zur Phase der Ochlokratie mit Vorbwärtsvektor zur Monarchie (O/A(M), vgl. f) zugehörig. Beide sind - wie alle Kulturen - von ihrem Anfang schon mindestens einer bestimmten Herrschaftsform zugeneigt. Die einzelnen Kulturen und Herrschaftsformen sind also, weil sie beim Durchlaufen ihres eigenen Zyklyus gleichzeitig auch übergeordnete Zyklen durchlaufen, von entweder zeitgleichen (phasengleichen) oder zeitungleichen (phasenungleichen), also verschiedenen übergeordneten Phasen der Metakulturen und Herrschaftsformen beeinfußt. Die jetzige Phase des Abendlandes z.B. ist also auf mindestens zweifache Weise eine Ochlokratie mit Vorbwärtsvektor zur Monarchie (O/A(M), vgl. f) ; sie muß also seit dem Beginn dieser Kultur eine besondere Rolle spielen; unter ihrem „Stern“ steht im Abendland jede Herrschaftsform, jede ihrer Varianten mit den Vektoren - und seien sie ansonsten auch noch so sehr anders als sie. Folglich ist es auch kein Wunder, daß alle acht Historienkulturen (**), wie sie gemäß meiner Kulturtheorie (**) heißen, in denjenigen metakulturellen Phasen (**) entstanden sind, in denen als Herrschaftsformen (1.) die Demokratie mit Vorbwärtsvektor zur Ochlokratie (D(O/A), vgl. d), (2.) die Ochlokratie mit Rückbwärtsvektor zur Demokratie (O/A(D), vgl. e) und (3.) die Ochlokratie mit Vorbwärtsvektor zur Monarchie (O/A(M), vgl. f) metakulturell dominieren. Der Zyklus, der neben den beiden Herrschaftsformen Monarchie / Tyrannis (M-T) und Aristkratie / Oligarchie (A-O) auch die Herrschaftsform Demokratie / Ochlokratie (D-O/A) enthält, hat sich also aus einem Meta-Zyklus heraus entwickelt. (Siehe Abbildung). Das war an Voraussetzungen geknüpft: Von 2 Phasen (b, c) mußte die eine (b) neuerdings einen Vektor bekommen haben und die andere (c) einen anderen und nicht mehr vorwärts- (v), sondern rückwärtsgewandten (r) Vektor bekommen haben und wiederumn die eine (b) sich von einer Variante (A) ihrer Herrschaftsform (A-O) auf ein andere (O) eingestellt haben, die andere (c) sich sogar ganz von der alten Herrschaftsform (A-O) gelöst und auf eine neue Variante (O) ihrer neuen Herrschaftsform (D-O/A) eingestellt haben, so daß sich folgende Konstellation ergeben konnte: Oligarchie mit Vorwärtsvektor zur Demokratie (O(D), vgl. b) und Demokratie mit Rückbwärtsvektor zur Oligarchie (D(O), vgl. c); und erst daraufhin konnten, indem sie sich von ihrer alten Herrschafstform (A-O) trennten und eine neue (D-O/A) mit ihren Varianten (D und O/A) und Vektoren (O/A [v], D [r], M [v]) annahmen, die Demokratie mit Vorbwärtsvektor zur Ochlokratie (D(O/A), vgl. d), die Ochlokratie mit Rückbwärtsvektor zur Demokratie (O/A(D), vgl. e) und die Ochlokratie mit Vorbwärtsvektor zur Monarchie (O/A(M), vgl. f) wirklich entstehen. Siehe Abbildung

Wie an jeder, so sind auch z.B. an der Herrschaftsform Demokratie / Ochlokratie (D-O/A) verschiedene Varianten und verschiedene Vektoren beteiligt:
1.)die Herrschaftsform Aristokratie / Oligarchie (A, O) wegen ihrer Variante Oligarchie mit vorwärtsgewandtem Vektor Demokratie: (O(D), vgl. b);
2.) die Variante Demokratie der Herrschaftsform Demokratie / Ochlokratie (D-O/A) mit ihren beiden Vektoren:
a)Variante Demokratie mit rückwärtsgewandtem Vektor Oligarchie (D(O), vgl. c);
b)Variante Demokratie mit vorwärtsgewandtem Vektor Ochlokratie (D(O/A), vgl. d);
3.)die Variante Ochlokratie der Herrschaftsform Demokratie / Ochlokratie (D-O/A) mit ihren beiden Vektoren:
a)Variante Ochlokratie mit rückwärtsgewandtem Vektor Demokratie (O/A(D), vgl. e);
b)Variante Ochlokratie mit vorwärtsgewandtem Vektor Monarchie (O/A(M), vgl. f);
4.)die Herrschaftsform Monarchie / Tyrannis (M-T) wegen ihrer Variante Monarchie mit rückwärtsgewandtem Vektor Ochlokratie: (M(O/A), vgl. g);
Wer von Demokratierelevanz spricht, muß nicht nur die demokratische Chronologie (siehe 1. bis 4.), sondern auch die formellen Grade der demokratischen Relevanz beachten. Die formellen Grade der Demokratierelevanz richten sich danach, ob das Wort „Demokratie“ im Namen (a) sowohl der Herrschaftsform als auch ihrer Variante, (b) nur der Herrschaftsform, (c) nur der Variante, (d) des Vektorbezugs-Herrschaftsform, (e) des Vektors vorkommt.
 Name Herrschaftsform und ihre VarianteHerschaftsformVarianteVektorbezugs-HerrschaftsformVektor Wert
1.)D(O/A)D-O/A <= DD-O/ADD-O/AO/A (v)14
2.)D(O)D-O/A <= DD-O/ADA-OO (r)12
3.)O/A(D)D-O/A <= O/AD-O/AO/A D-O/AD (r)7
4.)O/A(M)D-O/A <= O/AD-O/AO/A M-TM (v)4
5.)O(D)A-O <= DA-OO D-O/AD (v)3
6.)M(O/A)M-T <= O/AM-TM D-O/A O/A (r)2
Gemäß hier Gesagtem und formell Bewertetem ist in der Phase der D(O/A) (vgl. d) die Wahrscheinlichkeit für die Existenz von Demokratie am größten.
Die Wahrscheinlichkeit für die Existenz von Ochlokratie ist in der Phase der O/A(D) (vgl. e) am größten:
 Name Herrschaftsform und ihre VarianteHerschaftsformVarianteVektorbezugs-HerrschaftsformVektor Wert
1.)O/A(D)D-O/A <= O/AD-O/AO/A D-O/AD (r)14
2.)O/A(M)D-O/A <= O/AD-O/AO/A M-TM (v)12
3.)D(O/A)D-O/A <= DD-O/ADD-O/AO/A (v)7
4.)D(O)D-O/A <= DD-O/ADA-OO (r)4
5.)M(O/A)M-T <= O/AM-TM D-O/A O/A (r)3
6.)O(D)A-O <= DA-OO D-O/AD (v)2
Varianten, die auch über ihre Vektoren an die eigene Herrschaftsform gebunden sind, charakterisierten diese mehr als solche Varianten, die nicht über ihre Vektoren an die eigene Herrschaftsform gebunden sind.
Daraus folgt, daß jede Variante einer Herrschaftsform gewisse Wahrscheinlichkeiten aufweist:
WahrscheinlichkeitWertWahrscheinlichkeitWertWahrscheinlichkeitWertWahrscheinlichkeitWertSumme
M(O/A)Monarchie12Tyrannis4Ochlokratie3Demokratie221
M(T)Monarchie14Tyrannis721
T(M)Tyrannis14Monarchie721
T(A)Tyrannis12Monarchie4Aristokratie3Oligarchie221
A(T)Aristokratie12Oligarchie4Tyrannis3Monarchie221
A(O)Aristokratie14Oligarchie721
O(A)Oligarchie14Aristokratie721
O(D)Oligarchie12Aristokratie4Demokratie3Ochlokratie221
D(O)Demokratie12Ochlokratie4Oligarchie3Aristokratie221
D(O/A)Demokratie14Ochlokratie721
O/A(D)Ochlokratie14Demokratie721
O/A(M)Ochlokratie12Demokratie4Monarchie3Tyrannis221

Von den jeweils zwei Varianten einer Herrschaftsform hat stets die eine einen Rückwärtsvektor entweder zu einer Variante fremder Herrschaftsform (so bei: M(O/A), A(T), D(O)) oder zu einer Variante eigener Herrschaftsform (so bei: T(M), O(A), O/A(D)) und die andere einen Vorwärtsvektor entweder zu einer Variante eigener Herrschaftsform (so bei: M(T), A(O), D(O/A)) oder zu einer Variante fremder Herrschaftsform (so bei: T(A), O(D), O/A(M)). Die Varianten mit einem Vorwärtsvektor zu einer Variante eigener Herrschaftsform (so bei: M(T), A(O), D(O/A)) oder einem Rückwärtsvektor zu einer Variante eigener Herrschaftsform (so bei: T(M), O(A), O/A(D)) charakterisieren ihre Herrschaftsform etwas mehr als diejenigen mit einem Vorwärtsvektor zu einer Variante fremder Herrschaftsform (so bei: T(A), O(D), O/A(M)) oder einem Rückwartsvektor zu einer Variante fremder Herrschaftsform (so bei: M(O/A), A(T), D(O)).

Das Formelle deckt sich natürlich nicht oder nur selten mit dem Empirischen, und das gilt natürlich auch für die Zyklen der Herrschaftsformen, worauf ich ja auch schon hingewiesen habe. ** ** ** **

Daß übrigens Ausnahmen (z.B. Tyrannen wie der absolutistische König Ludwig XIV. [b], der nationalistische Kaiser Napoleon [d] oder der nationalsozialistische Führer Hitler [e]) zur Regel auftreten und sich mitunter zu Regeln machen (wollen), obwohl ihre Herrschaft eigentlich einer ganz anderen Zeit angehört, steht nicht im Widerspruch zu meiner Kulturtheorie (einschließlich: Herrschaftsformentheorie), die eine Zyklentheorie ist. Als z.B. Ludwig XIV. (b) regierte, war die Herrschaftsform Monarchie / Tyrannis als Trend noch nicht völlig - und vor allem: nicht überall (!) - überwunden, denn die mittlere „Sommer-“, also die „Hochsommerphase“ (b) ist noch nicht ganz frei von Monarchie / Tyrannis (**), obwohl sie der „klassischen“ Definition gemäß der Aristokratie / Oligarchie, genauer der Oligarchie mit Tendenz zur Demokratie angehört: O(D) (**). Anders sieht es für die Kulturphasen, in denen Napoleon (d) und Hitler (e) versuchten, dem allgemeinen Trend zu widerstehen, aus, denn sie sind - als D(O/A) (Demokratie mit Tendenz zur Ochlokratie **) und als O/A(D) (Ochlokratie mit Rückbindung zur Demokratie **) - frei von Monarchie / Tyrannis - abgesehen von dem Zyklus 0 allerdings (**). Man darf nicht vergessen, daß es um vorherrschende Formen - nicht im Sinne von „Mode“ o.ä., sondern im Sinne von Macht - geht. So gesehen waren Napoleon und Hitler „lediglich“ sehr mächtige „Gegen-den-Strom-Schwimmer“ oder „Antithetiker“ (teilweise gilt das sogar schon für Ludiwg XIV.), und so nennen sich ja für gewöhnlich auch „Revolutionäre“ oder „Linke“.

Die Klagen über den Mangel an Demokratie in der heutigen westlichen Gesellschaft beinhalten selbst auch einen Mangel, weil die Kläger nicht berücksichtigen, daß:
die Demokratie niemals wirklich und zu 100% existieren kann (das betrifft übrigens alle Herrschaftsformen und ihre Varianten);
die Demokratie schon vor längerer Zeit zu Ende gegangen ist, und zwar zu der Zeit, als man meinte, sie begänne erst so richtig;
die Ochlokratie der ersten Phase (e), also die Ochlokratie mit Rückbindung zur Demokratie (**) die Demokratie ablöste;
die Ochlokratie der zweiten Phase (f), also die Ochlokratie mit Tendenz zur Monarchie (**) schon etwa 1990 begann.
Für alle Herrschaftsformen und ihre Varianten gilt, daß sie nie stillstehen und nie vollendet werden, sondern immer nur in Bewegung sind und entweder auf- oder abgebaut werden. **

Man darf sich die Herrschaftsformen nicht als völlig feste Größen vorstellen, um zu verstehen, warum sie eingebettet sind in Kulturformen und einem Zyklus folgen. Eine Herrschaftsform bzw. eine ihrer Varianten mit einem ihrer Vektoren kann nämlich durchaus auch in einer Zeit vorkommen, die zu einer anderen Herrschaftform bzw. einer ihrer Varianten mit einem ihrer Vektoren gehört. Sie wäre dann eben nicht zeitgemäß, einfach nur eine Ausnahme der Regel bzw. - wie meistens - ein Widerstand, ein „Antithetiker“ gegen die dominierende Herrschaftsform, wie bereits gesagt. **

Summa summarum läßt sich feststellen, daß die Herrschaftsform Monarchie / Tyrannis (M-T) und die Herrschaftsform Aristokratie / Oligarchie (A, O) fast immer möglich sind und - im Vergleich dazu - die Herrschaftsform Demokratie / Ochlokratie (D-O/A) nur selten möglich ist, daß aber ansonsten ein Zyklus feststellbar ist, wie ich ihn eben beschrieben habe und daß bei diesem Zyklus eine Relation zwischen Herrschafsformen und Kulturphasen erkennbar ist. Wenn also unsere heute dominierende Herrschaftsform-Variante Ochlokratie mit dem vorwärtsgewandten Vektor Monarchie - O/A(M)  (**|**) - auf ihrem Weg zur Monarchie auch tyrannische oder andere Eigenschaften zeigt und zeigen wird, so ändert das grundsätzlich nichts an ihrem „Kurs“ mit dem Ziel M(O/A): Herrschaftsform-Variante Monarchie mit dem rückwärtsgewandten Vektor Ochlokratie. Erinnert sei an Cäsar, dessen Herrschaft von nicht wenigen Historikern als „Tyrannis“ und von manchen Historikern als „Monarchie“, aber wohl von den meisten einfach nur als „Diktatur“ bezeichnet wurde und wird, obwohl ich sie gemäß meiner Kulturtheorie und meiner Herrschafsformentheorie als einen Teil, und zwar den bedeutsamsten und also wichtigsten, aber auch letzten, weil abschließenden Teil der von mir allgemein als Cäsarismus oder Befruchtung (**) bezeichneten Kulturphase (f) verstehe, die gleichzeitig eine Phase der Herrschaftsform-Variante Ochlokratie mit dem vorwärtsgewandten Vektor Monarchie - O/A(M) - ist.

Das Jahrzehnt von 2010 bis 2019, spätestens aber das Jahrzehnt von 2020 bis 2029 könnte uns z.B. eine mit der Reformbewegung der Brüder Tiberius Sempronius und Gajus (C.) Sempronius Gracchus vergleichbare Situation „bescheren“, die nicht nur laut Heinsohn mit dem Sieg der „großflächigen Latifundien .., die im Eigentum freier römischer Bürger“ (**) waren und auf einem bis dahin nie erreichten Umfang an Sklavenarbeit beruhten, endeteten; und 2050 könnte z.B. „unser Cäsar“ schon geboren werden. **

Gingen die Römer erst nach langem Zögern und wegen nicht mehr wieder rückgängig zu machender Reformen von Tiberius Sempronius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus (das „Recht, aus dem Imperium Nutzen zu ziehen [ein Recht, das ... durch Tiberius und Gaius Gracchus festgelegt worden war], hatte begonnen, die Traditionen der Außenpolitik zu durchbrechen“ [**]) sowie später die Neuregelung von Lucius Cornelius Sulla zum ungehemmten Imperialismus über, also zu dem mit Gebietszuwachs / Expansion / Annexion (**) zwecks wirtschaftlicher Ausbeutung, so müssen wir davon ausgehen, daß die abendländischen Imperialisten, weil sie diesbezüglich nicht zögerten und immer noch nicht zögern, sondern - genau im Gegenteil - jede Chance zur Totalausbeutung bis in den letzten kleinsten Winkel hinein nutzen und nutzen, so werden sie wahrscheinlich in baldiger Zukunft wegen ähnlicher nicht mehr wider rückgängig zu machender Reformen entweder (a) den gesamten Globus menschenfeindlich machen und also die Menschen zum Aussterben bringen oder (b) ihren Wahnsinn, den bislang größten der gesamten Geschichte, aufgeben müssen zugunsten anderer, die vielleicht aufgrund ihrer „Verwestlichung“ auch nicht mehr viel anders vorgehen werden, aber immerhin den Wiederaufbau dessen, was die Westler aufgeben mußten, erst unter nicht unerheblichem Zeitaufwand zu leisten in der Lage sein würden.

Wenn die Gracchen mit einem angeblich „sozialen“ und in Wirklichkeit mit einem nur ihren Klienten zugute kommenden Engagement Politik - nämlich Wirtschaftspolitik - betrieben, so ähnelt das sehr unseren heutigen Politikern mit ihrer ebenfalls angeblich „sozialen“ und in Wirklichkeit nur ihren Klienten (Lobby) dienenden Wirtschaftspolitik, die beispielweise die reicheren Menschen in den ärmeren Ländern der EU reicher macht auf Kosten der weniger reichen Menschen in den reicheren Ländern der EU. Aus Sicht des Nehmer/Geber-Verhältnisses ist der einzige Unterschied zwischen den Gracchen und den EU-Kraken der, daß die Gracchen das für ihre Kleptokratie benötigte Geld außerhalb des Römischen Reiches stahlen, die heutigen Europäer aber das für ihre Kleptokratie benötigte Geld innerhalb Europas (in Deutschland!) stehlen. Allein das Wort „Wirtschaftspolitik“ verrät schon, das etwas faul ist an der Politik, denn eine echte Wirtschaft - eine Marktwirtschaft - braucht keine Politik als Wirtschaftspolitik, sondern eine Politik, die die Wirtschaft mit Rahmenbedingungen flankiert, die selbst nicht wirtschaftlicher Art, sondern verwaltungstechnischer und juristischer Art sind. Wörter wie „Wirtschaftspolitik“, „Finanzpolitik“, „Sozialpolitik“, „Familienpolitik“, „Frauenpolitik“, „Genderpolitik“, „Jugendpolitik“, „Ausländerpolitik“, „Einwanderungspolitik“, „Umweltpolitik“, „Energiepolitik“, „Verteidigungspolitik“ u.v.a. sind irreführende, propagandistische, weil rhetorische Wörter, um die von der Lobby gekaufte Politik in die Praxis umsetzen zu können. Bei uns regiert nicht mehr der Staat, die real Regierenden sind keine staatlichen, denn sie regieren aus ihrer Dunkelheit, aus der sie auch gekommen sind, heraus. Und weil sie das nur tun können, indem sie ihre Betätigungsfelder in die Politik einschmuggeln - u.a. eben auch unter Zuhilfenahme jener rhetorischen Wörter -, können sie immer mehr Politiker kaufen, die wie privatisierte, also entstaatlichte Beamte das, wofür sie bezahlt werden, in die Praxis umsetzen müssen.

Der Staat ist eine durch repräsentativ aktualisiertes Zusammenhandeln einer menschlichen Gemeinschaft andauernd sich erneuernde Struktur der Herrschaft, die die gemeinschaftlichen Akte auf einem bestimmten Gebiet in letzter Instanz ordnet. Anknüpfend an Aristoteles formulierte Polybios die Auffassung von der Abfolge der Staatsformen besonders anschaulich-schlüssig, und zwar im Sinne der Vorstellung vom zyklischen Ablauf der Geschichte, die der linearen Betrachtungsweise widerspricht, da sie strikt von dem ständigen Kreislauf des historischen Geschehens ausgeht (**). Vgl. Historische Konstanten. Hannah Arendt teilte die politischen Systeme in liberale, demokratische, autoritäre und totalitäre. **

Das „Oberhaupt (der Souverän) ... ist sofern nur ein (das geamte Volk vorstellendes) Gedankending, als es noch an einer physischen Person mangelt, welche die höchste Staatsgewalt vorstellt und dieser Idee Wirksamkeit auf den Volkswillen verschafft. Das Verhältnis der ersteren zum letzteren ist nun auf dreierlei verschiedene Art denkbar: entweder das einer im Staate über alle, oder daß einige, die einander gleich sind, vereinigt über alle andere, oder daß alle zusammen über einen jeden, mithin auch über sich selbst gebieten; d.i. die Staatsform ist entweder autokratisch oder aristokratisch oder demokratisch (**). .... Alle wahre Republik ... ist und kann nichts anderes sein als ein repräsentatives System des Volks, um im Namen desselben durch alle Staatsbürger vereinigt, vermittelst ihrer Abgeordneten ihre Rechte zu besorgen. .... Der Staat ist ein Volk, das sich selbst beherrscht. (Immanuel Kant, Metaphysik der Sitten, Rechtslehre, 1785, § 51 [II , S. 167], § 52 [III, S. 169f.] III, S. 295).

Für den Historiker, Theologen und Gymnasiallehrer Karlheinz Weißmann ist das für die Zukunft so relevante „Kernproblem ... das Verschwinden des Staates, der auch die Voraussetzung der Demokratie bildet. Der Staat erodiert an der Basis durch die Auflösung der tragenden Institutionen und verliert sich nach oben durch die Einfügung in immer andere, immer neue, unkontrollierbare Strukturen, die theoretisch oder praktisch seine Souveränität aufzuheben suchen. Verglichen mit diesem Problem (**) ist die Frage nach der Zukunft der Demokratie sekundär.“ (Karlheinz Weißmann, Post-Demokratie, 2009, S. 81-82 **). Jeder echte Historiker kann dem nur zustimmen.


Individualform, Kollektivformen, Universalform

Entweder man ist allein oder zusammen oder nicht. Echtes Zusammensein gibt es nur für Kollektivwesen. Das Wort „Kollektiv“ ist zwar schon sehr häufig mißbraucht worden, doch dieser Mißbrauch ist kein Grund dafür, das Positive am Kollektiven zu loben, nämlich das Gemeinschaftliche als das positive Zusammensein.

IndividualformK O L L E K T I V F O R M E NUniversalform
K L E I N EM I T T L E R EG R O S S E
Einzelwesen
(„Individuum“)
„Individuum“„Individuum“„Individuum“„Individuum“
Paar
(Ehe u.ä.)
FamilieSippeStammNationKultur„Universalkultur“
(„Menschheit“)
„Universalkultur“ („Menschheit“)„Universalkultur“ („Menschheit“)„Universalkultur“ („Menschheit“)„Universalkultur“ („Menschheit“)
Organisationssystem (**) wie z.B. Unternehmen, Staat, „Superorganismus“ (**), „Energon“ ()
Vgl. die Beispiele zur Rationalitätenfalle, bei der Individualrationalität und Kollektivrationalität in Konflikt geraten (**|**)

Eine kranke Gemeinschaft erkennt man daran, daß sie „Gesellschaft“ nur noch sein will, denn sie will nur noch aus „Individuen“ bestehen, mit uneinlösbaren und die Umwelt völlig zerstörenden „Menschenrechten“, die letztlich auch sie selbst zerstören, ihren Traum von der „Menschheit“ wie eine Blase zerplatzen lassen. Nicht-kollektive Formen erkennt man daran, daß sie dauerhaft nicht realisierbar sind. Individualform und Universalform werden besonders in Zeiten der Dekadenz („Zivilisation“) gewählt, als das „Moderne“ gepriesen und als Symptom auch dann meist nicht erkannt, wenn der Untergang schon fast vollendet ist. Individualform und Universalform sind Zeichen der Dekadenz. Kollektivformen sind für jede Art des menschlichen Zusammenseins die gesunden Formen; die kleinste ist das Paar, die größte die Kultur (sie alle können auch - nicht nur wirtschaftlich gesehen - „Organisationssysteme“ [**] bzw. „Superorganismen“ [**] genannt werden); die „warmen“, kleinen (Paar, Familie) werden von den Dekadenten deshalb angegriffen, weil sie im Grunde sehr viel stabiler sind als die „kalten“, großen (Nation, Kultur). **

6) Kultur
5) Nation
(4) Stamm
(3) Sippe
(2) Familie
(1) Paar
KLEIN (1, 2), MITTEL (3, 4), GROSS (5, 6)

Je kleiner die Kollektivform, desto stabiler ist sie. Wegen dieser Regel ist jeder kollektive Zerfallsprozeß immer begleitet vom Willen zur Zerstörung der kleinen Kollektivformen. Die Regel besagt nämlich implizit auch, daß die Existenz der großen und mittleren Kollektivformen von den kleinen abhängig ist. Die Bedeutung dieser Regel steigt daher mit zunehmender Anzahl an Kollektivformen. Anders formuliert: Je größer die Anzahl der mittleren und großen Kollektivformen, desto mehr steigt die Belastung der kleinen. Politiker (besonders unsere beruflichen Parteipolitiker), Juristen und andere Interessengruppen gaukeln vor, daß es auch umgekehrt oder (noch wahnsinniger) sogar ohne Kollektivformen gehen könne, doch das beweist nur, daß gerade sie, weil sie es doch eigentlich wissen, am meisten lügen.

Nicht-kollektive Formen (Individualform, Universalform) sollen gemäß dem Willen ihrer Befürworter alle Kollektivformen zerstören, und wenn die größte Kollektivform, die Kultur, gestorben ist, dann ist es ihnen auch zum größten Teil gelungen, aber nicht zu dem Preis, den sie angeblich gerne hätten - daß die nicht-kollektiven Formen schon bald an die Stelle der Kollektivformen treten würden (jedenfalls gibt es dafür bisher kein Beispiel) -, sondern zu dem Preis, daß sie als Symptom genauso verschwinden werden wie zuvor der von ihnen zerstörte Teil der Kollektivformen. Jeder Versuch, eine Kollektivform durch die Individualform oder die Universalform zu ersetzen, führt letztlich über Kriege brutalster Art in Untergang und Tod. Die größtmögliche Zerstörung der im Grunde unzerstörbaren kleinen Kollektivformen beschleunigt den Zerfall der großen Kollektivformen natürlich am meisten. Am Zerstörungsgrad kleiner Kollektivformen ist der Untergang großer Kollektivformen direkt erkennbar.

Die deutschen Stämme als ein Beispiel für die Gemeinschaftsformen mittlerer Art (**|**|**) sind seit dem Wiener Kongreß (**) immer mehr „zerrissen“ worden: seitdem sind die deutschen Stämme zwei, drei, vier oder noch mehr verschiedene Neu-Gemeinschaftsformen verteilt worden, weil die politischen Grenzen immer wieder neu gezogen worden waren. Seitdem sind z.B. die Westfalen Teil der 1816 neugegründeten preußischen Provinz Westfalen, Teil des mittel- und südwestlichen Königreichs Hannover, Teil des Fürstentums Schaumburg-Lippe, Teil der Grafschaft Waldeck-Pyrmont, seit 1929 zusätzlich Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau, (Eingliederung Waldecks), seit 1949 Teil der neugegründeten Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen. Ein anderes Beispiel sind die Franken, die Teil Bayerns, Baden-Württembergs und Hessens sind, oder die Schwaben, die Teil Bayerns und Baden-Württembergs sind, oder die Rheinischen, die in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland beheimatet sind, oder die Brandenburger, die komplett in Brandenburg und Berlin, aber zum Teil auch in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen zuhause sind. Diese „modernen“ Verhältnisse treffen auf alle tradtionellen deutschen Stämme zu (auch Bayern gibt es nicht nur in Bayern, sondern auch in Österreich und Italien). Die abscheuliche, zutiefst kriminelle Vertreibung deutscher Stämme aus Ostdeutschland (u.a. Pommern, Schlesien, Posen, Danzig, Westpreußen, Ostpreußen, Memel, Sudeten, Prag und anderen Teilen Böhmens) sowie Ost- und Südosteuropa (**) kam noch als Vermischung hinzu, weil viele der Vorfahren dieser Vertriebenen ursprünglich (zumeist im 11., 12., 13. Jh.) aus anderen west- und mitteldeutschen Gebieten kamen als denen, in denen sie aufgenommen wurden.

Die Veränderungen der mittleren Gemeinschaftsformen haben - so tragisch sie in vielen Fällen und so furchtbar kriminell sie auch seitens der Bolschewisten und ihren Mitläufern auch gewesen sind (!) - nicht die Umwälzungen gebracht, die die Zerstörer aller Gemeinschaftsformen gern gehabt hätten. Die Zerstörung der Gemeinschaftsformen kleinster bzw. wärmster und größter bzw. kältester Art (**|**|**|**) ist da effektiver, und zwar am effektivsten mit den „Werkzeugen“ des Nihilismus (**|**|**|**). Zuletzt jedoch sind leider alle Gemeinschaftsformen gleichermaßen betroffen, d.h. im Falle des nihilistischen „Erfolges“: zerstört. Ist eine Gemeinschaftsform im Aufbau, also jung, ist sie sehr erfolgreich, fast unbezwingbar, jedenfalls erfolgreicher als jeder Zerstörungsversuch; ist sie aber im Abbau, also alt, ist sie immer weniger erfolgreich, wird immer mehr in Frage gestellt und zuletzt, wenn es für sie ganz schlecht läuft, völlig zerstört.

Gemeinschaften sind deshalb am erfolgreichsten, weil sie vom Gemeinschaftssinn, von der Bindung - eben: vom Gemeinchaftlichen - getragen werden. Innerhalb der Gemeinschaft darf es zwar auch gesunde Egoisten geben, doch nach außen hin darf es immer nur um die jeweilige Gemeinschaft gehen, zu der man gehört. Eine im gesunden Sinne egoistisch motivierte gegenseitige Hilfe dient ja sogar der Gemeinschaft. Aber eine „Gesellschaft“ bleibt eine chaotische Gruppe von Egoisten dann, wenn sie diese auch nach außen hin ist. Eine Gesellschaft, die gleichzeitig keine Gemeinschaft ist, ist erfolglos. Sogar eine „Welt“-Gesellschaft, falls deren Bildung in der Zukunft überhaupt gelingen würde, müßte auch eine „Welt“-Gemeinschaft sein, um erfolgreich sein zu können. Wenn sie das nicht sein würde, würde sie das Ende der Menschheit bedeuten. Nur eine Gemeinschaft ist erfolgreich, denn sie ist nach außen hin erfolgreich. Eine Gesellschaft kann es nur sein, wenn sie nach außen hin keine Gesellschaft, sondern eine Gemeinschaft bildet. Eine Gemeinschaft aber ist auch dann erfolgreich, wenn sie nach innen hin eine Gesellschaft bildet. Mit anderen, einfachen Worten: Wenn wir nach außen hin nicht zusammenhalten, folgt die Niederlage, der Untergang.

Organisationssysteme“ (**), ob rein wirtschaftlich oder im wirtschaftlichen Interesse politisch handelnd, werden z.B. dann besonders gefährlich, wenn sie in die Nähe der Universalform kommen (**) - wie das in modernen Unternehmen und Staaten immer mehr der Fall ist. In der heutigen Zeit des abendländischen Globalismus nennen sie sich dementsprechend ja auch sogar: „Globale Spieler“ („global players“). Ähnlich wie z.B. Peter Mersch „Organisationssysteme“ definiert, so definiere ich Kultur(en), wobei auch ich davon ausgehe, daß derartige Organisationsysteme als „Superorganismen“ (**) seit der Moderne sogar dabei sind, auch biologisch einen ähnlich großen evolutionären Sprung („Komplexitätssprung“) zu vollziehen wie vor ihnen die erfolgreichen Organismen. Organisationssysteme beinhalten Organismen, die Zellen beinhalten. (Zellen [Einzeller] sind autopoietische Systeme erster Ordnung; Vielzeller [Organismen] sind autopoietische Systeme zweiter Ordnung; Organisationssysteme sind autopoietische Systeme dritter Ordnung **). Mersch begründet seine sympathische Theorie vor allem mit biologisch-evolutionstheoretischen, ökonomischen und demographischen Argumenten, ich meine Theorie vor allem mit biologisch-evolutionstheoretischen, ökologischen, ökonomischen, demographischen und kulturgeschichtlichen. Unsere Theorien treffen sich also argumentativ in nicht wenigen Bereichen. Mersch vernachlässigt, wie ich finde, die Kulturgeschichte zu sehr, auch definiert er die Begriffe „Kultur“, „Zivilisation“ und „Moderne“ zum Teil anders als ich (**). In meiner Theorie ist eine Kultur erst dann auch Zivilisation, wenn sie „erwachsen“ bzw. modern geworden ist. Kultur ist hier stets als Oberbegriff gemeint. Genauer: Kultur als Hyperonym (Superordination) umfaßt auch Zivilisation als Hyponym (Subordination), auch Moderne als Hyponym (Subordination). Kultur ist gemäß meiner Theorie vor allem als eine  G e m e i n s c h a f t s f o r m  - in etwa so wie ein  K u l t u r k r e i s  - zu verstehen, und zwar bezogen auf zwei Erscheinungen:
(1.) „Menschen-Kultur“ (Evolution bzw. Geschichte der Menschheit) als ein bis heute doch ziemlich abstrakt gebliebener „Kulturkreis“, da die Kultur dieser einen Menschheit ja konkret kaum existiert.
(2.) „Historien-Kultur“ als die aus bislang acht unterschiedlichen „Historien-Kulturen“ bestehende „Historiographie-Kultur“, und das heißt: die „Moderne der Moderne der Menschen-Kultur“ bzw. die „Historiographie-Kultur der Historisierung der Menschen-Kultur“ oder aber sogar die „Zivilisation der Zivilisation der Menschen-Kultur“.
Man kann die Entwicklung der Menschheit evolutiv und/oder histori(ographi)sch beschreiben, aber sie blieb so lange nur evolutiv, so lange ihr die Schrift fehlte - also ist sie erst seit Beginn der Schrift zusätzlich auch historiographisch. Gemäß meiner Theorie ist die Schriftlichkeit - zusätzlich zu der ihr vorausgegangenen Seßhaftigkeit, der „Neolithischen Revolution“, den ersten Städten u.ä. - der Grund für die Notwendigkeit der Aufteilung einer Erscheinung in zwei Erscheinungen: „Menschen-Kultur“ (Evolution bzw. Geschichte der Menschheit) und die in ihr enthaltene „Historiographie-Kultur“ („Historien-Kultur“) mit den unterschiedlichen „Historien-Kulturen“. Die Aufteilung in diese beiden menschlichen Kulturphänome ist auch aus folgendem Grund sehr sinnvoll: Die „Menschen-Kultur“ hat bis heute keine wirkliche Einheit bzw. kein wirkliches Organisationssystem werden können, ihre einzelnen „Historien-Kulturen“ dagegen sehr wohl. Die „Menschen-Kultur“ ist also bis heute sehr blaß und abstrakt geblieben - ganz im Gegenteil zu ihren „Historien-Kulturen“.
(1.) Die „Menschen-Kultur“ umfaßt die Evolution bzw. die Geschichte der Menschheit - das heißt: die „Prähominisierung“, „Hominisierung“, „Sapientisierung“, „Historisierung“. Mit ihrer „Moderne“ als ihrer „Historisierung“ beginnt auch ihre „Zivilisation“, obwohl „Moderne“ und „Zivilisation“ nicht genau dasselbe bedeuten.
Die Menschwerdung ist noch lange nicht beendet! Sie wird definitiv erst mit dem Tod des letzten Menschen beendet sein. Das letztmalige echte Gefühl der Zusammengehörigkeit der Menschen als eine Menschheit war vielleicht die „Mondlandung“ (1969). Aber Einrichtungen wie die UNO, die ein historienkulturelles - nämlich ein abendländisches (und innerhalb des Abendlandes ein angelsächsisches und also ein genuin sehr wikingerhaftes [Motto: „Nimm dir, was du haben willst“], zu „individuelles“ und deshalb unbrauchbares) - Konstrukt ist, oder die WTO dienen nur der Minderheit (4%) einer Minderheit (20%) aller Menschen (100%). UNO, WTO, Weltbank und IWF sind also eher Beispiele dafür, daß ein Zusammengehörigkeitsgefühl aller Menschen eben gerade nicht entstehen soll und wird. Die echten Gefühle dafür müssen aus der kulturellen Seele selbst kommen.
(2.) Die „Historien-Kultur“ ist die aus den 8 Historienkulturen bestehende „Moderne der Menschen-Moderne“ - das heißt: „Moderne der Moderne der Menschen-Kultur“ bzw. „Historiographie-Kultur der Historisierung der Menschen-Kultur“ oder eben sogar „Zivilisation der Zivilisation der Menschen-Kultur“.
„Historien-Kultur“ bedeutet somit einerseits die Moderne der Moderne der Menschen-Kultur und andererseits die eigenartigen und sich unterschiedlich beeinflussenden Historien-Kulturen (in der Fachliteratur oft „Hochkulturen“ oder auch einfach nur „Kulturen“ genannt), für die gilt: je näher, desto mehr Berührungen, gegenseitiger Einfluß und also Beziehungen, aber auch entschiedene Abgrenzung voneinander (vgl. folgende Abbildung):
In meiner Theorie sind Kulturen im allgemeinen und im besonderen als den Lebewesen sehr ähnlich aufzufassen. Außerdem sind alle Historienkulturen als Abweichungen (besonders in der künstlerischen Art bzw. Form) von der Menschenkultur zu verstehen, in die sie über ihre Modernen bzw. Zivilisationen allmählich wieder einmünden - allerdings auf jeweils andere, nämlich kulturspezifische Art und Weise. Insofern und auch aufgrund anderer Hypothesen, z.B. auch der über die „vorgeburtliche“ Existenz einer jeden Kultur, unterscheidet sich meine Kulturtheorie auch sehr von allen bisherigen mir bekannten Kulturtheorien.
Die abendländische Kultur ist übrigens die einzige Kultur, die es tatsächlich geschafft hat, den Globus zu erobern und also ihre Globalisierung - sie ist grundsätzlich Absicht, Ziel bzw. Finalität jeder Kultur (ähnlich dem Motto: „Ausdehnung ist alles“) - in eine Wirklichkeit umzusetzen. Um das zu können, muß man aber zunächst noch nicht so wirtschaften wie heute, sondern zuvor (!) eine kulturelle Gemeinschaft gebildet haben. Kulturelle Gemeinschaft - vor allem als Gefühl (!) - ist die Voraussetzung dafür, nicht ihre Wirtschaft, die lediglich eine Folge davon ist, wenn auch bald so stark, daß sie gerade das historienkulturelle Gemeinschaftsgefühl fast ganz in den Schatten zu stellen vermag und als ein „Motor“ für die oben erwähnte Einmündung der Historienkulturen in die Menschenkultur fungiert, obwohl diese Einmündung bisher noch nie so richtig geklappt hat, weil die Menschenkultur ein zu sehr abstraktes und also zu wenig konkretes Gebilde ist. Die abendländische Kultur hat also wegen ihrer tatsächlich realisierten Eroberung des Planeten Erde die Möglichkeit zum Beweis, ob ihr eine solche Einmündung gelingt (dafür müßte sie alle anderen Menschen und damit alle anderen noch existierenden Kulturen integrieren [ich persönlich glaube, daß sie gerade das nicht kann]). Die Wirtschaft hat sich im Abendland bereits viel zu sehr von der Kultur als der Gemeinschaft getrennt, und die Kulturgemeinschaft selbst ist offensichtlich nicht mehr fähig, die Wirtschaft zu zähmen. Die abendländische Wirtschaft hat sich von der abendländischen Kultur so sehr „emanzipiert“, daß sie neben anderen abendländischen Erscheinungen eine ziemlich große Gefahr für den Untergang des Abendlandes bedeutet.
Peter Mersch definiert auch den Begriff „Globalisierung“ zum Teil anders als ich (**). Gemäß meiner Theorie ist Globalisierung die Geschichte einer jeden Historienkultur, besonders die des Abendlandes. Die Kulturgeschichte des Abendlandes ist eine Geschichte der Globalisierung. Nachdem die drei für das Abendland unentbehrlichen Faktoren aufeinander getroffen waren - Germanentum, Römerreich, Christenheit -, wurde sie mittels einer zunächst noch wenig konkrete Formen annehmende „Mythomotorik“ des jungen Abendlandes möglich. Der Gedanke an ein Reich spielte also von Beginn an eine ganz besonders wichtige, weil „kulturgenetisch“ bedingte Rolle, nämlich reichshistorisch (römisch), reichsreligiös (christlich) und reichskybernetisch (germanisch), denn eine „Kultur“ kann nur dann Kultur werden, wenn sie auch sich selbst steuern kann. Ohne die Germanen gäbe es keine Abendland-Kultur, kein Europa. Ohne die Germanen hätte sich das Abendland nicht zu einer selbständigen Kultur entwickeln können. Die Germanen sind die Gründer Europas.
Wer von „Globalisierung“ spricht, kann dreierlei meinen: (a) Globalisierung als Kulturgeschichte, (b) Globalisierung als eine kulturgeschichtliche Phase (Globalismus, Cäsarismus, Zeusiokratie u.ä. [**]), (c) Globalisierung als eine absolute Dominanz der globalen Wirtschaft (Weltwirtschaft, Globalwirtschaft, Globalkapitalismus u.ä.). Zwei (b und c) dieser drei Definitionen kann man zusammenfassen, weil das von der heutigen Öffentlichkeit „Globalisierung“ genannte Phänomen sowohl ein Ausdruck des Zeigeistes im Sinne der erwähnten abendländischen Kulturphase (vgl. b) ist als auch die Dominanz der ja vom Abendland hervorgebrachten und dominierten Globalwirtschaft (vgl. c) bezeichnet. Aber das, was „Globalisierung“ dem Ursprung nach bedeutet, ist den meisten Menschen gar nicht mehr bewußt.
Der Globalismus ist eine Kulturphase, nicht aber die Globalisierung, denn diese wird häufig lediglich als ein wirtschaftliches Phänomen begriffen - im Sinne der Welt- bzw. Globalwirtschaft, des Globalkapitalismus.
Globalismus als Kulturphase bedeutet auch Befruchtung und, daß diese Phase allen Akteuren alle Möglichkeiten schenkt. Doch deren Auswirkungen können positiv, aber auch negativ sein. Diese Phase ist so offen wie keine andere Phase; in ihr sind alle Chancen gegeben; in ihr werden die Karten neu gemischt (und verteilt !); es wird gewürfelt, und wer kein Glück hat oder die Gelegenheiten verpaßt, ist erst einmal draußen - vielleicht auch für immer. Das Abendland steht erst am Anfang dieser Phase und sollte sich nicht von ihren Verlockungen des Allen-alles-Versprechens leiten lassen oder sich etwa darauf verlassen oder gar berufen, daß die anderen 7 Kulturen diese Phase glücklich erlebt oder überlebt haben. Keine der anderen 7 Kulturen war eine so extreme Globalisierungskultur wie das Abendland!Eine sehr interessante Frage, ob das für die Zukunft der abendändischen Menschen, ja sogar für die Zukunft aller Menschen (mehr) positive oder (mehr) negative Auswirkungen haben wird!
Es ist durchaus möglich, daß die von Peter Mersch beschriebenen „Organisationssysteme“ (**|**) der „Moderne“ einen bedeutenden, vielleicht sogar den bedeutendsten Beitrag (er ist seit Beginn der abendländischen Moderne exponentiell gestiegen), zur weiteren Entwicklung leisten, aber ob dieser positiv oder negativ zu bewerten ist, wird erst die Zukunft zeigen können, denn der Globalismus als Kulturphase (Befruchtung oder Cäsarismus) hat gerade erst begonnen, muß aber beendet sein, um sich darüber ein Urteil bilden zu können. Hier wäre eine Prognose angebracht. **


Ideologien des Totalitarismus

Der Totalitarismus ist eindeutig ein Phänomen der Moderne. Was für die Moderne auf der allgemeinen Ebene gilt, das gilt für den Totalitarismus auf der politischen und ökonomischen Ebene. Ideologien des Totalitarismus sind Ideologien der Moderne; darum unterscheiden sie sich im Grunde auch nicht so sehr.

‹- Moderne Ideologien (Totalitarismen) -›
 Links-SozialismusLiberalismusRechts-Sozialismus
Ideologem: „Gemeinschaft“XX
Ideologem: „Individualität“ X 
Ideologem: „Freier Markt / Eigentum“ XX
Ideologem: „Eine Welt“XX 

Im Totalitarismus - das heißt: in der Moderne - verfolgen die drei hauptsächlichen Ideologien entweder „gemeinschaftliche“ (Links- und Rechts-Sozialismus) oder „indivduelle“ (Liberalismus) Ziele. Sie plädieren für den „freien Markt“ - ganz explizit totalitär als Liberalismus oder immerhin bedingt als Rechts-Sozialismus - oder lehnen diesen ganz explizit totalitär ab (Links-Sozialismus). Sie wollen die „Eine Welt“ („Universalkultur“ als „Monokultur“) - ganz explizit totalitär als Liberalismus oder immerhin bedingt als Links-Sozialismus - oder lehnen diese ganz explizit totalitär ab (Rechts-Sozialismus). Übrigens vertritt nur der Liberalismus ein nicht auch von einer der anderen beiden hier genanntenen Ideologien vertretenes Ideologem: „Individualität“. Andere als die drei hier genannten modernen Ideologien bleiben entweder bis zum Ende der Moderne ohne Erfolg oder als Varianten dieser totalitaristischen Ideologien ohne Einfluß.

Moderne Ideologien sind immer Totalitarismen, das heißt: deren „Ziele“ werden immer auf totalitäre Weise vertreten und verteidigt. Ihre Gegner werden stets gleichgeschaltet oder mundtot gemacht, körperlich und/oder seelisch bzw. geistig getötet, und was dabei schlimmer ist, können nur die jeweiligen Opfer beurteilen. Totalitaristische Ideologien lassen entweder nur den Staat oder nur den Einzelnen gelten - total!

Was Aristoteles bezüglich der Staatsformen sagte - gut sei eine Mischung aus den drei gemäßigten Formen -, gilt analog auch für die Ideologien des Totalitarismus: die drei Formen müssen gemäßigt bleiben, sie dürfen nicht extremistisch werden. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür ist, daß keine der drei verboten wird, denn: wenn auch nur eine der drei verboten ist - wie bei uns (**) -, ist der Staat selbst bereits extremistisch.


Drei Wirtschaftssektoren und Herrschaftsformen

Wachstumspropaganda Wachstumspropaganda Wachstumspropaganda Wachstumspropaganda
Moderne heißt auch, daß erst Demokratie, dann Plutokratie, schließlich Zeusiokratie dominiert.
Niedergang der Kultur bedeutet auch, daß zuerst nur der Adel, zuletzt das ganze Volk stark schrumpft.
Wenn man bestimmte Bereiche untersucht, z.B. die Industrie, erscheint auch die Moderne als ein Auf-und-Ab.
Es ist die Ausdehnung selbst, die „in den Himmel“ wächst, und nicht die Wirtschaft, wie die Propaganda suggeriert.
Drei Wirtschaftssektoren


I = Land-, Forstwirtschaft, Fischerei u.ä.
II = Produzierendes Gewerbe, Industrie u.ä.
III = Handel, Verkehr, Dienstleistungen, Staat u.ä.

Entwicklung in den 3 wichtigsten Erwerbstätigen-Gruppen

F/S = Familienangehörige als Mithelfende, Selbständige
A = Arbeiter
B/A = Beamte, Angestellte

Entwicklung in den 3 wichtigsten Wirtschaftssektoren

 

Entwicklung in den 3 wichtigsten Erwerbstätigen-Gruppen

Beschäftigungsstruktur (Bs) und Wertschöpfung (Ws) in den 3 Wirtschaftssektoren (Stand: 2007)
Staaten
(Beispiele)
I) Primärer Wirtschaftssektor
(Land- und Forstwirtschaft, Fischerei)
II) Sekundärer Wirtschaftssektor
(Produzierendes Gewerbe, Industrie)
III) Tertiärer Wirtschaftssektor
(Handel, Verkehr, Dienstleistungen)
USA1,2 % (Bs)   bzw.   1 % (Ws)22,8 % (Bs)   bzw.   21 % (Ws)76,0 % (Bs)   bzw.   77 % (Ws)
   Deutschland * 1,0 % (Bs)   bzw.   1 % (Ws)30,0 % (Bs)   bzw.   30 % (Ws)       69,1 %* (Bs) bzw. 69 %* (Ws)*
Aus „Primär-Sekundär-Tertiär“ ist „Tertiär-Sekundär-Primär“ geworden! Aus I > II > III  ist  III > II > I geworden !
China11,7 % (Bs)   bzw.   12 % (Ws)48,4 % (Bs)   bzw.   48 % (Ws)39,9 % (Bs)   bzw.   40 % (Ws)
Aus „Primär-Sekundär-Tertiär“ ist „Sekundär-Tertiär-Primär“ geworden! Aus I > II > III  ist II > III > I geworden!
Tansania 81,3 %* (Bs)   bzw.   45 % (Ws)8,5 %* (Bs)   bzw.   17 % (Ws)10,2 %* (Bs)   bzw.   37 % (Ws)
Aus „Primär-Sekundär-Tertiär“ ist „Primär-Tertiär-Sekundär“ geworden! Aus I > II > III  ist  I > III > II  geworden!

In der Wirtschaft ist die wachsende Bedeutung ihres Tertiär-Sektors (Handel, Verkehr, Dienstleistungen) seit dem Ende des 20. Jahrhunderts zu beobachten, vor allem in den westlichen (= abendländischen) Staaten, aber durch sie auch in den übrigen Industriestaaten. Diese „Tertiarisierung“ der Wirtschaft, gemeint ist die zunehmende Bedeutung der Dienstleistungen im weitesten Sinne, ist eine Begleiterscheinung des Globalismus (**). Was von den „Experten“ beschönigend „Globalisierung“ genannt wird, ist die abendländische Kulturgeschichte selbst, denn die Globalisierung ist eine abendländische Geschichte, und der Globalismus ist die vollendende Phase der Globalisierung, der Globalismus ist die Vollendungsphase der abendländischen Geschichte! (**). Der Globalismus hat die die zunehmende Bedeutung der Dienstleistungen im weitesten Sinne, also die „Tertiarisierung“ der Wirtschaft, sehr stark beschleunigt. Dies läßt sich zweifach mit Zahlenangaben belegen: 1.) mit dem Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich, 2.) mit dem Anteil der Dienstleistungen an der gesamten Wertschöpfung der Wirtschaft, ausgedrückt durch das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Der Rückgang der Arbeitsplätze im Primär-Sektor (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei u.ä.) kam früher hauptsächlich dem Sekundär-Sektor (Produzierendes Gewerbe, Handwerk, Industrie u.ä.) zugute, doch seit Mitte der Krisis-Phase (**) geht auch der Sekundär-Sektor zurück - auch ist seitdem der Tertiär-Sektor größer als der Primär-Sektor -, aber erst seit Beginn der Globalismus-Phase (**) ist der Tertiär-Sektor größer als der Sekundär-Sektor. (**). Zum Abbau des Sekundär-Sektors trägt vor allem die zunehmende und bis zur Roboterisierung gesteigerte Automatisierung der Produktion bei.

Nutznießer dieses Strukturwandels sind die Dienstleistungen, die in allen hoch entwickelten Industriestaaten als einziger Sektor ein Wachstum an Arbeitsplätzen aufweisen, und zwar anteilsmäßig (prozentual), meist aber auch rein zahlenmäßig. Der Bereich der Dienstleistungen im weitesten Sinne ist allerdings in sich äußerst heterogen; zu ihm gehören z.B. die Wirtschaftsbereiche Handel, Banken und Versicherungen, Verkehr und Tourismus, medizinische und soziale Dienste sowie Dienste in Bildung und Unterricht, Dienste in Wissenschaft und Forschung, Dienste in Medien, Dienste in der öffentlichen Verwaltung und Dienste im Rechtswesen.

In Deutschland ist der Anteil der Beschäftigten im Tertiär-Sektor in Wirklichkeit höher als in der Statistik angegeben (**|**). In Deutschland und vielen anderen Ländern werden nämlich die Beschäftigten nicht nach ihrer Tätigkeit, sondern nach ihrer Arbeitsstätte zugeordnet, das heißt, daß z.B. hier eine Schulsekretärin zum Tertiär-Sektor und eine Industriesekretärin zum Sekundär-Sektor gezählt wird, obwohl beide Sekretärinnen der Tätigkeit nach zum Tertiär-Sektor gehören. Außerdem verwischen sich in High-Tech-Industrien die Grenzen zwischen Produzierenden und Dienstleistenden immer mehr. Trotzdem kann, wenn diese Einschränkungen beachtet werden, der Anteil der Beschäftigten im Tertiär-Sektor Hinweise darauf geben, wie stark die Modernisierung der Wirtschaft in einem Land fortgeschritten ist - fundierter gesagt: wie weit und wie stark der abendländische Globalismus mit der Vollendung der abendländischen Geschichte (Globalisierung) fortgeschritten ist und den Rest der Welt angesteckt hat.

Die Dienstleistungen stehen in der Phase des Globalismus innerhalb der Wirtschaftspolitik und speziell innerhalb der Arbeitsmarktpolitik im Zentrum. Sie stellen den Haupt-Wachstumsbereich dar, und die Schaffung neuer Arbeitsplätze setzt in der Regel geringere Investitionen voraus als z.B. in der Industrie. Daß in den 1990er Jahren die Arbeitslosigkeit in den USA verringert werden konnte, ist fast ausschließlich dem Zuwachs an Arbeitstellen im Dienstleistungsbereich zu verdanken. In Deutschland konnte dieser Effekt bisher weniger oder gar nicht wirken, weil wegen der - verglichen mit den USA - hohen Lohn- und Lohnnebenkosten auch im personalkostenintensiven Dienstleistungsbereich fast gleich viele Arbeitsplätze wegrationalisiert wie geschaffen wurden!

Geradezu beängstigend ist übrigens die Tatsache, daß z.B. in Deutschland der Anteil der Beamten und Angestellten von nur  5% im Jahre 1791 über ebenfalls nur  8% im Jahre 1895 auf wahnsinnig außerordentliche  57% im Jahre 1999 gestiegen ist. Drei Viertel von diesen 57% sind überflüssig, ein bürokratischer Kropf, der für nichts gut und darum auch nur gut für Politiker ist, weil ihr überflüssiger Anteil nicht zufällig genauso hoch ist wie der der Beamten und Angestellten (kein Wunder, denn beide Gruppen gehören zum von Steuern finanzierten Staatsdienst **) und sie sich „funktionierende“ Wähler halten wollen! Ebenso alarmierend ist die Tatsache, daß z.B. in Deutschland der Anteil der Selbständigen und der mithelfenden Familienangehörigen extrem gesunken ist, und zwar von 70% im Jahre 1791 über 35% im Jahre 1895 auf 11% im Jahre 1999, genauer aufgeteilt heißt das, daß der Anteil der Selbständigen von 40% im Jahre 1791 über 25% im Jahre 1895 auf 10% im Jahre 1999 und der Anteil der mithelfenden Familienangehörigen von 30% im Jahre 1791 über 10% im Jahre 1895 auf 1% im Jahre 1999 gesunken ist. Ähnliches gilt also auch für den Primär-Sektor (Land-, Forstwirtschaft, Fischerei u.ä. **), der von 62% im Jahre 1791 über 38% im Jahre 1895 auf 2% im Jahre 1999 gesunken ist, während der Tertär-Sektor (Handel, Verkehr, Dienstleistungen u.ä. **) von 17% im Jahre 1791 über 25% im Jahre 1895 auf 66% im Jahre 1999 gestiegen ist (**) ! All dies geht einher mit einer erschreckenden Bevölkerungsentwicklung (**).


Demokratie (These), Plutokratie (Antithese), Zeusiokratie (Synthese)

Moderne
Moderne
Moderne
L.-M.-R.
Machtpolitisch heißt Moderne, daß erst Demokratie ('D'), dann Plutokratie ('P'), schließlich Zeusiokratie ('Z') dominiert. Anders gesagt: Verkleidet als 3. Stand herrschen Adel und Priestertum, obwohl das Volk sie besiegt zu haben glaubt, wie Geldritter und lenken die Massen als medialer Geldadel bzw. geldmediales Priestertum. So gesehen, bedeutet Demokratie, daß die Geldritter ihre Macht erkämpfen, und Plutokratie, daß die Geldritter auf dem Höhepunkt ihrer Macht sind, und Zeusiokratie, daß die Geldritter, die wieder um ihre Macht kämpfen müssen, von den Cäsaristen oder Befruchtern besiegt werden. (**). Wer wissen will, wie weit die Abendländer bereits gekommen sind (**), achte auf die Politik von Scheinkorrekten, Doppelmoralisten und Heuchlern, durch die verdeutlicht wird, daß Demokratie nicht einmal mehr eine sekundäre, sondern nur noch eine tertiäre Rolle spielt, weil Zeusiokratie über Plutokratie und Demokratie herrscht.

TheseAntitheseSynthese
TheseDemokratiePlutokratieZeusiokratie
 Antithese FreiheitGleichheitBrüderlichkeit
 Liberalismus („Mitte“)  Sozialismus der „Linken“  Sozialismus der „Rechten“ 
Synthese???

Demokratie, Plutokratie, Zeusiokratie verhalten sich zueinander ähnlich wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit bzw. wie Liberalismus, Links-Sozialismus, Rechts-Sozialismus - nämlich wie These, Antithese und Synthese. Daß sie sich gleich verhalten, heißt nicht, daß sie auch gleich sind. Man erkennt schnell, daß zur einen These die andere These eine Antithese bildet, daß zur einen Antithese eine andere Antithese eine Antithese bildet, daß zur einen Synthese eine andere Synthese eine Antithese bildet u.s.w., kurz: daß sie sich widerspechen. chronikDas ist kein Zufall. Aus der Abbildung, der Tabelle und dem eben Gesagten ergibt sich u.a., Demokratie und Gleichheit (bzw. Links-Sozialismus), obwohl auch sie unterschiedlich sind, in Plutokratie und Freiheit (bzw. Liberalismus), obwohl auch sie unterschiedlich sind, ihre Gegner haben und die Synthese immer nur Zeusiokratie und Brüderlichkeit (bzw. Rechts-Sozialismus), obwohl auch sie unterschiedlich sind, sein kann.

Bevormundungen und andere nicht-demokratische Entscheidungen sind charakteristisch für jede tiefmoderne und also nicht mehr frühmoderne Demokratie, denn diese ist wohl noch Wunsch, die tiefmoderne Wirklichkeit jedoch ist Plutokratie, und die spätmoderne Wirklichkeit - d.h. also für uns: seit Ende des 20. Jahrhunderts werden beide auch noch dominiert von der Zeusiokratie.

In der Zeusiokratie sind und bleiben Demokratie und Plutokratie enthalten, doch beide werden - je nach Wunsch der Zeusiokraten - so instrumentalisiert, daß sie das für sie wichtige Optimum des erwünschten Erfolges bringen können, um den Kampf gegen ihre globalen Konkurrenten gewinnen zu können.

In unserer jovialen Zeit - wo die Pressefreiheit „großzügig“ ist und deshalb bedeuten muß, daß nur wenige reiche Menschen ihre Meinung medienmächtig verbreiten - können noch so wenige Reiche noch so vielen Dummen und Ohnmächtigen einreden, daß die Geschichte zu Ende sei - sie ist nicht zu Ende!Wenn die Für-Dumm-Verkauften auch in Zukunft auf dieses „Angebot“ mit einer anderen „Nachfrage“ reagieren, weil sie nicht zum Konsumenten eines verdummenden Ideals werden wollen, dann wird diese Lüge auch in Zukunft keine Chance haben. Und selbst wenn sie sich durchsetzen sollte, wird sie nicht als das Wahre zu verkaufen sein und bleiben, was sie ist: die Ware Lüge.

Was die Staats- bzw. Herrschaftsformen (**) angeht, so ist die hier als These angesprochene Demokratie die bereits auf Verteidigung gerichtete zweite Demokratie-Variante (**), weil sie zu „wissen“ scheint, daß sie am Ende von ihrer Antithese Plutokratie als der ersten entarteten Demokratie-Variante, d.h. der ersten Ochlokratie-Variante (**) abgelöst werden wird, die an ihrem Ende von der Synthese Zeusiokratie als der zweiten entarteten Demokratie-Variante, d.h. der zweiten Ochlokratie-Variante (**) abgelöst werden wird.


„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“

„Bürgerliche Revolution“ bedeutet, daß der 3. Stand, um mehr Macht oder sogar „die“ Macht zu bekommen, die Freiheit braucht und darum auch extrem fragwürdige Bündnisse eingeht, d.h. daß Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zwar angeblich angestrebt werden, in Wirklichkeit aber nur ein Zweckbündis darstellen, schon bald gegeneinander ausgespielt werden und sich dabei als das zeigen, was sie sind: Widersprüche, Gegner, Feinde!

- Bürgerliche Revolution (1) -
Zweckbündnis des 3. Standes.
- Bürgerliche Revolution (2) -
Zunehmende Rivalität.
- Bürgerliche Revolution (3) -
Parlamentarische Rivalität
- Bürgerliche Revolution (4) -
Parlamentarisches Modell.
L.-M.-R.L.-M.-R.L.-M.-R.L.-M.-R.
Um mehr Macht oder sogar „die“ Macht zu bekommen, braucht der 3. Stand seine Freiheit und schließt darum auch äußerst fragwürdige „Bündnisse“.Das Bündnis droht zu zerfallen, weil die Feindschaften zwischen den „Verbündeten“ immer stärker und offener ausgetragen werden.Im Parlament zeigt sich bereits die aus den Feindschaften unvermeidlich hervorgehende Struktur, in der sie fortbestehen - nur scheinbar gezähmt.Im Parlament sind die Feindschaften wieder aus Gründen eines Bündnisses so lange gezähmt, wie dessen Macht erhalten werden kann.
EgalitätEgalitätFraternitätFraternität
 Libertät
 Libertät
Das moderne (extremistische) Politwahnsystem gleicht einem Pendel, das seine Extrempunkte verwirklichen will und also wirklich so gar nicht erreichen kann. „Freiheit“ („Libertät“), „Gleichheit“ („Egalität“), „Brüderlichkeit“ („Fraternität“) kann es so nicht geben, wie es sich die Politwahnsinnigen vorstellen. Allein schon die Anthropologie als die Lehre vom Menschen spricht dagegen, und die Praxis beweist es auch.

Trotzdem werden immer wieder Moderne (Extremisten) versuchen, dieses moderne (extremistische) Ziel zu erreichen. Aber jeder Versuch, der unternommen wird, scheitert - meistens leider erst nach Jahrzehnten - an der Undurchführbarkeit, weil ihm die Fundierung fehlt. Kein Mensch ist wirklich im absoluten Sinne frei, sondern nur im relativen Sinne; Menschen sind nicht im absoluten Sinne gleich, sondern nur im relativen Sinne; Menschen sind nicht im absoluten Sinne brüderlich, sondern nur im relativen Sinne. Für diese relativen Werte zu kämpfen, lohnt sich immer, denn sie werden ständig mißbraucht. Wer sie aber im absoluten Sinne verstanden haben will, hat andere Absichten, will sie mißbrauchen und vernichten, will lügen und betrügen, will den Nihilismus aus Machtgründen.

„Schon die Jakobiner haben die Freiheit auf dem Altar der Gleichheit geopfert. Und man kann die berühmte Parole der französischen Revolution - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - eben so verstehen, daß man das Phantom der Brüderlichkeit braucht, um den Widerspruch zwischen Freiheit und Gleichheit zu verdecken.“ (Norbert Bolz, Diskurs über die Ungleichheit, 2009, S. 25 **). Die Widersprüche und die Feindlichkeiten zwischen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit können nur so lange verdeckt bleiben , wie das „Bündnis“ erhalten werden kann. Mit anderen Worten: Die Widersprüche und die Feindlichkeiten zwischen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit können nur synthetisch (**) oder gar nicht aufgehoben werden. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind genauso widersprüchlich und feindschaftlich wie Liberalismus, Links-Sozialismus, Rechts-Sozialismus (**). Und insofern die Synthese aus diesem System selber kommen muß, kann sie nur von der Brüderlichkeit bzw. dem Rechts-Sozialismus mit seinem fraternitaristischen „Zivilglauben“ (**) kommen, wie es der heutige Globalismus verrät, wenn auch mehr heimlich als offen. ** **

Auch und vor allem die heute gültige Praxis von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, dient nicht denen, die für diese Werte kämpfen, sondern lediglich denen, die gegen sie kämpfen. Schon längst stehen bei allen abendländischen Nationen diese Werte lediglich auf dem Papier, während die Praxis schon längst den Untergang der Abendländer akzeptiert hat und die Übergabe der Macht an die Morgenländer vorbereitet. Wer heute frei, emanzipiert, gleichberechtigt sein will, wird später nicht frei, emanzipiert, gleichberechtigt sein, sonden versklavt (siehe: Steuern an Muslime, Kopftuch-, Burka-, Heiratszwang und andere barbarische Versklavungen und Unterdrückungen - von den Ehrenmorden und anderen kriminellen Gewalttaten gar nicht erst zu reden -, denn dies alles findet ja heute schon bei uns statt). Man darf darüber nicht sprechen, weil es dummerweise nicht „politikorrekt“ (**|**|**|**|**|**|**|**|**), also tabuisiert, zensiert und verboten ist.


„Freiheit (These), Gleichheit (Antithese), Brüderlichkeit (Synthese)“

Die „französische Revolution“ hat im Zeitraffer gezeigt, welche Ziele die „Bürgerliche Revolution“ (**) mit mehr Langsamkeit erfüllen will - und größtenteils auch erfüllt hat bzw. noch erfüllen wird: Von etwa 1789 bis etwa 1870 die Forderungen nach Freiheit durch den Liberalismus (**), von etwa 1871 bis etwa 1989 die Forderungen nach Gleichheit durch den Links-Sozialismus (**), von etwa 1990 bis etwa 2100 oder gar 2200 die Forderungen nach Brüderlichkeit durch den Rechts-Sozialismus (**). Sie durchlaufen einen ähnlichen Prozeß wie z.B. Demokratie, Plutokratie, Zeusiokratie und auch wie z.B. Bürgerwahn, Arbeiterwahn, Menschenwahn: „Den Herrn ersetzt also zunächst der »Bürger«, dann der »Arbeiter« und schließlich der »Mensch«. Der Bürger ist das Subjekt des Liberalismus: keiner soll befehlen. So verwirklicht man Freiheit. Der Arbeiter ist der asketische Held des Sozialismus: keiner soll haben. So verwirklicht man Gleichheit. Und der Mensch ist der Durchschnittswert des Humanismus: keiner soll meinen. So verwirklicht man Brüderlichkeit.“ (Norbert Bolz, Diskurs über die Ungleichheit, 2009, S. 129 **).

ModerneDemokratie, Plutokratie, ZeusiokratieModerne L.-M.-R.

Wer Freiheit will, muß damit rechnen, daß sie nach einer gewissen Zeit von einem Gegenspieler namens Gleichheit „aufgehoben“, nämlich negiert wird, darf aber auch damit rechnen, daß sie nach einer weiteren Zeit mit dieser von einer Synthese namens Brüderlichkeit ebenfalls „aufgehoben“, nämlich auf emporgehobenem Niveau aufbewahrt wird. Die These wird von der Antithese durch Negation aufgehoben und dann durch Negation der Negation erneut gesetzt, folglich von der Synthese in erhöhter Form aufbewahrend aufgehoben. Ähnlich wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder Liberalismus, Links-Sozialismus, Rechts-Sozialismus verhalten sich auch Demokratie, Plutokratie, Zeusiokratie prozessual zueinander wie These, Antithese, Synthese - also dialektisch. (Vgl. Hegel **). „Die Forderung nach Freiheit wurde im Liberalismus des 19. Jahrhunderts erfüllt; die Forderung nach Gleichheit erfüllte der Sozialstaat des 20. Jahrhunderts; und die Idee der Brüderlichkeit wird der sorgende Kapitalismus des 21. Jahrhunderts verwirklichen.“ (Norbert Bolz, Diskurs über die Ungleichheit, 2009, S. 166 **). Sorgender Kapitalismus heißt also die Synthese in wirtschaftspolitischer Sprache, aber Zeusiokratie in rein politischer Sprache und Befruchtung oder Cäsarismus (**) in kulturgeschichtlicher Sprache.


Freiheit = MITTE (?), Gleichheit = LINKS (?), Brüderlichkeit = RECHTS (?)

Ob wirklich die Freiheit mit der Mitte, die Gleichheit mit der Linken und die Brüderlichkeit mit der Rechten identifizierbar sind, kann uns nur die Geschichte verraten.

Freiheit
Gleichheit 
  Brüderlichkeit
LINKSMITTERECHTS
Links-SozialismusLiberalismusRechts-Sozialismus
EgalitarismusIndividualismusFraternitarismus
KommunismusHumanitarismusHumanitarismus
KosmopolitismusKosmopolitismusKonservati(vi)smus
Sozio(öko)logismusEudämonismusSozio(öko)logismus
KollektivismusSolipsismusKollektivismus
B e i s p i e l e   a u s   d e r   G e s c h i c h t e
1) Nationalismus1) Liberalismus1) Loyalität gegenüber den Herrschenden
2) Internationalismus2) Liberalismus2) Nationalismus
Extremform: Sozialnationalismus
(linker Nationalsozialismus [**|**])
Extremform: Liberalismus
(extremer Liberalismus [**]; Liberismus [**])
Extremform: Nationalsozialismus
(rechter Sozialnationalismus[**|**])
3) Loyalität gegenüber den Herrschenden3) Liberalismus3) ... ... ...? ... ... ...

Der Nationalismus z.B. war von seiner Entstehung gegen Ende des 18. Jahrhunderts an bis 1850/1870 eine Forderung der Linken - niemand hätte das in dieser Zeit bestritten oder überhaupt bestreitbar machen können -, aber danach war er bis Ende des 20. Jahrhunderts eine Forderung der Rechten.


Links, Mitte, Rechts

- Nur Markt -
Freie Marktwirtschaft und
„Gesellschaft mit Individuen“.
- Nur Staat -
Staatlicher (Öko-)Sozialismus;
„Gemeinschaft mit Institutionen“.
- Markt und Staat -
(Öko-)Soziale Marktwirtschaft;
teils „Gem.m.I.“, teils „Ges.m.I.“.
- Links-Mitte-Rechts -
(Öko-)Soziale Marktiwrtschaft;
Parlament (neutrales Modell).
L.-M.-R.L.-M.-R.L.-M.-R.L.-M.-R.
Hier gibt es Markt zu 100%,
d.h.: zu viel Chaos, Anarchie.
Hier gibt es Staat zu 100%,
d.h.: zu viel Ordnung, Starre.
Hier gibt es Staat und Markt zu
je 50%, d.h.: Neutrales Modell.
Mitte bedeutet mehr Markt,
Linke und Rechte mehr Staat.
- Modell der Linken -
Linker (Öko-)Sozialismus.
- Modell der Mitte -
Liberalistischer Kapitalismus.
- Modell der Rechten -
Rechter (Öko-)Sozialismus.
- Modell Bundesrepublik -
Beispiel: 1960er Jahre.
L.-M.-R.L.-M.-R.L.-M.-R.L.-M.-R.
Verbot von rund 50%.Verbot von rund 40%.Verbot von rund 50%.Verbot von rund 45%.
Man muß von Diktatur sprechen, wenn eine der drei Komponenten beide anderen oder auch nur eine dieser beiden verdrängt und verboten hat. Der Liberal(kapital)ismus der Mitte kann ebenso radikal sein wie die linken und rechten (Öko-)Sozialismen. Man darf nicht vergessen, daß die obigen Graphiken nur Modelle darstellen und die bundesrepublikanischen Modelle, obwohl sie Realitäten sind, sich daran orientieren. Das Modell Bundesrepublik ist ein Links-Liberal(kapital)ismus/Links-(Öko-)Sozialismus, hat sich weiter nach links entwickelt und ist heute (vgl. Beispiel: Heute) ein Radikal-Links-Liberal(kapital)ismus/Links-(Öko-)Sozialismus, dessen Verbote (rd. 51%) bereits mehr sind als die der links-(öko-)sozialistischen (rd. 50%), liberal(kapital)istischen (rd. 40%), rechts-(öko-)sozialistischen (rd. 50%) Diktatur-Modelle. In der Bundesrepublik gibt es nur noch linke Blockparteien, d.h. eine linke Einheitspartei. **
- Modell Bundesrepublik -
Beispiel: Heute.
L.-M.-R.
Verbot von rund 51%

Wenn heute in der Bundesrepublik von der „Mitte“ die Rede ist, dann müßte der Bereich des Grauen ( „CDU/CSU“) und dessen Nachbarn bis zur linken und rechten Grenze (vgl. in der Graphik die gestrichelten Linien **) gemeint sein; da aber rechts von ihm alles verboten ist (außer z.B. „REP“, „NPD“ u.ä., die zwar de jure noch nicht, aber de facto schon seit ihrer Gründung verboten sind), ist damit ein Teil der Mitte verboten (der größte Teil der rechten Mitte befindet sich ja im Bereich des Verbots **); also muß unser Parteienstaat mit „Mitte“ in etwa den Bereich des Grünen und also die „Grünen“ meinen, obwohl der Bereich bereits außerhalb der Mitte ist (die linke Grenze der Mitte befindet sich ja im Bereich des Gelben [„FDP“] **). Ob er diesen Bereich wirklich meint, weiß ich nicht; aber gemäß der politischen Geometrie gehört dieser Bereich nicht zur Mitte, sondern eindeutig zur Linken. Klar, daß die „SPD“ nicht sozialdemokratisch („S“), nicht für Deutschland („D“), sondern nur eine Partei („P“) ist, daß die „CDU/CSU“ nicht christlich („C“), nicht demokratisch („D“), nicht sozial („S“), sondern nur eine Union („U“) ist, daß die „FDP“ nicht frei („F“), nicht demokratisch („D“), sondern nur eine Partei („P“) ist, daß die „Grünen“ nicht grün („Grüne“) sind, sondern sich nur aus rein wahltaktischen und sonstigen opportunistischen Gründen so nennen, daß aber die „Linken“ Linke sind - dies alles spricht dafür, daß bis auf die Linken die Namen dieser Parteien verlogen sind, daß also auch, weil diese Parteien nur Teile ihrer Einheitspartei sind, der Name dieser Einheitspartei verlogen ist („SPD/CDU/CSU/FDP/Grüne/Linke“) und ersetzt werden muß durch einen wahrheitsgemäßen Namen: „PUP/Linke“ (**). Diese Enheitspartei steht für den Linksliberal(kapital)ismus/Links-(Öko-)Sozialismus und ist besonders links, weil sie sich über den linken Weg zum Staat, zum Parteienstaat gemacht hat bzw. hat machen lassen. In diesem Bündnis zwischen der Linken und der Mitte ist heute die Linke mit 60,2% Machtanteil und einem Anteil am Politikbereich von 29,5% (geometrisch: 53,1° **) stärker vertreten als die Mitte mit 39,8% Machtanteil und einem Anteil am Politikbereich von 19,5% (geometrisch: 35,1° **), während diejenigen, die an der Macht gar nicht beteiligt sind, einen Anteil am Politikbereich von 51% (geometrisch: 91,8° **) haben. Eine solche Staats- bzw. Regierungsform ist nicht demokratisch, auch nicht repräsentativ-demokratisch, sondern plutokratisch bis zeusiokratisch (**) und repräsentativ nur im Sinne eines diesem Parteienstaat absolut entsprechenden Parlamentarismus, bei dem auch die Gewaltenteilung nur auf Papier geschrieben steht, aber nicht praktiziert wird.

Nur zum Vergleich: Im 2. Deutschen Reich, als Deutschlands modernes goldenes Zeitalter (Dauer: rund 100 Jahre) gerade auf dem Höhepunkt und Deutschland in allem Weltführer (**|**) war, lag der Staatsanteil bei 5%, in der heutigen Bundesrepublik Deutschland liegt er bei rund 70%.

Dem deutschen Volke

Unser Parteienstaat verbietet mittlerweile ca. 51% und wäre bereits mit der ehemaligen DDR identisch, verböte er auch noch den kleinen Rest des mittleren Teils der Mitte. Statt uns in Ruhe zu lassen, mischt sich unser Parteienstaat immer mehr in jede unserer Privatsphären ein. Statt Meinungsfreiheit und Demokratie zuzulassen, diktiert unser Parteienstaat, ideologisch die linke Variante des Totalitarismus (**), immer mehr.

Gut ist nur der schlanke und möglichst wenig verbietende Staat.


Extremismen (Beispiele)

Extremismen sind immer möglich, können sich vielfältig äußern und von jeder Position ausgehen. Deswegen hier nur die bekanntesten Beispiele:

L.-M.-R.-Modell
Auch die Mitte
(der Liberalismus)
kann sich zum
Extremismus,
z.B. zum

Anarchismus
(radikaler Mitte-Faschismus)
radikalisieren.

Um eine optimale „Politgeometrie“ hinzubekommen, müssen Politiker schon mehr tun als unsere Parteipolitiker, deren Führer zusammen mit den Führern der Interessenvereine die gesamte Politik der Gemeinschaft bestimmen und auf diese Weise die Gemeinschaft letztlich völlig zerstören. Sie sind die Totengräber der Gemeinschaft. Wenn sie z.B. den Kern jeder Gemeinschaft, die kleinen Kollektivformen (**) wie die Ehe und die Familie, gespalten haben, können sie sicher sein, daß schon bald auch die großen wie die Nation und die Kultur gespalten sein werden. Diese Politik ist vergleichbar mit ganz bestimmten Geschehnissen in der Physik: wenn der Kern eines Atoms gespalten wird, wird eine ungeheurlich große Bindungsenergie freigesetzt (siehe: Starke Kernkraft als die stärkste der 4 Naturkräfte **); wenn moderne (totalitäre) Politikführer die Ehe und die Familie zerstören - sie tun dies z.B. durch Erlaß der entsprechenden Scheidungsgesetze und Antifamiliengesetze, die den „Singles“ („Indivduen“ sagen sie) dienen -, wird ebenfalls „eine ungeheurlich große »Bindungsenergie« freigesetzt“, die sie dann nutzen, um ihr Spiel fortzusetzen. Sie spielen „atomistische Gesellschaften“.

L.-M.-R.-Modell
Extremismen wie z.B. der
Sozialnationalismus
(radikaler Links-Faschismus)

und der
Nationalsozialismus
(radikaler Rechts-Faschismus)

sind im Grunde
austauschbar.
Beendet ist das Spiel genau dann, wenn durch die Spaltung der „Kerne“ möglichst viele große und mittlerere Kollektivformen entweder bis zur Unkenntlichkeit zerstört oder bis zur Übernahme fremder großer und mittlerer Kollektivformen extrem deformiert worden sind. Der Untergang von Nationen und Kulturen ist also dann vollendet, wenn deren „Kerne“ extrem oft gespalten, also extrem verwandelt worden sind.


„Linksverrückt“

- Konfrontation -
4 unterschiedliche Modelle
L.-M.-R.

Im Halbkreis ganz unten befindet sich das neutrale Modell (**), darüber das der Bundesrepublik der 1960er Jahre (**), darüber das der Bundesrepublik heute (**) und ganz oben das an das „natürliche Farbspektrum“ angepaßte. Man sieht: in der Bundesrepublikist alles immer mehr nach links „verrückt“.
Die „Grünen“ müßten gemäß dem „natürlichen Farbspektrum“ zu der Rechten gehören, also gemäß dem heutigen bundesrepublikanischen Modell verboten sein.

Nach LINKS „verrücktes“
Modell Bundesrepubik: 1960er Jahre
L.-M.-R.
Gemäß diesem Modell verläuft die von der Bundesrepublik verschobene Mitte der Mitte (grauer Strich in der obersten Mitte) fast exakt dort, wo gemäß dem neutralen Modell (Halbkreis ganz unten) die Grenze zwischen der Mitte und der Linken verläuft, und der verlängerte Strich geht mitten durch die FDP (gelb) und heute fast mitten, leicht links davon, durch die „Grünen“ (grün; siehe Modell Bundesrepublik: Heute). Die gemäß dem neutralen Modell mit der Mitte der Mitte identische absolute Mitte (senkrechter weißer Strich) gehörte in den 1960er Jahren für Bundesrepublikaner schon zu der Rechten. Alles ist nach links „verrückt“.
Nach LINKS „verrücktes“
Modell Bundesrepubik: Heute
L.-M.-R.
Gemäß diesem Modell verläuft die von der Bundesrepublik verschobene Grenze zwischen der Mitte und der Rechten sogar schon fast exakt dort, wo gemäß dem neutralen Modell (Halbkreis ganz unten) die Grenze zwischen der Mitte und der Linken verläuft. Die gemäß dem neutralen Modell mit der Mitte der Mitte identische absolute Mitte (senkrechter weißer Strich) gehört für heutige Bundesrepublikaner bereits zum rechten Rand der Rechten. Ungefähr 60% der CDU/CSU-Politik der 1960er Jahre (untere dunkelgraue Fläche; damalige CDU-Bundeskanzler: Adenauer, Erhard, Kiesinger) sind heute verboten. Alles ist nach links „verrückt“.

 

Heutige Bundesrepublik: Farbspektrum parlamentarischer und außerparlamentarischer (verbotener) Parteien - 51% sind verboten. ** **
Ähnlich wie die sogenannten „Grünen“ - sie sind in Wirklichkeit „Rote“ - müßten auch CDU/CSU, da sie sich neben „schwarz“ und „grau“ auch „blau“ bis „dunkelblau“ darstellt, und die FDP, da sie sich neben „gelb“ auch „hellblau“ darstellt, gemäß dem „natürlichen Farbspektrum“ zu der Rechten gehören, also gemäß dem heutigen bundesrepublikanischen Modell verboten sein. Alle - auch die „Roten“ - sehen sich aber lieber in der „Mitte“, weil sie hier die Wahlen gewinnen wollen. Lug und Betrug! Die Wirklichkeit sieht also auch bezüglich der CDU/CSU und der FDP anders aus: Alle „etablierten“ Parteien sind entweder „Gelbe“ (Mehrheit der CDU/CSU und der FDP) oder „Rote“ (Mehrheit der SPD, Minderheit der CDU/CSU und der FDP) oder gar „Dunkelrote“ (Mehrheit der Partei „Die Linke“, Minderheit der SPD). Einig sind sie sich in „ihrer Mitte“ (**), also gemäß dem heutigen bundesrepublikanischen Modell als „Hellrote“, gemäß der Parteienlinguistik und der Parteienlogik als „PUP-Linke“: Alle Parteien sind nach links „verrückt“ (**)!
L.-M.-R.L.-M.-R.L.-M.-R.
Die heutigen bundesrepublikanischen Parteien müßten also sich selbst und ihre Geschichte verbieten - in diesem Fall sogar auch dann, wenn es um ihre eigenen Regeln geht.Das ist interessant, weil z.B. auch nicht wenige Aussagen des Ex-Bundeskanzlers Helmut Schmidt (*1918) in den vierzehneinhalb Jahren zwischen dem Mauerfall (09.11.1989) und der EU-Osterweiterung (01.05.2004) und besonders in der Zeit nach dieser EU-Osterweiterung hätten verboten werden müssen. Weil aber der bundesrepublikanische Parteienstaat es sich nicht erlauben kann, eine wichtige Figur seiner Geschichte zu bestrafen, hält er (und v.a. die SPD) sich damit natürlich lieber zurück. Helmut Schmidt sagte u.a., daß es ein großer Fehler war und ist, Menschen aus fremden Kulturen zu erlauben, nach Deutschland zu kommen. Im „Stern“ wurde er 1999 mit folgenden Sätzen zitiert: „Tabu ist alles, was nur im Entferntesten mit dem Thema »Juden in Deutschland« in Verbindung gebracht werden könnte (**|**). Seit der Walser-Bubis-Debatte (1999) ist mir klar, daß da die Hölle ausbrechen würde. Ich war mal der Meinung, es müßte möglich sein, einen Witz über die Krawatten von Michel Friedman zu machen, ohne daß ich als Antisemit abgestempelt werde (**). Heute ist mir klar, daß da überhaupt nicht daran zu denken ist.“ (Helmut Schmidt, in: Der Stern, 8 / 1999).


PUP-Linke

Unser Parteienstaat besteht aus der Einheitspartei namens „SPD/CDU/CSU/FDP/Grüne/Linke“, abgekürzt:  PUP-Linke

Falscher Parteiname   Richtiger Parteiname
„SPD“„S“ ist falsch, weil die SPD NICHT sozialdemokratisch ist„P“ ist richtig„D“ ist falsch, weil die SPD NICHT für Deutschland istP
„CDU/CSU“„C“ ist falsch, weil die CDU/CSU NICHT christlich ist„D“ und „S“ sind falsch, weil die CDU/CSU NICHT demokratisch und NICHT sozial ist„U“ ist richtig U
„FDP“„F“ ist falsch, weil die FDP NICHT frei ist„D“ ist falsch, weil die FDP NICHT demokratisch ist„P“ ist richtig P
„Grüne“„Grüne“ ist falsch, weil die Grünen NICHT Grüne sind-
„Linke“„Linke“ ist richtig, weil die Linken Linke sindLinke
Partei/Union/Partei-Linke - abgekürzt PUP-Linke - ist also der richtige Name. Jeder „Stammtischpolitiker“ ist kompetenter als die Politiker dieser PUP-Linken.
PUP-Linke
Linker Parlamentarismus ist diktatorisch, NICHT demokratish, NICHT repräsentativ-demokratisch, ein Parteienstaat der PUP-Linken. **
Die Linken gehören, seit es sie gibt, zu denjenigen, die aus der Geschichte nichts lernen und auch nichts lernen können. Sie sind der personifizierte Selbsthaß. Linke sympathisieren immer mit den ausländischen Rechtsextremisten (Fundamentalisten, z.B. Islamisten u.a.), sind also von außen (und demzufolge auch objektiv) betrachtet selbst rechtsextrem. Linke sind von außen (und demzufolge auch objektiv) betrachtet ausländerfeindlich, weil sie inländerfeindlich sind, denn wer dem Inland und den Inländern aus der Perspektive von Ausland und Ausländern und dazu noch mit Haß begegnet, ist ausländerfeindlich. Dieser Inländerhaß ist also tatsächlich Ausländerhaß (wie gesagt: Linke zählen sich selbst nicht zu den Inländern). Wer also studieren will, wie aus Michelei Selbsthaß wird, der komme nach Europa, speziell nach Deutschland, in dieses wunderschöne Land mit einem Volk, das in seiner Mehrheit zu den attraktivsten der Welt gehört. Auch laut weltweiten Umfragen liegen Deutsche auch diesbezüglich vor fast allen anderen westlichen Völkern! Raten Sie mal, wer sehr weit hinten liegt (!), raten Sie mal, von wem unsere Linken zu ihrem faschistoiden Verhalten angestiftet werden und warum diese Lobbygruppe gerade von ihnen so sehr profitiert, während die aus Deutschland am liebsten ein einziges Vernichtungslager machen würden, wenn sie nur endlich auch dafür ihren Befehl erhalten würden - und das, obwohl sie für diese Umsetzung auch noch zu blöd sind. Von unseren Regierenden werden sie ja ebenfalls gehätschelt und getätschelt - kein Wunder, da bei uns ohnehin die Mehrheit der Herrschenden und alle Parteien links sind (wie damals in der DDR) - auch die CDU ist mehrheitlich links (**). Unsere Herrschenden entstammen also diesen linken Blockparteien (die DDR läßt grüßen). Sie sind auf einem Auge blind. Da Exekutive, Legislative und zunehmend auch Judikative eindeutig links, da unsere Herrschenden eindeutig Linke sind, sind alle Linken eindeutig systemkonform, also Mitläufer. Die Linken brauchen so keinen Mut zu haben, kein Gesicht zu zeigen (beides haben sie sowieso nicht; im Gegensatz z.B. auch zu den Linken vor 1945), wenn sie auch als Extremisten ihren widerlichen Terror staatsdienerisch zur Schau stellen. Pfui Teufel! Zum Teufel mit diesen Internazis!


Links-Sozialismus, Liberalismus, Rechts-Sozialismus

Man darf annehmen, Liberalismus, Links-Sozialismus, Rechts-Sozialismus seien wie „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ (**|**|**). Berührungen haben Links-Sozialismus und Liberalismus beim Kosmopolitismus als „Ziviltheologie“, Liberalismus und Rechts-Sozialismus beim Humanitarismus als „Zivilreligion“, Rechts-Sozialismus und Links-Sozialismus beim Sozio(öko)logismus als „Zivilwissenschaft“ und Kollektivismus als „Zivilphilosophie“.

‹—    Links-Sozialismus   —›       
„Zivilglaube“„Zivilreligion“„Ziviltheologie“„Zivilwissenschaft“ / „Zivilphilosophie“
EgalitarismusKommunismusKosmopolitismusSozio(öko)logismus / Kollektivismus
‹—    Liberalismus   —›       
„Zivilglaube“„Zivilreligion“:„Ziviltheologie“„Zivilwissenschaft“ / „Zivilphilosophie“
IndividualismusHumanitarismusKosmopolitismusEudämonismus / Solipsismus   
‹—    Rechts-Sozialismus   —›       
„Zivilglaube“„Zivilreligion“„Ziviltheologie“„Zivilwissenschaft“ / „Zivilphilosophie“
FraternitarismusHumanitarismusKonservati(vi)smusSozio(öko)logismus / Kollektivismus

Rechts-Sozialismus und Links-Sozialismus haben zwei Übereinstimmungen (Sozio[öko]logismus und Kollektivismus), während der Liberalismus sowohl mit dem Rechts-Sozialismus als auch mit dem Links-Sozialismus je nur eine Übereinstimmung hat (Humanitarismus mit dem Rechts-Sozialismus und Kosmopolitismus mit dem Links-Sozialismus). Im Bereich der Ideologeme haben alle drei je eine Übereinstimmung: „Gemeinschaft“ (Rechts-Sozialismus und Links-Sozialismus), „Eine Welt“ (Links-Sozialismus und Liberalismus), „Freier Markt“ (Liberalismus und Rechts-Sozialismus). Wenn Links-Sozialismus und Rechts-Sozialismus insgesamt eine Übereinstimmung mehr haben als der Liberalismus mit je einem der beiden, dann müßten sie sich auch eher verbünden. Doch bei uns ist heute der Rechts-Sozialismus verboten, sogar auch die rechte Seite des Liberalismus! **

Doch warten wir es ab, denn:


Links verordnet, Mitte verordnet, Rechts verboten

So funktioniert keine Demokratie, erst recht kein Pluralismus. Wer von drei Politrichtungen zwei verordnet und eine verbietet, wird scheitern.

  VERORDNET (2) ERWÜNSCHT (1)GEDULDET (-1) VERBOTEN (-2) 
LINKSEgalitarismusX   7
Kommunismus X  
KosmopolitismusX   
Sozio(öko)logismus / KollektivismusX   
MITTE
(Liberalismus)
IndividualismusX   8
HumanitarismusX   
KosmospolitismusX   
Eudämonismus / SolipsismusX   
RECHTSFraternitarismus  X -7
Humanitarismus   X
Konservat(iv)ismus   X
Sozio(öko)logismsu / Kollektivismus   X
Gesamtsumme*:   8  
* Maximale Gesamtsumme = 24 bzw. –24. Wenn ein politisches System demokratisch und pluralistisch sein soll, dann muß es zwei Bedingungen erfüllen: 1.) Verordnetes und Verbotenes existieren nicht; 2.) Erwünschtes und Geduldetes sind gleichmäßig verteilt (zumindest relativ, d.h.: maximale Differenz = 2).

Trotz aller Widersprüche wird das opportunistische Mitte-Links-Bündnis (eigentlich: Linke-Mitte-Links-Bündnis **) aufrechterhalten. Rechts wird einfach verboten (**). Man ruft „Nazi“, und das Verbot läuft wie von selbst. Das ist totalitär und nicht pluralistisch. Das ist diktatorisch und nicht demokratisch. Der linke Sozio(öko)logismus / Kollektivismus wird verordnet, der rechte Sozio(öko)logismus / Kollektivismus verboten, indem z.B. der National(sozial)ismus zum International(sozial)ismus umfunktioniert wird. Der Humantitarismus der Mitte wird verordnet, der Humanitarismus der Rechten verboten, indem z.B. der National-Humanitarismus zum Verbrechen erklärt wird. Konservat(iv)ismus ist ebenfalls verboten. Das ist ein riesiger Skandal!

„Bundesrepublik“ bedeutet - neben „Michelrepublik“ - gesellschaftspolitisches System, das das Gegenteil dessen ist, was es vortäuscht; sie bedeutet also: Vortäuschen von Demokratie und Pluralismus, um deren Gegenteile um so effektiver sein zu können. Wenn schon ein politisches System die Kriterien für Demokratie und Pluralismus nicht erfüllt (**|**|**|**), dann ein gesellschafliches System schon erst recht nicht, denn das politische System ist ja bei uns fast ausschließlich dazu da, um das gesellschafliche System zu regulieren. Der ohnehin kleine Rest an Demokratie und Pluralismus, den es hierzulande noch gibt, hat mittlerweile eine so beängstigend geringe Effizienz, daß sein völliges Verschwinden schon fast auf den Tag genau vorhersagbar ist, unter der Voraussetzung allerdings, daß nicht irgendetwas Außergewöhliches eintreten würde, z.B. eine von Außen - und das kann nur noch das Außerabendländische sein - hereingetragene Herausforderung (Toynbee hätte gesagt: „Challenge“ **), auf die wir mit einer derartigen Antwort (Toynbee hätte gesagt: „Response“ **) reagieren würden, um nicht immer nur fremde Entwicklungen, sondern wieder unsere eigene Entwicklung bekräftigen zu können. Entweder wir stehen zu dem, was ist - also auch zu dem, was politisch ist - und nennen es dann auch so und handeln ebenso entsprechend, oder aber wir täuschen uns weiterhin selber so sehr, daß wir zur Beute der Anderen werden. Wenn wir Demokratie und Pluralismus nicht mehr leben, dann sollten wir auch nicht so tun, als lebten wir sie; und wenn wir sie leben wollen, dann müssen wir sie aus ihrem restexistentiellen Abseits erst einmal herausholen. Bei uns geschieht aber genau das Gegenteil.


Wunsch bzw. Ideal: NICHTS VERORDNET, NICHTS VERBOTEN

So könnte es sein - aber man kann die Moderne mit ihren Totalitarismen (**) nicht einfach so abschaffen.

  VERORDNET (2) ERWÜNSCHT (1)GEDULDET (-1) VERBOTEN (-2) 
LINKSEgalitarismus    X 0
Kommunismus    X 
Kosmopolitismus    X 
Sozio(öko)logismus / Kollektivismus    X 
MITTE
(Liberalismus)
Individualismus    X 0
Humanitarismus    X 
Kosmospolitismus    X 
Eudämonismus/ Solipsismus    X 
RECHTSFraternitarismus    X 0
Humanitarismus    X 
Konservat(iv)ismus    X 
Sozio(öko)logismus / Kollektivismus    X 
Gesamtsumme*:   0  
* Maximale Gesamtsumme = 24 bzw. –24. Wenn ein politisches System demokratisch und pluralistisch sein soll, dann muß es zwei Bedingungen erfüllen: 1.) Verordnetes und Verbotenes existieren nicht; 2.) Erwünschtes und Geduldetes sind gleichmäßig verteilt (zumindest relativ, d.h.: maximale Differenz = 2).

Die abendländische Kulturgeschichte ist zwar dadurch gekenzeichnet, daß die erreichten Errungenschaften auch immer wieder in Frage gestellt werden, nicht so sehr selten sogar von Menschen aus eben genau dieser Errungenschaftsszene; doch das berechtigt nicht, permanent gegen sich selbst zu sein - erst recht dann nicht, wenn man es soll. Doch in den gesellschaftspolitischen Systemen des Westens wollen deren „Individuen“ nicht mehr leben, wohl noch als Einzelne, nicht aber als Teil einer Gemeinschaft, gemeinsamer Vorfahren, gemeinsamer Vergangenheit, gemeinsamer Tradtion (**). All dies projizieren sie lieber auf eine nur in ihren Wahnvorstellungen und ansonsten gar nicht existente „Weltgemeinschaft“, und der Staat hilft ihnen dabei - mit Verordnungen und Verboten (**|**|**|**)!


Wahlen gegen die Demokratie **

Wahl und Auswahl
Tatsächliches Wahlergebnis   |**|   Demokratisches Wahlergebnis

- Nichtwähler bilden die mit riesigem Abstand größte „Partei“ -
Wahl und Auswahl

Demokratische Wahlergebnisse sähen anders aus, wenn sie nicht plutokratisch manipuliert und nicht zeusiokratisch legalisiert wären. Hier geht es nicht mehr um Demokratie! Die Demokratie spielt nur noch eine tertiäre Rolle. Sie ist nur noch drittklassig - in der Sprache der politischen Liga: 3. Stand, damit Vorletzter und Abstiegskandidat.

Wahlen in Deutschland sind gute Gelegenheiten für die „Volksvertreter“, ein neues Volk zu wählen, während das Wahlvolk permanent dazu verurteilt ist, einer solchen „Auswahl“ entgehen zu müssen. Das seit 1648 andauernde „Diktat“ - die Pflicht zur Kleinstaaterei - nutzen die „Kolbenfresser“ dazu, die Dekadenz so zu verstärken, daß sie wie ein Fitneß-Programm erscheint, sogar den „Kolben“! So wird tatsächlich unmöglich, zu entscheiden, ob man besonders fit oder besonders dekadent ist; diese Tatsache wird zum Ende jeder Kultur führen, das Oswald Spengler richtig prophezeit hat. Gute Nacht!

Diese Bundesrepublik ist keine Demokratie (auch keine repräsentative!), sondern ein Parteienstaat, in dem noch nicht einmal die Gewaltenteilung praktiziert wird. „»Von Anfang an - schon in der ersten Wahlperiode des Bundestages - hat die Praxis nicht der Gewaltenteilungsnorm entsprochen. Wenn das Fernsehen Plenardebatten aus dem Bundestag überträgt, dann stehen sich nicht ... Bundestag und Bundesregierung als Legislative und Exekutive gegenüber, sondern konkurrierende Fraktionen bzw. Parteien« (Eberhard Schütt-Wetschky, Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive?  Aus Politik und Zeitgeschichte - Beilage zur Wochenzeitung »Das Parlament«, 07.07.2000, S. 5). Die im Parlament vertretene, jeweilige Oppositionspartei allein kann die mit dem Prinzip der Gewaltenteilung angestrebte Kontrollfunktion nicht ausüben, dafür hat sie keine ausreichende Mehrheit, und wenn sie sie erreichte, verhielte sie sich als Regierungspartei wahrscheinlich auf die gleiche Weise.“ (Herwig Birg, Die demographische Zeitenwende, 2001, S. 205 **). Dem Wahlvolk ist praktisch jede Art von noch so kleiner Machtanteilnahme verwehrt, und zwar, wie gesagt, von Anfang an und in zunehmendem Maße durch das „Zurückhalten von Informationen und unterlassene Aufklärung“, wie Herwig Birg immer wieder betont. (**). In diesem politischen System wird der Wille des Volkes, ja überhaupt das Volk (Demos => Demokratie = Volksherrschaft) bekämpft, mit Füßen getreten!

Im Deutschen Bundetsag seit 2009 die größte „Partei“: Nichtwähler!Im Eu-Parlament von Anfang an die größte „Partei“: Nichtwähler!Nichtwähler mit satter Mehrheit!
WahlenWahlen
B i l d   i n   g r ö ß e r e r   V e r s i o nB i l d   i n   g r ö ß e r e r   V e r s i o nB i l d   i n   g r ö ß e r e r   V e r s i o n

„Der Politiker möchte sein Mandat behalten. Der Politiker schaut sehr genau, was muß ich denn machen, damit ich von meiner Klientel das Mandat wiederbekomme - so läuft's doch -, dann testet er, was kommt denn bei meiner Klientel an. Daß das eine Peversion ist, das steht doch völlig außer Zweifel. In unserem Grundgesetz steht drin, daß jemand, der ins Parlament gewählt wird, Abgeordneter des ganzen Deutschen Volkes ist; das heißt: es dürfte gar keine Unions-Abgeordenten geben, keine SPD-Abgeordneten, keine FDP-Abgeordneten ... (u.s.w.); in dem Moment, wo sie die Schwelle zum Deutschen Bundestag überschreiten, sind sie nur noch Abgeordnete des Deutschen Volkes.“ (Meinhard Miegel, in: Philosophisches Quartett - Wieviel Wahrheit verträgt die Demokratie?,  ZDF, 2006 **). Unsere Politiker sind Parteipolitiker, und die belügen sich erst einmal selbst, lassen sich dann von ihren Beratern und parteipolitischen Expertokraten ihre Lügen bestätigen und belügen das Volk danach um so mehr. Wer sich selbst belügt, kann andere gemeiner belügen.

Außerdem: Wo steht eigentlich geschrieben, daß man die Inländer (z.B. die Deutschen) diskriminieren darf und sogar soll, obwohl oder weil es bei Ausländern verboten ist; daß man sich gegenüber Inländern (z.B. Deutschen) rassistisch verhalten darf und sogar soll, obwohl oder weil der Rassismus gegenüber Ausländern verboten ist; daß man sein eigenes Volk (z.B. Deutsche) und damit letztlich sich selbst so hassen darf und sogar soll, obwohl oder weil der Haß gegenüber Ausländern verboten ist - wo steht das geschrieben?  Im Grundgesetz (GG) jedenfalls nicht. Was muß das für ein rassistisches, antidemokratisches, diktatorisches Gesetz sein: Geheimes Grundgesetz (GGG **) ?  Tatsache ist jedenfalls, daß durch die Parteipolitiker und Medienvertreter diese Diskriminierungen, dieser Rassismus und dieser Haß sehr stark und immer mehr gefordert und gefördert werden. Die Resultate kann man täglich beobachten, z.B. in den Schulen, unter Jugendlichen, in aller Öffentlichkeit, in fast allen Filmen, in fast allen Fernsehsendungen, in jeder Debatte, in jedem Totschweigen, in jedem Diskurs. Wenn Vertreter aus Medien und Parteipolitik andere anklagen und bejammern, meinen sie sich selbst. Sie sind feige, sie sind ohne Zivilcourage. Sie treten nach innen und buckeln nach außen. Was sie Inländern zu sein unterstellen, das sind Medienvertreter und Parteipolitiker selbst, und zwar gegenüber Inländern: Ausländerfeinde, Rassisten, Selbsthasser !

Parteipolitiker sind keine Demokraten, und unsere Politiker sind Parteipolitiker, unsere Politiker sind keine Demokraten. Fast alle Entscheidungen unserer Regierenden wurden und werden gegen die Mehrheit des Volkes getroffen und durchgesetzt (**). Fast alle Entscheidungen sind Entscheidungen gegen das Volk und für die Partei. Auch wenn es vielen von ihnen gar nicht bewußt ist: Unsere Politiker sind Volksfeinde und also Demokratiefeinde. Außerdem sind sie extrem eitle Xenokraten (z.B. nach dem Motto: Schau mal, liebes Ausland, wie toll ich bin! - Dein Parteipolitiker X der Partei Y).

Wahlbetrug und Feudalismus kennzeichnen Parteipolitiker, Parteien, Parteienstaat. Die Parteien haben ein oligarchisches Feudalsystem gebildet. Damit verwirklichten sich exemplarisch die von Robert Michels schon 1911 beschriebenen Gesetzmäßigkeiten von Parteiorganisationen und die 1923 von Carl Schmitt geübte grundsätzliche Kritik am Parlamentarismus. „Robert Michels fand das »Eherne Gesetz der Oligarchie«, nach dem in jedem Herrschaftssystem nur wenige wirkliche Macht ausüben. Man hat errechnet, daß die Anzahl ... mit 3% - 6% (**) der Bevölkerung immer annähernd gleich ist. Zentrales Problem ist aber, durch welches Ausleseprinzip welche Art von Menschen Zugang zur Funktionselite bekommt und dadurch an der tatsächlichen Ausübung der Herrschaft Teil hat. Daß in der heutigen Bundesrepublik die Art der Auswahl von Berufspolitikern und ihre Karriere die entscheidende Schwachstelle des politischen Systems ist, sieht der Soziologe Erwin Scheuch als nicht kontrovers an. Die Personalauswahl werde durch das Instrument der Wahlliste bestimmt, und hier dominieren Einflußcliquen und Seilschaften. Für den Berufspolitiker wird der Kampf um eine Wiederaufstellung zur persönlichen Existenzfrage, und darum wird er gnadenlos geführt. Hat der Abgeordnete seinen Listenplatz in der Tasche, ist die Wiederwahl meist nur noch Formsache. Was das Volk von ihm hält, kann ihm gleichgültig sein. Das Risiko des Mandatsverlust durch eine Wahl ist mit 2% - 3% der Abegeordneten außerordentlich gering. Die Eigenabsicherung auf einem sicheren Listenplatz wird nach zwei Richtungen durchgeführt. Nach innen richtet der Berufspolitiker seine Loyalität auf seine Seilschaft, allenfalls auf seine Partei aus: Ganze Personalpakete werden in kleinem Kreis informell abgesprochen und die Cliquenmitglieder darauf festgelegt, sich gegenseitig zu wählen. Nach außen wird die Wahl jedes Dritten verhindert. .... Auf Bundesebene und in einer Anzahl größerer Städte haben solche Seilschaften sich bereits zu voll ausgebildeten Feudalsystemen fortentwickelt. Grundlegend für jedes Feudalsystem ist ist der Tausch von Treue gegen Privilegien. Wer auch nur einmal ausschert, wird verstoßen. Wer aber mitspielt und sich der Cliquenräson beugt, darf mit seiner Wiederaufstellung rechnen, denn die Clique benötigt ihn als Baustein ihrer Einflußzone ebenso, wie er auf sie zu seiner persönlichen Existenzabsicherung angewiesen ist. .... Die Parteien haben Quasi-Kartelle gebildet und die Versorgungsposten des staatlichen und halbstaatlichen Bereichs wie eine Beutemasse unter sich aufgeteilt. Sie greifen direkt über sogenannte Wahlkampfkostenerstattungen und andere unmittelbare Zuwendungen in Höhe von mehr als 1 Milliarde DM jährlich in den gefüllten Steuertopf und erzielen damit 60% ihrer Einkünfte. Die Gesetze, die ihnen das erlauben, haben sie im Bundestag selbst beschlossen und reproduzieren den sie umhüllenden Nährspeck ständig selbst wie eien Spinnerraupe ihren Kokon. Rechnet man zu ihrer Beutemasse noch die staatliche Finanzierung ihrer Parteistiftungen mit jährlich 500 Millionen DM, die Fraktionszuschüsse mit 100 Millionen DM und sämtliche Dienstbezüge der unter Verstoß gegen das Leistungprinzip (Artikel 33 GG) Protegierten hinzu, steigt sie ins Unermeßliche. Diese Dienstbezüge sind der wichtigste Gegenstand persönlicher Vorteilnahme. Durch Zugriff auf die Besetzung lukrativer Posten haben die Parteien sich die Ressource »Privilegien« unbeschränkt verfügbar gemacht, um sich der Treue ihrer Günstlinge zu versichern. .... Die Parteien haben den Zugriff auf die öffentlichen Ämter in kaum vorstellbarem Maße monopolisiert. Sie erweitern den zu ihrer Beutemasse gehörenden Kreis systematisch.“  (Klaus Kunze, Der totale Parteienstaat, 1994, S. 17-21).“ Kein Wunder, denn (wie schon gesagt): Parteipolitiker haben mit Volk und Demokratie nichts zu tun. Unsere Politiker sind Feinde des Volkes, Feinde der Demokratie, Feinde der Inländer, Feinde der Männer, Feinde der Kinder, Feinde der Paare, Feinde der Familie, Feinde der Nation, Feinde der Gemeinschaft.

Das vernichtendste Urteil über den deutschen Parteienstaat - von seinen Führungscliquen euphemistisch als „Demokratie“ verherrlicht - fällte Hans Herbert von Arnim in seinem Buch „Staat ohne Diener“ (**): „Das Grundübel unserer Demokratie liegt darin, daß sie keine ist. Das Volk, der nominelle Herr und Souverän, hat in Wahrheit nichts zu sagen. Besonders kraß ist es auf der Bundesebene entmündigt, obwohl gerade dort die wichtigsten politischen Entscheidungen fallen.“ (Hans Herbert von Arnim, Staat ohne Diener, 1993, S. 335.).

„Der Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim hat einmal ausgerechnet, daß es in Deutschland ungefähr 17000 Personen sind, die dem parteienübergreifenden Kartell der Postenverteilung angehören. Diese Berufspolitiker und Berufsfunktionäre verdanken ihr Fortkommen nicht ihrem Einsatz für Bürgerinteressen und auch nicht dem Vertrauen der Parteimitglieder an der Basis, sondern fast ausschließlich dem Wohlwollen der Apparatschiks, von denen sie zur Nominierung vorgeschlagen werden.“ (Frank Böckelmann, Die Welt als Ort, 2007, S. 182).

„Ein Land mit Volksparteien ohne Volk.“ (Hans Herbert von Arnim, in: Mannheimer Morgen, 03.07.2008, S. 4).

„Über die Geltung des Grundgesetzes konnten wir Deutschen nie entscheiden. Und von einer Wahl der Abgeordneten durch die Bürger, frei und unmittelbar, wie es das Grundgesetz verheißt, kann erst recht nicht die Rede sein. Bei uns bestimmen die Parteien, welche Personen ins Parlament kommen. Wen sie in sicheren Wahlkreisen aufstellen oder auf sichere Listenplätze setzen, der ist lange vor der Wahl bereits gewählt.“  (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 14).

„Dennoch nennen Verteidiger des Status quo wie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse unsere Kombination von Erst- und Zweitstimmen »fair und gerecht«. Dazu ein Beispiel: Im Bundestagswahlkreis Hamm-Unna II, einem sicheren Wahlkreis der SPD, verlieren Laurenz Meyer (CDU) und Jörg van Essen (FDP) regelmäßig gegen Dieter Wiefelspütz. Das tut ihnen aber gar nicht weh, weil sie auf den Listen ihrer Parteien abgesichert sind und deshalb von vornherein feststeht, daß alle drei in den Bundestag einziehen. Wie in Hunderten anderer Wahlkreise ist der heftige Wahlkampf in Hamm-Unna II nur ein Scheingefecht, das über die wahre Natur unseres Wahlsystems hinwegtäuschen soll.“ (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 14).

„Welche Wirkung seine für eine Partei abgegebene Zweitstimme auf die Mehrheitsbildung hat, kann der Bürger meist ohnehin nicht abschätzen. Regierungen kommen bei uns durch Koalitionen zustande – aber erst nach der Wahl. Dies verlangt, seitdem die Linke auch im Westen in die Parlamente einzieht, wenn es nicht zur Großen Koalition kommt, immer häufiger drei Parteien. Dann will jede Partei erst mal ihre Klientel bedienen, so daß allgemeine Belange leicht auf der Strecke bleiben.“ (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 14).

„Zusätzlich ergibt sich ein ... Dilemma: Entweder machen die Parteien vor der Wahl eine Koalitionsaussage. Dann drohen nach der Wahl hessische Verhältnisse. Oder sie halten sich alles offen. Dann wissen die Wähler nicht, was aus ihrer Stimme wird. Das Dilemma verschärft sich noch, weil im Bundesrat oft die Opposition dominiert. Stimmt sie einer Vorlage der Regierung zu, sind alle Parteien beteiligt, so daß der Wähler erst recht niemanden für die Entscheidung verantwortlich machen kann. Sagt die Opposition aber Nein, droht wieder die Blockade. Und diese Gefahr wächst, weil Enthaltungen in der Länderkammer als Nein gewertet werden. In Fünfparteiensystemen werden Enthaltungen, weil die Koalitionäre einer Landesregierung sich nicht einigen können, immer wahrscheinlicher. Wie aber soll ein Kanzler da noch Charisma entwickeln und die Bürger für notwendige Weichenstellungen begeistern, wenn er befürchten muß, spätestens im Bundesrat demontiert zu werden? Die Lähmung der Politik ist programmiert.“ (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 14-15).

„Wenn Demokratie Herrschaft durch das Volk und für das Volk ist, haben wir in Wahrheit keine.“ (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 15).

„Berufspolitiker legen über die Fraktionsgrenzen hinweg nicht nur ihre finanzielle Ausstattung, sondern ihren gesamten Status selbst fest. Sie entscheiden in eigener Sache über die Regeln des Machterwerbs und Machterhalts, über das Wahlrecht und die Politikfinanzierung – und über die Verfassung insgesamt, ohne daß sie dafür noch zur Verantwortung gezogen werden können. Damit hat sich die Willensbildung verkehrt. Die politische Klasse hat die Souveränität usurpiert, und das Volk wird durch wohlfeile Formeln darüber hinweggetröstet. Die Täuschung gelingt zwar nicht immer und schon gar nicht auf Dauer, sie trägt aber umso mehr zur allgemeinen Verdrossenheit bei. Hier liegen Gründe für den Rückgang der Wahlbeteiligung sowie den massiven Mitglieder- und Vertrauensschwund der Parteien.“ (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 15).

„Das eigentliche Problem ist die Reformresistenz der politischen Klasse in eigener Sache, die ihre Allmacht nicht teilen will, erst recht nicht mit dem Volk selbst. Die Beseitigung der starren Wahllisten zum Beispiel hatte die Enquete-Kommission Verfassungsreform bereits 1976 empfohlen, und Prominente wie die Verfassungsgerichtspräsidenten Roman Herzog und Hans-Jürgen Papier wiederholen den Vorschlag in periodischen Abständen. Doch dazu kam es bisher ebenso wenig wie zur Einführung von Vorwahlen in Wahlkreisen, die Franz Müntefering vorgeschlagen hatte.“ (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 15).

„Nachdem das Bundesverfassungsgericht im Juli das Bundeswahlgesetz für verfassungswidrig erklärt hat, wäre jetzt Gelegenheit für eine durchgreifende Reform, die die Parteien auf ihre grundgesetzliche Position, an der politischen Willensbildung des Volkes nur mitzuwirken, zurückführt und die grundgesetzliche Verheißung der Wahl der Abgeordneten durch das Volk erfüllt. Doch auch dieses Mal ist Skepsis angezeigt. Eine solche Reform läßt sich wohl nur durch Volksbegehren und Volksentscheid erreichen. Das bestätigen Volksgesetzgebungsverfahren in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern. Mittels direkter Demokratie ließe sich auch Volkssouveränität herstellen. Könnten die Bürger durch Volksbegehren und -entscheid das Grundgesetz ändern, könnte das Nichtgebrauchmachen von dieser Möglichkeit mit einigem Recht als Einverständnis mit der bestehenden Verfassung interpretiert werden. Doch gerade in der beabsichtigten Relativierung der Macht der politischen Klasse dürfte der tiefere Grund liegen, warum man sich im Bund gegen die Einführung direktdemokratischer Verfahren sträubt, obwohl sich in der Koalitionsvereinbarung ein dahingehender Passus findet. Letztlich helfen nur öffentliche Aufklärung über die wahren politischen Verhältnisse – und größter öffentlicher Druck.“ (Hans Herbert von Arnim, Wir haben nicht zu viel, sondern zu wenig Demokratie, in: Cicero, August 2008, S. 15).

„Hans Herbert von Arnim trifft die Feststellung: »In Wahrheit fehlt dem Grundgesetz selbst die erforderliche demokratische Legitimation. Die sogenannte bundesdeutsche Volkssouveränität ist ein ideologisch verbrämtes Traumgebilde.« Arnim weist auf die systematische Fernhaltung des Souveräns der Demokratie - des demos - von der Macht hin. Verfassungstext und Verfassungswirklichkeit kämen in dem Punkt zusammen, daß das Volk möglichst wenig Einfluß haben sollte. Stattdessen übten die »Kartellparteien« als Quasi-Institutionen die Kontrolle über das Parlament, aber in den Spitzen über alle Gewalten aus. Die öffentliche Meinung werde systematisch manipuliert, die Presse korrumpiert. Es gebe weder die Möglichkeit, wichtige Ämter durch Direktwahl zu besetzen, noch die Chance, Schicksalsfragen - wie etwa die Ratifizierung der EU-Verfassung - durch eine Volksabstimmung zu klären.“ (Karlheinz Weißmann, Post-Demokratie, 2009, S. 8-9).


Vergleich von monarchialer, präsidialer, parlamentarischer Demokratie

Monarchiale Demokratie Präsidiale DemokratieParlamentarische Demokratie
DefinitionDemokratrie mit einem Monarchen an der
Spitze (vgl. parlamentarische Monarchie).
Demokratie mit einem Präsidenten
oder Führer an der Spitze
Demokratie mit einem Parlament
oder Parteienstaat an der Spitze
BeispieleDeutschland bis 1916/18; England; Holland;
Belgien; Dänemark; Norwegen; Schweden
Deutschland von 1919 bis 1933 (de jure bis 1945); USA; Frankreich seit 1959Deutschland seit 1949 (W.) bzw. 1990;
Österreich seit 1949; Italien seit 1948
WahlParlament und Regierung
werden direkt vom Volk gewählt
Parlament und Präsident
werden direkt vom Volk gewählt
Parlament wird teilweise direkt vom Volk,
Präsident wird vom Parlament gewählt
Plebisziteja (teilweise) und nein (teilweise)janein
Gefahrengeringe Gefahr der Ein-Personen-Diktatur;
geringe Gefahr von Ochlokratie / Anarchie
mittlere Gefahr der Ein-Personen-Diktatur;
mittlere Gefahr von Ochlokratie / Anarchie
große Gefahr der Parteien-Diktatur;
große Gefahr von Ochlokratie / Anarchie
Tendenz20-bis-40%-Wahrscheinlichkeit Diktatur;
20-bis-40%-Wahrscheinlichkeit O. / A.
40-bis-60%-Wahrscheinlichkeit Diktatur;
40-bis-60%-Wahrscheinlichkeit O. / A.
60-bis-80%-Wahrscheinlichkeit Diktatur;
60-bis-80%-Wahrscheinlichkeit O. / A.
Mängelgeringe Anzahl der Mängel an Demokratiemittlere Anzahl der Mängel an Demokratiehohe Anzahl der Mängel an Demokratie
Notegutbefriedigend bis ausreichendmangelhaft

In rund 75 der mindestens 100 Jahre, in denen Deutschland die erfolgreichste Nation der Welt war (**), gab es hier auch die richtige politische Mischung (**|**). Deutschlands 2. Kaiserreich war neben der ihm folgenden Weimarer Republik das modernste und demokratischste Politsystem Deutschlands. Der Kaiser und nach ihm erst recht der Reichspräsident regierten präsidialdemokratisch. Der Reichspräsident wurde direkt vom Volk gewählt. Zum Vergleich: In der Bundesrepublik gibt es einen äußerst negativen Parlamentarismus der Parteien; oppositionelle Parteien sind verboten oder werden von Verfasunsgschutz, Polizei und „Undercover“-Agenten des Parteienstaates so lange ausspioniert, bespitzelt, provoziert u.s.w., bis sie endlich verboten werden können (**|**); die Parlamentarier werden gar nicht vom Volk gewählt, sondern ziehen über »Listen« ins Parlament ein. Auch der Bundespräsident, obwohl nur Repräsentant, darf vom Volk nicht gewählt werden. Volksabstimmungen sind ebenfalls verboten. **

Angesichts der Tatsache, daß im Abendland seit der Gründung des 2. Deutschen Reiches die Ochlokratie mit rückwärtsgewandtem Vektor Demokratie (O/A(D)) dominierte, stand das Deutsche Reich zu dieser Zeit wie ein demokratischer Fels in der Brandung der Ochlokratie. Das gilt aber schon weniger für die Weimarer Republik des 2. Deutschen Reiches, sehr viel weniger für die Bonner Republik der Bundesrepublik Deutschland und gar nicht mehr für die Berliner Republik der Bundesrepublik Deutschland. Letztere ist ja bereits der seit dem „Mauerfall“ im Abendland dominierenden Herrschaftsform-Variante Ochlokratie mit vorwärtsgewandtem Vektor Monarchie (O/A(M)) völlig angepaßt. **

Hätte es nach dem 2. Weltkrieg in der Bundesrepublik eine Demokratie gegeben, hätten wir heute die Probleme, die wir haben, nicht. (Das Volk der Bundesrepublik ist leider aber eben nur laut Papier der »Souverän« und in Wirklichkeit der Untertan, Unfreie, Hörige, und dieses genaue Gegenteil zum Souverän kann nicht einfach eine neue Partei gründen und so eine neue Politik betreiben, weil schon jeder Versuch dazu verboten wird [wie das geht, weiß jeder, der das schon mal versucht hat, dessen Partei vom Verfassungsschutz des Parteien-Staates beobachtet, von sogenannten »Undercover«-Agenten des Parteien-Staates ausspioniert, in Verruf gebracht und zuletzt vom Parteien-Staat als wirklichem und antidemokratischem Souverän höchstperönlich verboten worden ist!]!).  Die Mehrheit des Deutschen Volkes ist in den wichtigsten Entscheidungen politisch kompetenter als ihre michelige Bundesregierung. Wenn statt der micheligen Bundesregierung das Deutsche Volk entschieden hätte, dann hätten wir heute nicht die riesigen Ausländerprobleme, nicht diese schreckliche EU, nicht den Euro („Teuro“), nicht dumme militärische Einsätze in der Welt, nicht ähnliches Negatives. Wenn das Deutsche Volk entschieden hätte, dann hätten wir heute immer noch die paradiesischen Zustände von früher, die wir ebenfalls nur dem Deutschen Volk (einschließlich Adel) zu verdanken haben.

Wie demokratisch wer oder was ist, erkennt man nicht an dem,
was auf dem Papier steht, sondern an dem, was praktiziert wird.

Die Bundesrepublik Deutschland ist vielleicht so demokratisch, wie es der Deutsche Bund war, doch bei weitem nicht so demokratisch, wie es das 2. Deutsche Reich war. Das 2. Deutsche Reich tolerierte die damals extremistische, nämlich kommunistische bzw. marxistische und somit unstürzlerische, revolutionäre SPD: sie war die größte Partei dieser Art - weltweit! Dagegen hat die Bundesrepublik schon Angst vor so harmlosen politischen Gegnern wie z.B. den Republikanern, der DVP, der NPD und der Partei mit dem irreführenden Namen „Die Linke“, von denen nicht einmal annähernd so viel Gefahr ausgeht wie von den kommunistischen Parteien zur Zeit des 2. Deutschen Reiches. Das 2. Deutsche Reich hat echte Oppositionsparteien an der Parlamentsarbeit mitwirken lassen; die Bundesrepublik Deutschland jedoch läßt gar keine echten Oppositionsparteien zu, läßt sie entweder indirekt oder direkt, weil sie sie zuvor in Verruf gebracht hat, verbieten. Ein solcher Staat wie die Bundesrepublik hat mit Demokratie überhaupt nichts im Sinn, ist sogar extrem antidemokratisch und totalitär.

Wäre es auch in der Zeit des Deutschen Bundes schon Mode - wie später seit 1945 - gewesen, von Demokratie gerade dann um so mehr zu reden, je weniger sie praktiziert wird, dann hätte sich der Deutsche Bund auch Bundesrepublik Deutschland nennen können, denn der Unterschied zwischen beiden liegt tatsächlich lediglich in der Menge des Geredes über Demokratie - und also nicht in der politischen Praxis. Was den demokratischen Anteil an der politischen Praxis angeht, gibt es kaum einen Unterschied zwischen dem Deutschen Bund und der Bundesrepublik Deutschland.

Und die Europäische Union ähnelt dem 1. Deutschen Reich, dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, und könnte auch Europäische Union Deutscher Wirtschaft oder Europäische Union Deutscher Währung oder Europäische Union Deutscher Finanzierung oder kurz 4. Deutsches Reich heißen, und weil sie ja primär aus wirtschaftlichen Gründen zusammenhält, ähnelt sie vielleicht noch mehr der Deutschen Hanse.

Jeder der in Brüssel vertretenen Bürokraten
ähnelt doch sehr dem Deutschen Michel (**).

Politisch aber betreibt die EU, was sie bedeutet: Europas Untergang. Dagegen betrieb sowohl das 1. Deutsche Reich, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, als auch die Deutsche Hanse den Aufstieg Europas, also: Europas Aufgang. Zur Orientierung folgendes Beispiel: 15. / 16. Jahrhundert bedeutet für das Abendland das Erreichen des kulturellen Höhepunktes; 22. / 23. Jahrhundert bedeutet für das Abendland das Erreichen des kulturellen Tiefpunktes (zivisliatorischen Höhepunktes)! Diese beiden Zeiten sind also, so gesehen, oppositionell zu verstehen.

Alle Parteien, die bei uns regieren - „regieren“ bedeutet in diesem Fall: den Untergang organisieren, u.a. auch und gerade mit Hilfe der EU, deren Programm Europas Untergang (EU) ist - sind ausschließlich solche Parteien, die den Buckel vor jeder Minderheit machen und also dem Ausland dienen, während sie die Mehrheit mittels »Umerziehung« zum Selbsthaß verpflichten und das Inland tabuisieren. Diese Parteien mit ihrem Regierungs-Elfenbeinturm, dem Parteienstaat, gehören abgeschafft, und zwar sofort.

Erinnert sei an unsere „Hochzeit“ - die Hochzeit innerhalb des modernen goldenen Zeitalters Deutschlands:

Deutschland war mehr als ein Jahrhundert lang in allen Bereichen Weltmeister. In jeder Hinsicht, denn Deutschland war auf allen Gebieten Weltführer. Deutschland hatte auf den modernsten Gebieten der Technik die Weltführerschaft, vor allem in Elektrizität, Optik, Chemie, Spezialmaschinen, Feinmechanik, Spielzeug, Musikinstrumente, Maschinenbau überhaupt u.v.m. (eben: Weltmeister in Technik und Wissenschaft), daher auch bei weitem die meisten Nobelpreisträger (**). „Ursächlich für diese Erfolge waren die sprichwörtliche Rechtssicherheit und die in der ... Tradition gewachsenen ... Tugenden: Bildung, Fleiß, Ordnung, Disziplin, Eigenständigkeit und Einfallsreichtum (Kreativität). .... Deutschland beherrschte in Chemie und Pharmazie den Weltmarkt mit 87 % (Apotheke der Welt!). Deutschland hatte auf dem Weltmarkt die Führungsrolle auf allen Anwendungsgebieten der Elektrizität. In der optischen Industrie besaß Deutschland eine führende Weltmarktstellung. In der Quantität (Stapelware) war das englische Außenhandelsvolumen größer als das deutsche, in technischen Qualitätsprodukten dagegen war es erheblich geringer. .... Deutschland hatte „die besten durchschnittlichen Lebensverhältnisse.“ (Ehrhardt Bödecker, a.a.O., 2004, S. 195, 232, 233 [**]). Deutschland war mit weitem Abstand das in der Welt führende Land der Wissenschaft und Bildung! (**|**). Deutschland hatte weltweit - und wiederum mit weitem Abstand - die beste Sozial-, Alters- und Gesundheitsfürsorge. Dieses Versicherungssystem war und ist (!) selbst eine Exportware, ein Schlager mit Weltformat, ein Welthit - weil eben erwünscht. Deutschlands Wirtschaft - in Verbindung mit der einzigartigen Sozialpolitik - war die erfolgreichste der Welt, die Verwaltung und Gesetze wurden fast überall in der Welt kopiert. Als Land der „Dichter und Denker“ galt Deutschland auch vorher immer schon als die Kulturnation. Weltführung in Kultur und Technik, Wirtschaft und Kunst - diesen Weltmeistertitel hat bisher nur eine Nation erreicht: Deutschland. Deshalb ist es auch kein Wunder, daß „bis 1918 40% aller Nobelpreise an deutsche Wissenschaftler verliehen wurden, 80% der wissenschaftlichen Literatur in der Welt bis 1939 nicht in englischer, sondern in deutscher Sprache erschienen, die internationale Wissenschaftssprache deutsch und nicht englisch war, Deutschland im Gegensatz zu allen anderen Ländern so gut wie keine Analphabeten mehr kannte, die deutschen Universitäten zum begehrten Ziel ausländischer Studenten wurden, die deutsche medizinische Wissenschaft an der Weltspitze stand“  (Ehrhardt Bödecker, a.a.O., 2004, S. 268-269 [**|**]) sowie insgesamt die deutsche Wissenschaft, besonders die deutsche Naturwissenschaft, und überhaupt die deutsche Technik an der Weltspitze stand. Mit weitem Abstand zu den Verfolgern. Erst nach dem 2. Weltkrieg verlor Deutschland einige technische Gebiete an die USA, die Forscher aus Deutschland rauben konnten (nur ein Beispiel unter vielen: Wernher von Braun), weil sie aus dem 2. Weltkrieg als Sieger hervorgingen. Doch auch nach dem 2. Weltkrieg hat Deutschland seinen Weltmeistertitel gut verteidigt, und erst die Entwicklungen seit 1990/2000 zeigen erstmals einen fremd anmutenden negativen Trend an. Das wird unsere Feinde, die heute größtenteils unter uns weilen, freuen. Doch mögen diese Neider auch noch so viele Märchen in die Welt setzen, auf diesen Weltmeistertitel - ich nenne ihn Bildung - können wir stolz sein. Der Neid aber - ich nenne ihn Einbildung - will immer schon die Zerstörung. Bleibt nur noch zu sagen, daß Deutschlands Konkurrenz deswegen auf die zerstörerische Verdrängung zwanghaft angewiesen ist, weil sie unser Deutschland, nämlich seine „einzigartige Erfolgsgeschichte auf allen Gebieten, bewundert und beneidet.“ (Ehrhardt Bödecker, a.a.O., 2004, S. 214 [**]). Deutschland war damals die Supermacht, also die größte Weltmacht - vergleichbar mit den USA der 1990er Jahre.

Deutschland hatte damals das beste Bildungssystem der Welt, die besten Schulen und Universitäten der Welt (und schon seit Beginn der Vergabe von Nobelpreisen die mit weitem Abstand meisten Nobelpreisträger der Welt), die besten Techniker und Wissenschaftler der Welt, die beste und stärkste Armee der Welt, die beste („schlanke“, effizienteste) Verwaltung der Welt, die beste Wirtschaft der Welt, die größte (und auch in allen Bereichen größte) Industrie der Welt, die geringsten Staatsschulden der Welt, die geringste Steuerbelastung der Welt, die meisten Kreativen der Welt, die meisten Reichen der Welt, die wenigsten Armen der Welt, die wenigsten Kriminellen der Welt, die wenigsten (0,9%) Analphabeten der Welt, die geringste (1% bis 2%) Arbeitslosigkeit der Welt, das beste Gesundheitssystem der Welt, das beste Sozialsystem der Welt, das beste Alters- und Rentensystem der Welt, die beste Rechtssicherheit der Welt, den besten Arbeitsschutz der Welt, die besten Prudukte der Welt („Made in Germany“ = 1. Qualität der Welt), das beste (demokratischste) Parlament der Welt, die besten Lebensverhältnisse der Welt ... u.s.w. u.s.w. u.s.w. ..., ja eben überhaupt die beste Nation der Welt. (**). Beispielsweise konnte ein gelernter Maurer in Deutschland mit nur drei Wochenlöhnen die Jahresmiete seiner Wohnung bezahlen. An den deutschen Börsen stiegen die Aktien vornehmlich dann, wenn die Arbeitslosigkeit abnahm, und fielen, wenn sie zunahm - und das bei einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von 1% bis 2% bei ständig steigender Zahl von Arbeitssuchenden. Die Staatsquote als der Staatsanteil betrug nur rd. 10% (zum Vergleich: in den 1990er Jahren betrug in der Bundesrepublik Deutschland der Staatsanteil zwischen 50 und 60 Prozent [**|**|**]). Dies alles wäre ohne wissenschaftliche, technische, wirtschaftliche, soziale und politische Freiheit niemals möglich gewesen. Deshalb sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt vor den Lügen der heutigen Parteipolitiker, die vor allem deshalb lügen, weil sie ihre Macht sichern wollen, weil sie Angst davor haben, daß ihre Wähler bessere Politiker wählen könnten, weil sie nicht denselben Mut haben wie die damaligen Politiker des Deutschen Reiches.

Für die heutige globale Finanzkrise gibt es nur einen Ausweg (auch und gerade dann, wenn er mit viel Neid als „Sonderweg“ bezeichnet wird): das Deutsche System - ob man es nun die Deutsche Marktwirtschaft, die Ökologische Marktwirtschaft, die Soziale Marktwirtschaft, die Ökosoziale Marktwirtschaft, den Deutschen Kapitalismus, den Deutschen Sozialismus, den Rheinischen Kapitalismus, den Rheinischen Sozialismus, den Preußischen Kapitalismus, den Preußischen Sozialismus, die Deutschland AG oder sonstwie nennt -, gemeint ist hier die Deutsche Wirtschaftsform als ein Teil der Deutschen Gemeinschaftsform, die bekanntlich auch Deutsche Kulturnation oder Deutsche Technik- und Wissenschaftsnation (Land der Dichter und Denker) genannt wird, die erfolgreichste der Welt.

Der Deutsche oder auch Preußische Sozialismus ist nicht der linke Sozialismus, also der Kommunismus mit seinen Varianten; es ist damit überhaupt nicht so sehr ein vom Staat dirigierter oder gar kommandierter Sozialismus gemeint, sondern jener alte Sozialismus, der sich aus dem Zusammenspiel zwischen Markt und Gemeinschaft, begleitet von einem Staat mit einer sehr schlanken und deshalb sehr effizienten Verwaltung (**), fast wie von selbst ergibt - fast deshalb, weil immer nur fast eine freie Marktwirtschaft existieren kann. Noch Ludwig Erhard hat nicht so gern Soziale Marktwirtschaft gesagt, sondern immer wieder darauf hingeweisen, daß der freie Markt das eigentlich Soziale sei, daß nur eine freie Marktwirtschaft zugleich auch eine soziale sei. Jedenfalls ist sicher, daß der Staat sich möglichst aus Markt und Gemeinschaft heraushalten sollte. Ein Musterbeispiel hierzu liefert das Deutsche System (**) zur „Hochzeit“ des modernen goldenen Zeitalters Deutschlands (**). Daß Deutschland damals in allen (allen!) Bereichen Weltführer (**) war, hat seinen Grund in der deutschen Tradition, in den typisch deutschen Tugenden als Voraussetzungen für den Erfolg dieses Deutschen Systems, der Deutschen Ordnung.

Heute sind es bei uns mittlerweile „gerade die antimarktwirtschaftlichen Steuer- und Abgaben-Exzesse, die politische Regelungswut und die arbeits- und tarifrechtlichen Hindernisse, welche den Mittelstand - und somit die echten (Eigentümer-)Unternehmer - immer mehr schwächen und ausdünnen. Genau diese aber sind - oder wären - das Lebenselixier der Marktwirtschaft und könnten die Konzerne das Fürchten lehren.“ (Roland Baader, Die wahre Macht des Kapitals, in: JF, 13.05.2005 **). Außerdem sei den angeblichen Moralisten gesagt: „Erzwungene Moral ist keine Moral. Und Freiheit kann es nur in einer Ordnung geben, in welcher die Eigentumsrechte respektiert werden. Am sichersten und besten geschieht dies im Kapitalismus.“ (Ebd. **). Das ist die wahre Deutsche Ordnung, und sie war am erfolgreichsten v.a. zur „Hochzeit“ des modernen goldenen Zeitalters Deutschlands (**). Damals lag der Staatsanteil bei nur 5% (**), in der heutigen Bundesrepublik Deutschland liegt er bei rund 70%. Rund 70%, das ist wahnsinnig, schrecklich, ein Horror! In der Kategorie „Umfang der Staatstätigkeit“ stand die Bundesrepublik 2007 „auf Platz 102 von 123 Staaten und damit nahe bei diktatorisch regierten Staaten“, bei der „Regulierung des Arbeitsmarktes“ „auf Platz 115 von 131 Staaten. (Vgl. F.A.Z., 01.11.2007, S. 12 **).“ (Max Eichenhain, 2034 - Abschied vom Abendland, 2007, S. 191 **). Es soll hier aber auch nicht der übertriebene Liberalismus gelobt, sondern lediglich darauf hingewiesen werden, daß ein vom Staat verordneter Kollektivismus (fast immer ist er ein Links-Sozialismus **) falsch, böse, häßlich ist; er ist also in logischer, ethischer, ästhetischer, in jeder Hinsicht die schlechteste Lösung von allen. Kollektivformen (**|**) gibt es auch ohne Staat; der Staat muß sich aus ihnen möglichst heraushalten; ein kollektivistischer Staat will Formen diktieren, die es schon lange vor der Zeit des Staates gab; ein kollektivistischer Staat schreibt kurz vor seinem Ende sogar vor, wann wer mit wem wie und um welche Uhrzeit ins Bett gehen muß. Der Staat soll die Gemeinschaft in Ruhe lassen, anders gesagt: der Staatsanteil muß stets unter 15% und über 5% bleiben (meine Faustregel!). Der Staat soll sich nur da einmischen, wo es wirklich erforderlich ist, z.B. dann, wenn die Rahmenbedingungen verletzt worden sind. Und diese Rahmenbedingungen darf er nicht ständig erweitern, verengen oder sonstwie auf ein von ihm bevorzugtes Maß verändern. Ein Staatsanteil von 10%, wie er früher in Deutschland üblich war, ist also eine optimale Lösung. Um einen solchen schlanken Staat wieder zu erreichen, bedarf es aber erst einmal der Erinnerung an die Zeit, in der in Deutschland alles am besten und optimalsten war (**|**), also v.a. an die „Hochzeit“ seines modernen goldenen Zeitalters:

Deutschlands modernes goldenes Zeitalter hatte seine „Vorlaufzeit“ (in etwa von 1780 bis 1860), seine „Hochzeit“ (in etwa von 1860 bis 1960) und seine „Auslaufzeit“ (in etwa von 1960 bis ....). Jede dieser drei Zeiteinheiten kann wiederum in mindestens drei kleinere Zeiteinheiten (Zeitstufen) unterteilt werden. Für unser Thema am interessantesten ist natürlich die Hochzeit, also in etwa die Zeit von 1860 bis 1960, und in deren Mitte finden wir nicht zufällig die von Kaiser Wilhelm II. stark geprägte Zeit, die deshalb auch „Wilhelminismus“ genannt wird.

Damit müssen wir uns ein bißchen näher beschäftigen und dabei auch die Vorurteile der „68er“ als Lug und Betrug entlarven, z.B. auch die von den „68ern“ hochgejubelte, von Fritz Fischer 1961 aufgestellte unsinnige These. Wenn Wilhelm z.B. 1892 in das Goldene Buch der Stadt München schrieb: „Der Wille des Königs sei das höchste Gesetz“, meinte er nicht sich selbst, wie die „68er“ und andere Linke gern glaubten und immer noch glauben, sondern er spielt auf die Situation in Bayern an, wo nach der Entmündigung Ludwig II. die Monarchie akut gefährdet war. Eberhard Straub beschreibt in seinem 2008 erschienen Buch (Kaiser Wilhelm II. in der Politik seiner Zeit - Die Erfindung des Reiches aus dem Geist der Moderne) die 26 Jahre vom Regierungsantritt Wilhelms II. bis zum Beginn des 1. Weltkriegs sogar „als die großartigste Epoche, die Deutschland in seiner jüngeren Geschichte erlebt hat.“ (Erik Lehnert, Wer war der Kaiser?, in: Sezession, Dezember 2008, S. 33). Der Aufschwung in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und allem sei in dieser Zeit besonders einzigartig gewesen, und wenn er für Deutschland, das ja ohnehin als die Kulturnation überhaupt galt, einen Aufschwung für diese Zeit konstatiert, so bedeutet das, daß er einen nochmaligen Aufschwung innerhalb eines schon seit langem andauernden Aufschwungs konstatiert. Und Lehnert bemerkt: „Hinzu kommt, daß diese Ära sicher die Zeit der größten persönlichen Freiheit war, die es je gegeben hat. Das haben vor Straub schon andere festgestellt, etwa Golo Mann und Karl Jaspers, aber es ist in Vergessenheit geraten. Straub stellt den großen Anteil heraus, den Wilhelm II. an dieser Blüte hatte.“ (Ebd.). Lehnert erinnert auch an Niall Ferguson, der in seinem 1999 erschienenen Buch (Der falsche Krieg) „England als die kriegstreibende Macht herausstellt“, und an die 2008 erschienene Wilhelm-Biographie von Christopher Clark, in der es u.a. heißt: „In der Literatur über diese Periode - und im allgemeinen, heutigen Bewußtsein - ist die verblüffende Tendenz zu beobachten, die Angelegenheit aus englischer Sicht zu betrachten, implizit die Vorstellung zu akzeptieren, daß die britische, koloniale Ausdehnung und die britischen Auffassungen vom Recht der Briten eine ›natürliche Ordnung‹ bildeten, in deren Licht die deutschen Proteste (hier ist die Krüger-Depesche gemeint) offensichtlich mutwillige Provokationen waren.“  (Christopher Clark, Wilhelm II. - Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers, 2008). „Dieser nüchterne Blick auf die Dinge kann dann auch erkennen, daß Wilhelm II. am Ausbruch des Ersten Weltkriegs unschuldig ist, er ihn bis zum Schluß nicht gewollt hat (**). In Straubs Eloge wird noch etwas deutlich: Es handelte sich beim ›Wilhelminismus‹ um ein eminent modernes Phänomen. Der Kaiser war kein Autokrat, aber eben auch kein ›Frühstückspräsident‹. Er war so etwas wie eine überparteiliche Instanz, die - als preußischer König von Gott, als Kaiser wohl lediglich historisch legitimiert - den gesellschaftlichen Ausgleich herbeiführen wollte und oft auch konnte. Das System hatte die Vorzüge, die man heute an Präsidialdemokratien oder konstitutionellen Monarchien beobachten kann: Es hatte ein Zentrum, an dem der Parteienstreit ruhte (selbst die Sozialdemokraten machten da selten eine Ausnahme). Deutschland war ein junger Nationalstaat mit einem ›Demokraten auf dem Thron‹ (Straub): Ohne den Reichstag konnte er nichts, gegen das Volk wollte er nichts unternehmen. Was seine Minister und Berater betrifft, war das Verhältnis von Fall zu Fall sehr verschieden. Der Kaiser hatte sicher so etwas wie eine ›Richtlinienkompetenz‹, doch die Richtlinie stand nicht fest und war von den Leuten abhängig, die ›Zugang zum Machthaber‹ (Carl Schmitt) hatten - aber das war in England nicht anders.“  (Erik Lehnert, ebd.). Damals war Deutschland viel demokratischer als England und fast alle anderen Staaten der Welt (**).

Deutschland war damals so eindeutig die stärkste Macht, daß unter seiner Führung die Einigung Europas gekommen wäre, wenn nicht die späteren Weltkriegsgegner genau dies mit ihrem Neid und ihrer Kriegshetze verhindert hätten. „Der englische Historiker Niall Ferguson hatte etwas ganz Ähnliches im Sinn, als er feststellte: „Wir Engländer haben es im 1. Weltkrieg ganz falsch gemacht, die Deutschen zu bekämpfen und mit Hilfe der USA zu besiegen; denn hätten die Deutschen gesiegt, dann wäre die gegenwärtig sich vollziehende Einigung Europas schon vierzig oder fünfzig Jahre früher eingetreten.“ (Ernst Nolte / Siegfried Gerlich, Einblick in ein Gesamtwerk, 2005, S. 119 **). Die Tatsache, daß Deutschland zwei Weltkriege verloren hat - und das auch nur knapp, denn es hätte sie auch gewinnen können (**) -, beweist ebenfalls, daß Deutschland mindestens 100 Jahre lang die erfolgreichste Nation der Welt war (**). Kein anderes Land hätte gegen den Rest der Welt so lange mit so viel Erfolg Krieg führen können (**|**). Und weil so viele ausländische Nationen damals so neidisch auf Deutschland als die erfolgreichste und stärkste Macht der Welt waren, wurde die Einigung Europas, die ja schon damals von Deutschland ausdrücklich gewollt war, von den ausländischen Neidern verhindert.

Die erfolgreichste Nation der Welt (**|**) - dieser Titel ging um 1860 von England auf Deutschland und um 1960 von Deutschland auf die USA über. Deutschland hat ihn ein Jahrhundert lang, vielleicht sogar etwas länger als ein Jahrhundert lang behauptet. Ob die USA fähig sein werden, auch dies nachzumachen?

Das, was wir dringend brauchen, ist eine Restauration des politischen und wirtschaftlichen Systems, und zwar sofort. Diese Restauration brauchen wir nicht so sehr zu nostalgischen bzw. utopischen Zwecken, sondern ausschließlich zu einem auf die Zukunft (wegen der Verantwortung gegenüber unseren Nachkommen) ausgerichteten und sich dabei an der Vergangenheit (wegen der Erfolge unserer Vorfahren) orientierenden Zweck. Machen wir uns also nichts vor; denn sogar dann, wenn die in der folgenden Tabelle (**) genannten Ziele bald erreicht würden, würden leider immer noch nicht alle Kriterien erfüllt sein, um die ehemalige Spitzenreiterrolle Deutschlands in der Welt zurückerobern zu können; denn gerade das, was Deutschland damals so erfolgreich werden ließ, hatte seine Gründe in der Tradition, und gerade die wurde und wird ja von den Neidischen, Dummen und Micheligen bekämpft - trotz des Gewinns für alle.

In rund 75 von den mindestens 100 Jahren, in denen Deutschland die erfolgreichste Nation der Welt war (**), gab es hier auch die richtige - weil gesunde - Mischung aus Demokratie, Aristokratie, Monarchie (**), aus Links-Sozialismus, Rechts-Sozialismus, Liberalismus (**). Daß z.B. Demokratie und extremer Liberalismus genauso schlecht verträglich sind wie Demokratie und die extremen Sozialismen von links und rechts (**), haben viele längst vergessen, weil ihnen seit 1918 (kein Zufall!) und besonders seit 1945 (kein Zufall!) das angelsächsiche Modell, in dem der (wirtschaftliche) Liberalismus dominiert und folglich gerade die Demokratie faktisch so gut wie gar nicht existiert, eingeredet worden ist - obwohl das nie so richtig geklappt hat: bis 1998, als der Verrat am Deutschen System (**) durch die extrem (neo-)imperialistischen, extrem (neo-)kapitalistischen, extrem (neo-)liberalistischen „Rotgrünen“ unter Schröder und Fischer begann (**). Deren Nachfolger erkannten die Fehler immerhin, aber unternahmen fast nichts, um sie zu korrigieren. Auch das zeigt, wie sehr meine empfohlene Restauration des politischen und wirtschaftlichen Systems dringend notwendig ist.

Hier nur einige (der mittlerweile unzähligen) Punkte zur Restauration:
1.) Politisches System
1.1) Rechtspolitisches Subsystem
- Präsididiale DemokratieDeutschlands Weimarer Republik war eine Präsidialdemokratie und neben der ihr vorhergegangenen parlamentarischen Monarchie des 2. Kaiserreiches das modernste und demokratischste Politsystem Deutschlands. Der Kaiser und nach ihm erst recht der Reichspräsident regierten präsidialdemokratisch. Der Reichspräsident wurde direkt vom Volk gewählt. Zum Vergleich: In der Bundesrepublik gibt es nicht wirklich ein demokratisches Politsystem, sondern nur einen äußerst negativen Parlamentarismus der Parteien; oppositionelle Parteien sind verboten oder werden von Verfasunsgschutz, Polizei und „Undercover“-Agenten des Parteienstaates so lange ausspioniert, bespitzelt und provoziert, bis sie endlich verboten werden können (**|**); außerdem werden die Parlamentarier gar nicht vom Volk gewählt, weil sie über „Listen“ ins Parlament einziehen; und auch der Bundespräsident z.B., obwohl er nur Repräsentant ist, darf vom Volk nicht gewählt werden.
- VolksabstimmungenDemokratie heißt Volksherrschaft, und dazu gehören natürlich auch Volksabstimmungen. Bundesrepublikanische Herrschaften reden nur von Demokratie, praktizieren sie aber nicht, lassen sie auch gar nicht zu, verhindern sie, wo es nur möglich ist. In der Bundesrepublik gab und gibt es keine Demokratie.
- VolksvertretungVolksvertretung ist das richtige, Parlament das falsche Wort in einer Demokratie. Deutschlands Parlamentarier müssen wieder direkt vom Volk gewählt werden und dürfen nicht mehr - wie in der Bundesrepublik - über „Listen“ und ähnlichen Klüngel ihre Sitze im Parlament erhalten. Jeder Abgeordnete muß direkt vom Volk gewählt werden. Listen darf es nicht mehr geben. Während der Abgeordnetenzeit müssen Parteimitgliedschaften ruhen. Fraktionen darf es nicht geben. Deutschlands Parlament darf nicht ein „Elfenbeinturm für Parlamentarier“ sein wie in der Bundesrepublik, sondern muß wieder ein Ort für Volksvertreter werden. Die Wahlbeteiligung soll die Größe des Parlaments bestimmen - so war es nämlich in der Weimarer Republik, als die Zahl der Sitze im Reichstag sich der veränderten Wahlbeteiligung anzupassen hatte. Wir müssen also mehr Geschichte wagen, mehr Nation wagen, mehr Demokratie wagen.
- RegierungRegierungen müssen direkt vom Volk gewählt oder vom Präsidenten einberufen werden. In der Bundesrepublik wird die Regierung von den Parteien der Parlamentarier bestimmt. Alle Minister sind den Parteipolitikern bereits vor der Wahl bekannt. Das Deutsche Volk will aber eine Demokratie und darum bestimmen, zumindest mitbestimmen oder aber durch einen von ihm selbst direkt gewählten Präsidenten bestimmen lassen, wer Regierungsverantwortung übernimmt.
- GewaltenteilungGewaltenteilung muß ohne Klüngel funktionieren. Ämter dürfen nur durch kontrollierbare Wahl und nicht durch Absprache vergeben werden. In der Bundesrepublik werden Exekutive, Legislative und Judikative ausschließlich von den etablierten Parteien bestimmt, und weil solche Parteien sich in der Sache einig sind, bilden sie faktisch eine einzige Blockpartei und also einen totalitären Parteienstaat.
- VerfassungVerfassung statt „Grundgesetz“. Das bundesrepublikanische „Grundgesetz“ klingt, wie schon das Wort verrät, nach Gesetz im Sinne von Vorschrift oder sogar Diktat, jedenfalls nicht nach einer Verfassung, in der zu sein eine Gemeinschaft als eine Nation, ein Volk, eine Demokratie verbindlich Zeugnis ablegt. Die Verfassung muß am Volk und darum an der Volksherrschaft (= Demokratie) orientiert sein.
- FöderalismusHandlungsfähigkeit wird vom bundesrepublikanischen Föderalimus regelrecht zerstört. Der Föderalismus soll darum stark eingeschränkt oder sogar ganz abgeschafft werden. **
1.2) Wirtschaftspolitisches Subsystem
- WirtschaftspolitikRotgrüne, und zwar unter der Verantwortung von Schröder und Fischer, haben das, was ihre Vorgänger die „Deutschland AG“ (**|**) nannten, erheblich beschädigt. Wenn wir diese verbrecherische Politik nicht möglichst bald ändern (restaurieren), werden die globalen Finanzkrisen einen immer größeren Umfang annehmen und die meisten von uns ruinieren. **
- FinanzpolitikVertrag von Maastricht heißt jener Jammer, der im Dezember 1991 beschlossen wurde, am 7. Februar 1992 unterzeichnet wurde, am 1. November 1993 in Kraft trat und dazu führte, daß am 1. Januar 1999 die Währungshoheit der einzelnen EU-Länder auf die Europäische Zentralbank (EZB) überging. Aus Protest gegen diesen Maastrichter Vertrag (ja überhaupt aus Protest gegen die gesamte Finanz- und Wirtschaftspolitik der damaligen Regierung unter Kohl und Genscher) trat der damalige Präsident der Bundesbank, Karl Otto Pöhl (*01.12.1929), von seinem Amt zurück. Das geschah nicht zufällig: Pöhl hat die globale Finanzkrise vorausgesehen. Die Zentralbank der EU (EZB) betreibt eine ähnlich fiese und miese Geldpolitik wie die Zentralbank der USA (Fed). Beide müssen aber dringend lernen, ihre Geldpolitik an der Geldmenge auszurichten. Sie müssen vom Deutschen System (**) lernen: die Bundesbank hatte ihre Geldpolitik immer an der Geldmenge ausgerichtet: die Zinsen erhöht, wenn die Geldmenge gestiegen war, um so einen Kassenüberschuß in der Wirtschaft zu verhindern. **
1.3) Andere politische Subsysteme
- AußenpolitikAußenpolitik bedeutet: die politischen Interessen der Nation nach außen vertreten. Aber unsere Außenminister vertreten - wie auch alle anderen bei uns Herrschenden - die Interessen des Auslands. Also ist unsere Außenpolitik nur noch eine Auslandsinteressenpolitik. Das Deutsche Volk will nicht am Hindukusch, in Israel, Palästina, Guantánamo, auf dem Mond oder sonstwo von Fremden oder Nichtfremden-im-Dienste-der-Fremden belogen und betrogen werden. Das Deutsche Volk will, daß seine Interessen im Inland und im Ausland von seiner Regierung vertreten und verteidigt (**) werden. **
- BevölkerungspolitikBevölkerungspolitik bedeutet besonders Nachwuchspolitik, d.h. Familienpolitik. Wer auf Nachkommenschaft verzichtet - wie die bundesrepublikanischen Politiker -, ist garantiert bald pleite. Die bundesrepublikanischen Politiker praktizieren eine antideutsche und also auch antidemokratische Politik, wollen die Parallelgesellschaften (euphemistisch „Multli-Kulti-Gesellschaft“ genannt), also den Bürgerkrieg, die Brasilianisierung (**), den „neu-mittealterlichen“ Feudalismus. Jeder weiß: Zuwanderung ist keine Lösung, sondern das Gegenteil; Zuwanderung verschärft das Nachwuchsproblem, Zuwanderung macht noch mehr Probleme (z.B. solche, die es vorher in Deutschland gar nicht gab), Zuwanderung ist unsinnig, viel zu gefährlich und viel zu teuer (**). **
- BildungspolitikBildung ist das bedeutendste Gut, und das ja wohl erst recht für Deutschland als das Land der Dichter und Denker, die Technik- und Wissenschaftsnation. Wer die Bildung vernachlässigt - wie die bundesrepublikanischen Politiker -, ist garantiert bald pleite. Leider ist die Politik kein verantwortungsbewußtes Wirtschaftsunternehmen, denn sonst hätte die bundesrepublikanische Politik schon in den 1960er Jahren Konkurs anmelden müssen. Kein einziges Wirtschaftsunternehmen verzichtet auf Forschung und Entwicklung; die bundesrepublikanische Politik aber tut gerade dies am liebsten. **
- VerteidigungspolitikVerteidigungspolitik bedeutet Politik (ggf. Krieg) zur Verteidigung der Nation und der Demokratie (d.h.: des Volkes!); deshalb dürfen die bundesrepublikanischen Politiker nicht weiterhin Stiefelputzer der USA (mit Israel zusammen: Usrael) bleiben und ihnen jeden Wunsch erfüllen. Um nicht weiterhin herumkommandiert zu werden, nicht weiterhin erpreßbar zu bleiben und endlich eine eigenständige, d.h. Nation und Demokratie (also: Volk!) dienende Verteidigungspolitik durchzusetzen, muß atomar aufgerüstet werden (**). Natürlich wird es da Gegner geben, doch die sind zumeist vom Ausland ferngelenkt. Außerdem müssen außenpolitische Vorkehrungen getroffen werden, z.B. der Abzug aller ausländischen Soldaten. U.U. muß sogar die NATO verlassen werden, denn die hatte sowieso nur im „Kalten Krieg“ einen Sinn (**). Zumindest jedoch sollte den (ehemaligen) NATO-Partnern verdeutlicht werden, daß auch Deutsche ein Recht auf Selbstverteidigung haben. **
- InnenpolitikSicherheit ja, Staatssicherheit nein! Stasi raus! Wir brauchen keinen Überwachungsstaat, und die Probleme, die wir unzweifelhaft mit dem Islamterror(ismus) haben, haben unsere Politiker und die sie stark beeinflussenden Lobbygruppen doch selbst ins Land geholt, weshalb nicht ein Überwachungsstaat nötig ist, sondern eine Veränderung seines politischen Systems, wie sie hier kurz und knapp vorgestellt wird. **
- VerwaltungspolitikEine sehr schlanke und deshalb sehr effiziente Verwaltung, wie sie in der Zeit des 2. Deutschen Reiches praktiziert wurde (**), muß unbedingt wieder erreicht werden. **
2.) Wirtschaftliches System
-Die Lösung muß lauten: Deutsches Wirtschaftssystem, ob es die Deutsche Marktwirtschaft, die Ökologische Marktwirtschaft, die Soziale Marktwirtschaft, die Ökosoziale Marktwirtschaft, den Deutschen Kapitalismus, den Deutschen Sozialismus, den Rheinischen Kapitalismus, den Preußischen Sozialismus, die Deutschland AG oder sonstwie genannt wird, ist egal, denn gemeint ist immer das Deutsche Wirtschaftssystem. Gemeint ist damit also die Deutsche Wirtschaftsform als ein Teil der Deutschen Gemeinschaftsform, die auch Deutsche Kulturnation oder Deutsche Technik- und Wissenschaftsnation (Land der Dichter und Denker) genannt wird: die erfolgreichste der Welt (**|**). Die Rahmenbedingungen für jedes normale und „gesunde“ Wirtschaftssystem gibt jedoch die Politik mit ihren rechtlichen Regeln und „Gesetzen“ vor, und darum betrifft die Restauration primär das politische System (**).

Demokratie heißt Volksherrschaft. Daran kann niemand etwas ändern. Und da, wo das Volk an der Politik nicht teilnehmen darf, gibt es auch keine Demokratie. Also gibt es in der Bundesrepublik keine Demokratie.

Wir brauchen also keine bundesrepublikanische Lösung, sondern eine deutsche. Wir brauchen nicht mehr Staat, sondern weniger; wir brauchen nicht mehr Föderalismus, sondern weniger oder gar keinen; wir brauchen nicht mehr Parteienstaat, sondern gar keinen; wir brauchen nicht mehr Bürokratie (Diktatur) der EU (**), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr Befehlsstruktur (Diktatur) der NATO (**), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr Politische Korrektheit (** [Zensur]), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr Diktatur (**), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr »Klimahysterie« (**), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr globalkapitalistische »Heuschrecken« (**), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr Brasilianisierung (**), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr Zuwanderung (**), sondern gar keine; wir brauchen nicht mehr Parallelgesellschaften, sondern gar keine. Wir brauchen nicht weniger Deutsche, sondern mehr; wir brauchen nicht weniger Nation, sondern mehr; wir brauchen nicht weniger Demokratie, sondern mehr; wir brauchen nicht weniger Freiheit, sondern mehr; wir brauchen nicht weniger Meinungsfreiheit, sondern mehr. Wir brauchen also keine bundesrepublikanische Lösung, sondern eine deutsche.

Nur das Deutsche System (**) kann die Lösung für die Probleme aller globalen Finanzkrisen sein. „Globale Lösungen“ sind keine Lösungen, sondern Rhetorik, denn es gibt kein globales Subjekt, keinen globalen Akteur. „Europäische Lösungen“ sind ebenfalls keine Lösungen, sondern Rhetorik, denn es gibt (noch) kein europäisches Subjekt, (noch) keinen europäischen Akteur, und wenn es den zukünftig geben sollte, wird er eine blasse Figur sein, weil die meisten Nationen der EU auch weiterhin ihre Interessen über die EU stellen werden.

Es war ja ausgerechnet die deutsche Regierung unter Schröder und Fischer, die als Erste das Deutsche System (**) mit Füßen getreten hat, deutsche Unternehmen den globalkapitalistischen „Heuschrecken“ (**) ausgeliefert hat. Als regierende „Rotgrüne“ sorgten die „68er“ als Erste per Gesetzesänderung dafür, daß in Deutschland Wirtschaft und Politik immer mehr dem Auslandskapital ausgeliefert werden konnten. Ausgerechnet die „68er“, denn die hatten ja bekanntlich in den 1960ern, 1970ern, 1980ern noch Kommunisten sein wollen, aber nie die Kapitalisten, die sie seit den 1990ern sind. Diese Rotgrünen haben Deutschland bzw. das Deutsche System auf totalitäre Weise verraten und verkauft und sind genau diejenigen, die sie früher haßten und bekämpften. Es war ja schon schlimm und verbrecherisch genug, daß sie befahlen, Krieg wieder von deutschem Boden aus zu starten, doch dann machten sie mit ihren Änderungen der Gesetze Deutschland sogar auch noch wirtschaftlich zu einem Schlachtfeld. Diese Verbrecher sind folglich rotgrüne Krieger im doppelten Sinne des Wortes: Neo-Imperialisten und Neo-Liberalisten (Globalkapitalisten).

Als wir am 15. September 2008 mit der globalen Finanzkrise überfallen wurden, hatten unsere Politiker natürlich wieder die obligatorischen Beschwichtigungen und Lügen parat, aber sie wurden schon bald gebremst, woraufhin sie sehr plötzlich umschwenkten und das Gegenteil behaupteten, während zugleich die notwendigen Änderungen natürlich nicht vorgenommen wurden. Lange kann das aber so nicht mehr funktionieren. Weder ihre widerlichen Lügen über den „guten“ globalen Markt noch ihre megalomanischen Versprechen, bestimmte Banken zu „verstaatlichen“, werden zu einer „Zähmung“ des Globalkapitalismus beitragen. Im Gegenteil: die nächste globale Finanzkrise wird mit hoher Wahrscheinlichkeit besonders dann schon bald kommen, wenn die Politiker weiterhin nichts Fundamentales an ihrer Politik ändern werden.

Außerdem brauchen wir eine Aufsicht über die wichtigsten globalen Zentralbanken und nicht eine Aufsicht über die Geschäftsbanken, wie die Null-Zins-Politik betreibenden Zentralbanken fordern, weil sie selbst diese Aufsicht haben wollen. Die Gefahr geht in erster Linie von den globalen Zentralbanken, in zweiter Linie von der globalen Politik und erst in dritter Linie von den Geschäftsbanken aus. Wenn diese Gefahr nicht bald beseitigt wird, werden die Zentralbanken schon bald nicht mehr nur wie jetzt schon die wichtigsten Gebiete, sondern sogar alle Gebiete der Politik bestimmen.


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Anmerkungen:

Ernst Badian, Römischer Imperialismus, 1967, S. 59. „Dem Senat blieb nichts mehr übrig, als die Einrichtung einer Provinz um sofortiger Gewinne willen zu dulden, ja selbst einzuleiten. Des damit gegebenen Beispiels sollte man sich später erinnern.“ (Ebd.).

In der F.A.Z. heißt es zu diesem Thema u.a.: „Deutschland hat seine Wettbewerbsposition steigern können. Wie in früheren Studien wird die Infrastruktur als erstklassig beurteilt. Auch die Leistungen der deutschen Manager und das nationale wirtschaftliche Umfeld werden als sehr gut eingeschätzt. Hinderlich für die Wettbewerbsfähigkeit sei dagegen die Regulierung des Arbeitsmarktes. Hier liegt Deutschland auf Platz 115 der Liste von insgesamt 131 Staaten. Das System der Lohnverhandlungen und die hohen Entlassungskosten hätten die Schaffung von Arbeitsplätzen schwer behindert, schreiben die Autoren der Studie. Die makroökonomische Stabilität Deutschlands wird im unteren Mittelfeld verortet: Vor allem die hohe Staatsverschuldung (Rang 102) drückt hier die Bewertung.“ (F.A.Z., 01.11.2007, S. 12 **).

„Wie umfassend die Marktwirtschaft in Deutschland schon erstickt ist, zeigt ein Blick in den Jahresbericht ›Economic Freedom of the World‹. In der Kategorie ›Umfang der Staatstätigkeit‹ steht Deutschland auf Platz 102 von 123 und damit nahe bei diktatorisch regierten Staaten. Bei der Regulierung des Arbeitsmarktes auf Platz 115 von 131 Staaten. (Vgl. F.A.Z., 01.11.2007, S. 12 **).“ (Max Eichenhain, 2034 - Abschied vom Abendland, 2007, S. 191).

Siehe z.B. auch: „Brasilianisierung des Westens hat ganz wesentlich reproduktie Ursachen“ (Peter Mersch, Hurra, wir werden Unterschicht!, 2007, S. 155); „Brasilianisierung der Welt“ (Interview mit Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher). Die Brasilianisierung bedeutet für nicht-westliche Kulturen (Chance zum) Aufstieg, für die westliche Kultur (Zwang zum) Abstieg. Der „Untergang des Abendlandes“ ist auch schon vor Oswald Spengler prophezeit worden, aber niemand hatte sich bis dahin (1900 war das Buch „schon gefühlsmäßig ... konzipiert“, so Spengler) mit dem Thema so explizit auseinandergesetzt wie Spengler (**). Vgl. darin ganz besonders: „Unfruchtbarkeit und Zerfall“ (**).

 

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