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„Der Untergang des Abendlandes“ ( )
macht Spengler rasch berühmt, besonders beim Bürgertum, weil
es durch den 1. Weltkrieg () und noch mehr durch seine Ergebnisse
stark enttäuscht ist.
Januar 1919:
Die ihm angetragene Professur für Philosophie an der Universität
Göttingen lehnt Spengler mit der Begründung ab, er wolle die
noch verbleibende Zeit gänzlich für die Fortführung seines
Werkes nutzen.
November 1919:
Spengler wird mit dem Ehrenpreis der Stiftung des Nietzsche-Archivs ausgezeichnet.
Dezember 1920:
Aus Spenglers Bekanntschaft mit Arthur Moeller van den Bruck (
),
einem der Theoretiker der Konservativen Revolution, wird fortan eine lockere
Freundschaft.
8. / 9. November 1923:
Spengler wird Zeuge des Auftritts Adolf Hitlers im Münchener Bürgerbräukeller,
auf den der Hitler-Putsch folgt (9. November).
26. Februar 1924:
Vor dem „Hochschulring deutscher Studenten“ hält Spengler
eine Rede über „Politische Pflichten der deutschen Jugend“
(auch abgedruckt in: „Politische Schriften“
)
und verurteilt dabei „das Gaukelspiel allgemeiner Wahlen und einer
freien Presse“ .
1925:
Spengler weist das Angebot Gregor Strassers, der ihn für die Mitarbeit
an den „Nationalsozialistischen Monatsheften“ zu gewinnen versucht,
mit dem Hinweis auf die „primitive Lösung des Antisemitismus“
durch die Nationalsozialisten zurück.
18. März 1933:
Das Angebot von Joseph Goebbels, am „Tag von Potsdam“ eine Rede
zu halten, lehnt Spengler ab.
14. Juni 1933:
Dem Ruf auf eine Professorenstelle für Kultur- und Universalgeschichte
in Leipzig kommt Spengler nicht nach.
25. Juli 1933:
Spenglers einzige persönliche Unterredung mit Adolf Hitler in Bayreuth.
Trotz anfänglicher Sympathien rückt Spengler in der Folgezeit
immer deutlicher vom Nationalsozialismus ab, auch indem er ihn, vor allem
seine Rassenlehre und seinen Antisemitismus, offen verwirft und sich so
immer mehr isoliert sieht in dem von ihm selbst prophezeiten neuen Deutschen
Reich.
31. August 1933:
Im NS-Organ „Völkischer Beobachter“ wird Spengler vorgeworfen,
in seiner Schrift „Jahre der Entscheidung“ ( )
weder Hitler noch die „nationalsozialistische Bewegung“ gewürdigt
zu haben.
27. September 1933: Obwohl noch in den Senat der „Deutschen Akademie“
gewählt, darf Spengler fortan im Rundfunk nicht mehr erwähnt
werden.
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