Oswald Arnold Gottfried Spengler wurde am 29. Mai 1880 als zweites Kind des Postsekretärs Bernhard Spengler und dessen Frau Pauline in Blankenburg (Harz) geboren.

Nach dem Abitur studierte Spengler von 1899 bis 1903 Mathematik und Naturwissenschaften - in Halle, München und Berlin - sowie Kunst, Geschichte und Philosophie. Seine Dissertation beschäftigte sich mit der Naturauffassung des Heraklit, denn er promovierte an der Universität Halle (1904). Thema: „Der metaphysische Grundgedanke der Heraklitischen Philosophie“ . Heraklit (544-483)

Von 1908 bis 1911 war Spengler Gymnasiallehrer in Hamburg, er lehrte Naturwissenschaft, Mathematik, Deutsch und Geschichte.

1911 übersiedelte Spengler nach München und arbeitete hier als Kulturredakteur für diverse Zeitungen, danach als Schriftsteller und Privatgelehrter. Er veröffentlichte mehrere Schriften.

1917 bis 1922 veröffentlichte Spengler sein Werk „Der Untergang des Abendlandes“ (Bände und Kapitel). Seine Untersuchungen in Mathematik, Naturwissenschaft, Geschichte, Kunst und Philosophie bildeten die Basis für sein Kulturgeschichtssystem. Spengler starb am 8. Mai 1936 in München.

Spenglers Hauptwerk ist auch eine Absage an die immer noch übliche Periodisierung Altertum, Mittelalter, Neuzeit mit ihrer teleologischen Grundkonzeption sowie ihrer Vernachlässigung der nicht-westlichen Kulturen. Kulturen sind überindividuelle Wesenheiten, die Spengler als „Organismen“ auffaßte; sie durchlaufen somit jeweils einen Zyklus - mit Schicksal !

 

NACH OBEN :
„Der Untergang des Abendlandes“ (Werke von Spengler) macht Spengler rasch berühmt, besonders beim Bürgertum, weil es durch den 1. Weltkrieg () und noch mehr durch seine Ergebnisse stark enttäuscht ist.

NACH OBEN Januar 1919:
Die ihm angetragene Professur für Philosophie an der Universität Göttingen lehnt Spengler mit der Begründung ab, er wolle die noch verbleibende Zeit gänzlich für die Fortführung seines Werkes nutzen.

NACH OBEN November 1919:
Spengler wird mit dem Ehrenpreis der Stiftung des Nietzsche-Archivs ausgezeichnet.

NACH OBEN Dezember 1920:
Aus Spenglers Bekanntschaft mit Arthur Moeller van den Bruck ( Arthur Moeller van den Bruck), einem der Theoretiker der Konservativen Revolution, wird fortan eine lockere Freundschaft.

NACH OBEN 8. / 9. November 1923:
Spengler wird Zeuge des Auftritts Adolf Hitlers im Münchener Bürgerbräukeller, auf den der Hitler-Putsch folgt (9. November).

NACH OBEN 26. Februar 1924:
Vor dem „Hochschulring deutscher Studenten“ hält Spengler eine Rede über „Politische Pflichten der deutschen Jugend“ (auch abgedruckt in: „Politische SchriftenWerke von Spengler) und verurteilt dabei „das Gaukelspiel allgemeiner Wahlen und einer freien Presse“ .

NACH OBEN 1925:
Spengler weist das Angebot Gregor Strassers, der ihn für die Mitarbeit an den „Nationalsozialistischen Monatsheften“ zu gewinnen versucht, mit dem Hinweis auf die „primitive Lösung des Antisemitismus“ durch die Nationalsozialisten zurück.

NACH OBEN 18. März 1933:
Das Angebot von Joseph Goebbels, am „Tag von Potsdam“ eine Rede zu halten, lehnt Spengler ab.

NACH OBEN 14. Juni 1933:
Dem Ruf auf eine Professorenstelle für Kultur- und Universalgeschichte in Leipzig kommt Spengler nicht nach.

NACH OBEN 25. Juli 1933:
Spenglers einzige persönliche Unterredung mit Adolf Hitler in Bayreuth. Trotz anfänglicher Sympathien rückt Spengler in der Folgezeit immer deutlicher vom Nationalsozialismus ab, auch indem er ihn, vor allem seine Rassenlehre und seinen Antisemitismus, offen verwirft und sich so immer mehr isoliert sieht in dem von ihm selbst prophezeiten neuen Deutschen Reich.

NACH OBEN 31. August 1933:
Im NS-Organ „Völkischer Beobachter“ wird Spengler vorgeworfen, in seiner Schrift „Jahre der Entscheidung“ (Werke von Spengler) weder Hitler noch die „nationalsozialistische Bewegung“ gewürdigt zu haben.

NACH OBEN 27. September 1933: Obwohl noch in den Senat der „Deutschen Akademie“ gewählt, darf Spengler fortan im Rundfunk nicht mehr erwähnt werden.